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Zwischen Bachelor und Bundesliga: Werkselfe Anna Seidel im Interview

(AK) Unmittelbar vor der morgigen Bundesligapartie gegen die TuS Metzingen (16 Uhr, Ostermann-Arena) gibt es reichlich Grund zur Freude für alle Leverkusener Handballliebhaber: Anna Seidel, eine der Leitfiguren der Werkselfen, und der TSV Bayer Leverkusen machen bis mindestens Ende Juni 2019 gemeinsame Sache. Auch beruflich gesehen ist die Sympathieträgerin derzeit auf der Überholspur. So hat die 21-Jährige zuletzt erst ihre Bachelorarbeit über die Zusammenhänge zwischen elektrophysiologischer Gehirnaktivität und visueller Aufmerksamkeit anhand eines eigenen Experiments fertiggestellt und eingereicht. Während Anna momentan sehnsüchtig auf ihr Ergebnis wartet, stehen gleichzeitig schwere Aufgaben mit ihren Elfen in der Bundesliga auf dem Programm. Im Interview mit dem Leverkusener Presseteam erklärt die Allrounderin ihr Erfolgsrezept einer dualen Karriere, verrät die Chancen auf einen Platz an der europäischen Sonne und wagt einen Ausblick auf neue, kommende Aufgaben…

Anna, wie bekommst du dein Studium und den Bundesligahandball zeitlich unter einen Hut?
Anna Seidel: Da Handball einen großen Teil von meiner Tages- und Wochenendplanung einnimmt, ist es schon so, dass man am Anfang eines jeden Semesters immer etwas Organisationstalent beweisen muss. Aber man kann in der Uni ja oft den Stundenplan selbst mitbestimmen und es ist zum Glück auch so, dass hier in Leverkusen Rücksicht auf die Ausbildung genommen wird. Wenn man es dadurch morgens mal nicht zum Training schafft, dann ist das okay! Es war also insgesamt schon oft stressig, aber immer machbar.

Zur Zeit kämpft ihr als Team noch sehr akribisch für das Erreichen eures selbstgesteckten Saisonziels. Wird ein Platz im EHF-Cup am Ende der laufenden Spielzeit deiner Meinung nach in greifbarer Nähe sein?
Seidel: Ich denke, es ist für uns jetzt wichtig, von Spiel zu Spiel zu schauen. Mit Blick auf das große Ganze ist es aber meiner Meinung nach durchaus möglich, einen EHF-Cup-Platz zu erreichen. Wir haben schon gezeigt, dass wir jeden schlagen können und bei der engen Tabellensituation in der Bundesliga momentan ist damit nach oben noch sehr viel möglich. Aber eben auch nach unten, weshalb das letzte Drittel der Saison entscheidend sein wird!

Du hast deinen Vertrag in Leverkusen um ein weiteres Jahr verlängert. Im Sommer wird Robert Nijdam zudem in die Fußstapfen von Cheftrainerin Renate Wolf treten. Mit welchen Gefühlen blickst du schon jetzt auf die neue Saison?
Seidel: Ich bin sehr gespannt auf die neue Saison und sehe diesem neuen Abschnitt positiv entgegen. Es wird sicher vieles Ungewohntes auf uns zukommen. Ich kenne Robert bis jetzt zum Beispiel nicht, habe aber seine Arbeit bei der niederländischen Juniorinnen-Nationalmannschaft etwas verfolgt und freue mich auch deshalb auf die neue Saison und neue Aufgaben.