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Elfen buchen das Ticket zum Final Four nach Riesa

60 Minuten Handball auf höchstem Niveau. Die knapp 2000 Zuschauer in der Arena Leipzig sollten den Besuch der Partie, in der sich die Bayer Handballdamen knapp mit 26:23 (12:12) durchsetzen konnten, nicht bereuen. „Mehr Spannung als heute gibt es nicht“, hatte HCL-Trainer vorher versprochen und Wort gehalten. Der Knackpunkt nach knapp vierzig Minuten, als die Elfen eine Zeitstrafe von Mette Ommundsen nutzten, um auf vier Tore davonzuziehen. Bis zum Ende verteidigte die Mannschaft von Renate Wolf dieses einmal erarbeitete Polster. Karolina Kudlacz war mit sieben Toren erfolgreichste Torschützin des HCL, bei den Elfen traf Katrin Engel (8/1) am häufigsten.


Der HC Leipzig hatte Mühe sich auf die Abwehr die Elfen einzustellen. Elli Garcia kümmerte sich mit einer Sonderbewachung um Karolina Kudlacz. Das Team von Renate Wolf legte mit einem Doppelpack von Denisa Glankovicova ein schnelles 2:0 vor, mit einem Schlagwurf aus der Rückraum Mitte konnte jedoch Ania Rösler den Ball in der fünften Minute an Clara Woltering vorbeibringen.

Fortan entwickelte sich das erwartete spannungsgeladene Spitzenspiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Die Führung wechselte mehrfach hin und her. Keine Mannschaft konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Das 5:7 (15.) nach Treffern von Loerper, Garcia und Engel beantwortete Karolina Kudlacz mit einem Doppelpack im Alleingang. Im Tor stellten Clara Woltering und Katja Schülke mit zahlreichen Paraden ihre Klasse unter Beweis.

Der HCL fand jedoch immer wieder die Lücken in der Leverkusener Deckung und brach erfolgreich an den Kreis durch. Nachdem Leipzig durch Rösler und Holmgren das 9:7 vorgelegt hatte, nahm Renate Wolf ihre Auszeit im ersten Spielabschnitt. Binnen fünf Minuten kämpften sich die Elfen zum Unentschieden beim Stand von 11:11 heran. Die Partie wurde mit hoher Intensität geführt und forderte von den Spielerinnen sämtliche Kraftreserven.

Beim Stand von 12:12 nahm HCL-Trainer Heine Jensen eine halbe Minute vor dem Ende des ersten Durchgangs noch einmal seine Auszeit, um den letzten Angriff zu besprechen. Die Elfen stellten die Hausherrinnen jedoch mit einer offensiven Abwehr vor eine nicht vorbereitete Aufgabe. Der lange Pass von Karolina Kudlacz auf den linken Flügel landete jedoch im Seitenaus. Das Team von Renate Wolf hatte nun einmal die Gelegenheit selbst mit einer Führung in die Kabinen zu gehen. Heike Ahlgrimm wurde jedoch am erfolgreichen Durchbruch von der Leipziger Deckung gehindert und Laura Steinbachs Wurf aus der Distanz parierte Schülke. Es blieb beim leistungsgerechten Remis nach dreißig Minuten.

Auch im zweiten Spielabschnitt schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Elfen legten den Spielstand vor, Leipzig zog zunächst nach. Eine Zeitstrafe, die sich Mette Ommundsen mit einem Stoß bei Elli Garcias Treffer zum 14:16 einfing, konnten die Wolf-Sieben nutzen, um erstmals auf vier Tore davon zu ziehen. Die Elfen behaupteten ihren Vorsprung, Heine Jensen musste zwölf Minuten vor dem Ende seine Auszeit nehmen, um der Partie noch einmal eine Wendung zu geben.

Die Elfen ließen sich jedoch nicht mehr vom Einzug in die Pokalendrunde abhalten. Mit aller Macht wurde der Vorsprung bis zum Schluss verteidigt. Erst in der Schlussminute konnte Ania Rösler mit ihrem fünften Treffer den 23:26 Endstand erzielen. Der Rest war grenzenloser Jubel. Ausgelassen feierten die Spielerinnen auf dem Feld das gelöste Ticket nach Riesa.