HBF

 

WM 2017

Aktion Goldtore

Banner

 

Förderer der Aktion Goldtore 

 Die Werkselfen als App

Newsletter

Wildcats

 

SEAT

 

Elfen verspielen leichtfertig Sieg - Nur 28:28 in Dortmund

Der Ball ist rund und ein Handballspiel dauert sechzig Minuten – diese Erfahrung, frei nach dem Fußballtrainer Sepp Herberger, mussten die Elfen einmal mehr machen. Trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes von sieben Toren glaubte das Ligaschlusslicht Dortmund weiter an sich und kämpfte über die komplette Spielzeit. Die als klarer Favorit ins Spiel gegangenen Leverkusenerinnen konnten hingegen nach einer schlechten Schlussviertelstunde lediglich einen Zähler aus dem Ruhrgebiet entführen. Vor allem Torhüterin Isabell Roch wurde mit zahlreichen Paraden zur Punktegarantin, vorne trafen für die Westfälinnen Annika Busch (7/3), Dagmara Kowalska (6/3) und Marieke Köhler (5) am häufigsten. Die Elfen hatten in Katrin Engel (6/2) und Laura Steinbach (5) ihre besten Torjägerinnen.


Vor dem Anpfiff waren die Rollen in der Partie klar verteilt. Erst ein einziger Sieg gegen SVG Celle, sowie ein Remis beim Thüringer HC war den Gastgeberinnen bislang in dieser Saison gelungen, als Tabellenschlusslicht empfing die Borussia den Lokalrivalen, dem mit einem Auswärtssieg der Sprung an die Tabellenspitze gelingen konnte. In der ersten Halbzeit mit der zuletzt gut funktionierenden 5:1-Abwehr gestartet, zeigte gleich der erste Angriff, dass im ersten Durchgang die Schwachstelle auf den Außenpositionen liegen sollte. Julia Kunze traf vom linken Flügel zum 1:0.

Die Elfen strahlten in der ersten Halbzeit vor allem über die rechte Angriffsseite Gefahr aus. Auch dies zeigte sich früh, als Denisa Glankovicova und Marlene Zapf beim 2:1 (3.) bereits die erste Führung erzielten. Sicherheit gab diese Führung jedoch nicht, der BVB spielte geduldig seine Angriffe aus und übernahm die Kontrolle über das Spiel. Nachdem Julia Kunze vom linken, sowie Annika Busch vom rechten Flügel zum 7:5 (13.) getroffen hatten, reagierte Renate Wolf mit einer Auszeit.

Die Abwehrformation wurde mit der 6:0 Abwehr stabiler, hinten entschärfte Clara Woltering einen Kowalska-Strafwurf, vorne traf Heike Ahlgrimm mit einem Doppelpack zum 8:8 (17.). Mit der Einwechslung von Anne Müller in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs gewann die Abwehr noch einmal mehr Stabilität, auch vorne zeigte sich die Kreisläuferin zwei Mal treffsicher und erzielte den Führungstreffer zum 13:12. Dortmund glich noch einmal durch Zuzana Porvaznikova aus, mit schneller Auffassungsgabe sorgte jedoch Heike Ahlgrimm für die knappe Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel sollte dann die stärkste Phase der Partie aus Sicht der Elfen folgen. Die Abwehr stand sicher und eroberte sich mehrmals erfolgreich den Ball, vorne wurden nun konsequent die Torchancen genutzt. Fünf Tore in Folge erzielte die Mannschaft von Renate Wolf, ehe Dagmara Kowalska in der 37. Minute die Dortmunder Torflaute beendete. Bevor Annika Busch per Strafwurf zum 17:22 (41.) traf, musste Clara Woltering mit Kniebeschwerden vom Parkett.

Lena Knipprath rückte zwischen die Pfosten, erwischte dieses Mal jedoch keinen guten Tag. Vorne trafen jedoch vor allem Katrin Engel und Laura Steinbach nun nach Belieben, die Führung wuchs nach dem fünften Treffer der deutschen Nationalspielerin beim 25:18 (46.) erstmals auf sieben Tore an. Dann taute jedoch Marieke Köhler auf. Im ersten Versuch noch gescheitert, setzte die Rückraumspielerin nun die entscheidenden Treffer gegen die nun zu zögerlich agierende Abwehr.

Nach ihrem dritten Tor in Folge zum 21:26 schöpften die Zuschauer in der Sporthalle Wellinghofen wieder Hoffnung und peitschten ihr Team nach vorne. Mit einer starken Isabell Roch als Rückhalt wurde auch die Abwehr der Westfälinnen aggressiver und störte die Wurfversuche aus dem Rückraum frühzeitig. Tor um Tor kämpften sich die Gastgeberinnen heran und konnten acht Sekunden vor Schluss durch Tessa Cocx einen glücklichen, aber verdienten Punktgewinn feiern.

Borussia Dortmund – TSV Bayer 04 Leverkusen 28:28 (13:14)

Dortmund: Roch, Trodler
Cocx 4, Kramer, Barz, Busch 7/3, Porvaznikova 2, Tomlik, Kowalska 6/3, Kunze 3, Schäfer 1, Glathe, Köhler 5

Leverkusen: Woltering, Knipprath
Byl 1, Zapf 3, Walzik 1, Garcia, Müller 2, Loerper 2, Bönighausen 1, Glankovicova 4, Schückler, Ahlgrimm 3, Steinbach 5, Engel 6/2

Strafminuten: 4/4
Siebenmeter: 6/8 ; 2/4
Schiedsdrichter: Baumgart/Wild
Zuschauer: 550
Autor: Christian Stein