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Elfen empfangen Frankfurt/Oder

Jedes Jahr aufs Neue muss Trainer Dietmar Schmidt Top-Leistungsträger ersetzen. „Sonst war es so, dass immer die gegangen sind, die auf dem Spielplakat zu sehen waren: also Geschke, Neuendorf und Schülke. Diesmal ist die ganze Mannschaft drauf – also werden wohl alle gehen“, kommentierte der Olympiasieger von den Spielen in Moskau 1980 die Serie mit Galgenhumor. Es ist zwar nicht die gesamte Mannschaft, doch mit Anne Jochin (Trier) der Kopf der letztjährigen Mannschaft von Bord gegangen.

Die Lücke auf der Spielmacherposition soll die Mannschaft als Team schließen. Die aus Berlin gekommenen Janine Wegner musste sich erst in der ersten Liga akklimatisieren. Mit Christine Beier, Susann Schneider, Franziska Mietzner und zuletzt auch Mandy Hering haben vier erfahrene Spielerinnen in dieser Saison schon auf der Rückraum Mitte agiert.

Für den rechten Rückraum wurde die abwehrstarke U20-Weltmeisterin Friederike Gubernatis (Ketsch) verpflichtet. Auf der rechten Außenbahn wird Kira Eickhoff, sie kam aus Trier, den Platz von Carolin Groke und Emilia Rogucka einnehmen. Veränderungen gab es auch im Tor der Oderstädterinnen, die über die im Schnitt jüngste Mannschaft des Oberhauses verfügen. Für Vilma Gainskyte (Mainzlar) und Vanessa Beier (Allensbach) nahm der Verein Mandy Burrekers (Gjerpen) und Nele Kurzke (Markranstädt) unter Vertrag.

Angesichts der Vielzahl von personellen Veränderungen konnte der FHC nur selten in dieser Spielzeit an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen, als man den Elfen erst im Halbfinale unterlag. Erst drei Siege gelangen bis zur WM-Pause, mit zuletzt zwei Heimniederlagen gegen den Thüringer HC und Frisch Auf Göppingen verpasste man den Sprung ins sichere Mittelfeld.

Mit lediglich sechs Zählern auf dem neunten Platz steht für den FHC derzeit der Kampf um den Klassenerhalt im Vordergrund. Aber Renate Wolf warnt davor den Gegner am Sonntag (Anwurf 16 Uhr) auf die leichte Schulter zu nehmen. „Da waren viele knappe Niederlagen dabei, gerade zum Saisonbeginn musste man sich noch finden“, so die Elfen-Trainerin. „Wir sind nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt“, erklärt Trainer Dietmar Schmidt, der durch die Weltmeisterschaften in der Rückrundenvorbereitung auf drei Stützen verzichten musste. „Wir haben viel zu viele Fehler begangen und zu viele einfache Gegentore kassiert“, so Schmidt nach der Partie gegen Göppingen über das Spiel der im Schnitt jüngsten Mannschaft der Liga.

Viel Verantwortung lastet auch in dieser Saison auf Franziska Mietzner. Die Torschützenkönigin des Vorjahres und Tochter von FHC-Ikone Kathrin Mietzner hat in den ersten elf Spielen bereits 84 mal getroffen. Zehn Treffer waren es zuletzt bei der 24:26 Niederlage gegen Göppingen am vergangenen Mittwoch, Mietzner übernahm die Spitzenposition von der Sindelfingerin Iris Cartarius (81) und Angie Geschke (83).


Autor: Christian Stein