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Elfen unterliegen nach bravouröser Aufholjagd nur knapp mit 26:28

Am Ende von sechzig packenden Minuten mussten sich die Elfen im ersten Finale mit 26:28 (10:16) geschlagen geben. Der Titelverteidiger dominierte die erste Halbzeit, in der zweiten kamen dann die Bayer-Handballerinnen mit Volldampf zurück und führten zwischenzeitlich. Heike Ahlgrimm war mit sechs Toren die erfolgreichste Torschützin der Elfen, für Leipzig traf Mette Ommundsen am häufigsten.


Von Anfang an hielt das Finale, was es im Vorfeld versprach. Die beiden besten deutschen Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. Die Abwehrreihen packten von Anfang an beherzt zu, auch die Torhüterinnen zeigten starke Paraden von Anfang an und beide Teams strahlten von vielen Position Torgefahr aus. Heike Ahlgrimm, die nach den Endspielen ihre erfolgreiche Karriere als Spielerin beendet, konnte als erste Spielerin beim 5:5 (12.) zum zweiten Mal treffen.

Fehler der einen Mannschaft, bestrafte die andere konsequent. Leipzig hatte seine erste Schwächephase, als man nach drei Toren in Folge mit 2:4 hinten lag erholt, die Elfen taten sich schwer im Positionsangriff das Leipziger Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Nach dem 6:6 (12.) gelang dem Team von Renate Wolf außer einem erfolgreichen Gegenstoß von Elli Garcia zum 7:9 fünfzehn Minuten lang kein Tor. Erst mit einem Doppelpack von Heike Ahlgrimm zum 9:15 (29.) war die Torflaute durchbrochen.

In der Abwehr schränkte in den letzten Minuten Marlene Zapf die Kreise der stark aufspielenden Karolina Kudlacz ein und so wurden beim Stand von 10:16 die Seiten gewechselt. Zu Beginn des zweiten Durchgangs sah sich der HC Leipzig einer bärenstarken Elfen-Deckung gegenüber, hinter der Clara Woltering nun zum nahezu unüberwindbaren Hindernis wurde. Innerhalb von fünf Minuten war man nach dem 15:17 (35.) von Marlene Zapf wieder in Schlagdistanz.

Wenig später hatte Anne Müller vom Kreis unter heftigster Bedrängung von Susann Müller den Anschlusstreffer zum 17:18 erzielt. Den möglichen Ausgleich durch Anna Loerper verhinderte aber dann Katja Schülke. In der 42. Minute dann ein weiterer Rückschlag für die Elfen. Heike Ahlgrimm hatte sich bei Röslers Torwurf zum 17:19 in der Abwehr verletzt und musste verletzt raus. Penda Bönighausen übernahm den Part in der Abwehr und ließ gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen die HCL-Offensive verzweifeln. Als die Rückraumschützin auch vorne zum 21:20 (45.) getroffen hatte, musste Heine Jensen sein Team in einer Auszeit neu einstellen.

Die Sächsinnen beendeten ihre Schwächephase und zogen dank zweier Paraden von Katja Schülke gar selbst wieder auf zwei Tore (21:23) davon. Bei diesem knappen Vorsprung sollte es in der Folgezeit auch bleiben und die Elfen verloren mit 26:28.

 


 

Stimmen zum Spiel:

Heine Jensen (Leipzig): In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert, in der zweiten ist Leverkusen dann richtig stark zurück. Wir haben nun zwei Tore Vorsprung, aber das Thema ist noch lange nicht erledigt. Wir müssen nun direkt beginnen uns auf Sonntag vorzubereiten.

Renate Wolf (Leverkusen): Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. Wir haben uns viel vorgenommen, aber außer bei Heike Ahlgrimm fehlte bei jedem etwas. Wir hatten zu viel Respekt vor dem Gegner und haben mit zu wenig Tempo gespielt. In der zweiten Halbzheit war das dann eine ganz andere Mannschaft. Wir haben weniger Tore zugelassen und sind dann auch endlich zu unserem Tempospiel gekommen. Ich bin guter Hoffnung. Wir haben in Leipzig immer gut ausgesehen. Wichtig wird sein, dass wir dann wieder Tore aus der Distanz werfen.

TSV Bayer 04 Leverkusen – HC Leipzig 26:28 (10:16)

Leverkusen: Woltering, Glaser, Knipprath
Byl, Zapf 4, Garcia 2, A. Müller 3, Loerper 4, Bönighausen 1, Glankovicova 1, Schückler, Ahlgrimm 6, Steinbach 1/1, Engel 4/3

Leipzig: Schülke, Plöger
Ommundsen 10/8, Holmgren 3, Ulbricht 1, Augsburg 1, Daniels, Eriksson, Schulze, Kudlacz 5, Rösler 3, Wiren, S. Müller 5

Strafminuten: 8/8
Siebenmeter: 4/6 ; 8/8
Zuschauer: 2000
Zuschauer: Methe/Methe


Autor: Christian Stein