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Deutschland erkämpft Platz 7, Russland und Norwegen im Finale

Die beiden Mannschaften, die den Frauenhandball in den letzten Jahren beherrschten, bestreiten nun auch das Finale der U20-Weltmeisterschaft. Überraschend nur auf den ersten Blick, dass die beiden Gruppenzweiten der Hauptrunde den Sprung ins Endspiel schafften. Norwegens überragende Spielerin im Semifinale war Nora Mörk, Stammspielerin beim norwegischen Meister Larvik HK und im letzten Jahr im Halbfinale der Champions League. Auch Russlands beste Spielerin, Tatiana Khmyrova hat schon ihre ersten Meriten im Seniorenbereich eingefahren, als sie im Dezember mit der A-Nationalmannschaft als Stammspielerin Weltmeisterin wurde.

„Wir haben eine ganz große Moral gezeigt und uns das Spiel zurückgeholt”, sagte Bundestrainer Andreas Schwabe nach dem versöhnlichen siebten Platz gegenüber dhb.de. „Man hat beiden Mannschaften die große physische Belastung der vergangenen Tage angemerkt. Auch von unserer Bank kam eine große moralische Unterstützung. Marlene Zapf war überragend und hat die Truppe nach vorn gepeitscht.” Auch Deutschlands Toptorschützin (57 Tore) hat sich in der vergangenen Saison beim deutschen Pokalsieger Bayer Leverkusen zur festen Größe entwickelt.

Die Enttäuschung war im DHB-Lager groß gewesen, nachdem man zuvor durch selbst verschuldete Niederlagen gegen Korea und die Niederlande die mögliche Halbfinalteilnahme verpasst hatte. „Wir alle freuen uns nach drei Wochen Asien schon unheimlich auf zu Hause. Zuerst haben wir hier aber noch ein vernünftiges Spiel abzuliefern“, erklärte Penda Bönighausen vor dem Spiel um Platz 7 gegen Schweden.

Die DHB-Auswahl erwischte einen guten Start in die Partie. Vorne war vor allem Marlene Zapf nicht zu stoppen, die Leverkusenerin erzielte bereits im ersten Spielabschnitt sechs Treffer. Die DHB-Auswahl war bereits nach 17 Minuten auf vier Tore (11:7) enteilt, vermochte sich ab nicht weiter abzusetzen. Stattdessen drehten die Skandinavierinnen mit einem 6:1-Lauf in den letzten acht Minuten die Partie, ehe Luisa Schulze zum 16:16 Pausenstand traf.

Die zweite Halbzeit schien zunächst ein Spiegelbild des ersten Durchgangs zu werden. Deutschland legte vor und setzte sich durch Tore von Schirmer und Großmann auf 22:20 (37.) ab. Es folgte aber erneut eine Schwächephase, die wie schon in den beiden letzten Partien das deutsche Team um den Lohn der zuvor erbrachten Leistung zu bringen schien. Schweden hatte nach vier Toren in Folge beim 27:25 die Führung übernommen, in den letzten zehn Minuten konnte nun aber vor allem Caroline Schmele (Metz) mit drei Toren zum 30:28 (58.) vorbehalten. Die Entscheidung war dann Marlene Zapf, die sich bei ihrem zehnten Tor energisch durch die schwedische Deckung tankte und eine halbe Minute vor dem Ende zum 31:29 traf, Hanna Fogelström gelang vom rechten Flügel lediglich der 30:31-Endstand.

Deutschland - Schweden 31:30 (16:16)

Deutschland: Glaser, Kurzke, Kockler
Zapf (10/3), Schulze, Hildebrand, Müller (2), Grossmann (5), Schirmer (2), Bönighausen (2), Preis, Schmele (3), Fischer, Naidzinavicius (3), Wenzl (1), Leppert

Der Traum vom ersten Gold ist zerplatzt. Als letztes Team büßte Gastgeber Korea ausgerechnet im Halbfinale gegen Russland seine weiße Weste ein. Im neunten Spiel des Turniers kassierten die Asiatinnen, für die einmal mehr die A-Nationalspielerinnen Eun-Bi Lee und Eun-Hee Ryu (je 8) die meisten Tore erzielten, die erste Niederlage. Tränen über das Halbfinalaus auf koreanischer Seite, Freudentänze hingegen bei der Sbornaja, die in der zehnfachen Torschützen Tatiana Khmyrova, sowie Keeperin Marina Basarab (40 % gehaltene Bälle) ihre entscheidenden Spielerinnen hatte.