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Drei Fragen an…: Renate Wolf

Trotz Urlaubs und Erholung kann Geschäftsführerin und Trainerin Renate Wolf die Gedanken an den Handball in der Sommerpause nicht so einfach beiseiteschieben. Die ehemalige Nationalspielerin zieht im Interview mit dem Leverkusener Pressedienst nicht nur eine Bilanz aus der abgelaufenen Spielzeit 2016/17, sondern wirft ebenso auch einen Blick auf die bevorstehende, neue Saison und den Stellenwert, den der TSV Bayer 04 Leverkusen als Traditionsverein innerhalb der Liga innehat.

Nach aktueller Sachlage wird mit dem HC Leipzig ein weiterer Traditionsverein das Oberhaus des deutschen Handballs verlassen. Wie wichtig ist es vor diesem Hintergrund, als einziges, noch verbleibendes Gründungsmitglied der Frauen Bundesliga und deutscher Rekordmeister seit 43 Jahren erstklassig zu spielen?
Renate Wolf: Zuerst möchte ich betonen, wie stolz wir hier in Leverkusen darüber sind, dass wir in der kommenden Spielzeit ununterbrochen zum 44. Mal in der Bundesliga antreten. Dies können wir nur bewerkstelligen, da wir mit der BAYER AG in all den Jahrzehnten einen außergewöhnlichen Partner an unserer Seite haben. Wir alle, die an diesem Projekt arbeiten, setzen Jahr für Jahr immer wieder alles daran, dass wir trotz aufrüstender Konkurrenz dieses Niveau halten und dabei vor allem den Nachwuchs nicht aus dem Auge verlieren.

Wie ist der achte Tabellenplatz aus der abgelaufenen Spielzeit aus deiner Sicht zu bewerten?
Renate Wolf: Wir haben den einen oder anderen Punkt in der Hinrunde unnötigerweise auf der Strecke gelassen, das wurmt mich natürlich. In der Rückrunde allerdings hatten wir stabilere Ergebnisse und haben dort gute Resultate erzielt. Wir versuchen jedes Jahr, Talente an die Bundesliga heranzuführen und vor allem dort nachhaltig zu etablieren. Nicht jede deutsche Nachwuchshoffnung entwickelt sich so, dass sie das Programm "1. Bundesliga" mit allem Wenn und Aber bewältigt. Wenn ich dann noch sehe, wie der eine oder andere Erstligist finanziell im Gegensatz zu uns aufgestellt ist, relativiert sich das Ganze deutlich aus meiner Sicht und der achte Platz bekommt eine andere Bedeutung.

Den Elfen ist es gelungen, mit Amelie Berger und Mia Zschocke zwei junge Talente langfristig zu binden. Aber vor allem mit der Winterverpflichtung der deutschen Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk habt ihr einen Volltreffer gelandet. Wie siehst Du Euch für die neue Saison aufgestellt?
Renate Wolf: Es muss uns gelingen, aus dieser Mischung zwischen jungen und alten sowie zwischen erfahrenen und hungrigen Spielerinnen einen guten Kader zu entwickeln. Katja mit all ihrer nationalen und internationalen Erfahrung wird hier ein elementarer Baustein sein. Aber das komplette Team muss tagtäglich an einer Verbesserung arbeiten, da müssen die Rädchen ineinandergreifen, damit das große Rad in Bewegung kommt.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die kommenden Aufgaben!

Interview und Text: Amelie Knippert