HBF

 

WM 2017

Aktion Goldtore

Banner

 

Förderer der Aktion Goldtore 

 Die Werkselfen als App

Newsletter

Wildcats

 

SEAT

 

Handballwoche zur Lage der Elfen

Auch der deutlich verringerte Etat kann den Ehrgeiz von Renate Wolf nicht zu stark beeinflussen. „Wir wollen wieder die Play-offs um die Meisterschaft erreichen, im DHB-Pokal möglichst viele Runden überstehen und außerdem eine gute Rolle im internationalen Wettbewerb spielen“, gibt sich die Trainerin von Pokalsieger TSV Bayer 04 Leverkusen für die bevorstehende Saison trotz einer vergleichsweise bescheidenen Finanzlage zuversichtlich.

Seit genau zwei Wochen läuft die gewohnt intensive Vorbereitungsphase, nach den konditionellen Grundlagen im Juli dürfen die „Elfen“ ab August dann auch in zahlreichen Tests endlich zu ihrem Spielgerät greifen. Zur ersten Standortbestimmung dient dabei der „Stelioplast-Cup“ in Wittlich, bei dem auf die Bayer-Damen in der Vorrunde der spanische Meister SD Itxako sowie die HSG Blomberg mit der früheren Leverkuserin Nadine Krause warten.

„Die Mädels ziehen bislang gut mit und sind konzentriert bei der Sache. Auf vielen Positionen besteht eine echte Konkurrenzsituation, so dass sich jede Spielerin im Training aufdrängen muss“, betont die frühere Weltklasse-Kreisläuferin Wolf, die vor allem drei Neuzugänge in das zuletzt erfolgreiche System beim amtierenden Pokalsieger integrieren möchte. Neben Rückkehrerin Anne Krüger (Blomberg) für die Außenposition ruhen große Hoffnungen auf den beiden Ex-Triererinnen Anne Jochin im Rückraum und die Südtirolerin Steffi Egger (Kreis). „Auf Anne Jochin hatte ich schon seit einiger Zeit ein Auge geworfen. Sie soll neben Anna Loerper die Spielmacher-Rolle übernehmen, deshalb muss ich bei ihr das gesamte Potenzial rasch herauskitzeln“, meint die 53-jährige Wolf.

Aus dem mittlerweile aufgelösten „Future Team“ in Leverkusen haben sich Kathrin Hambitzer (Außen) und Leonie Huckenbeck nach ihrem jeweils letzten Regionalliga-Jahr für höhere Aufgaben empfohlen. Mit einem Doppel-Spielrecht sind außerdem die beiden 19 Jahre alten Talente Felicia Idelberger und Stefanie Schriever ausgestattet. Nicht mehr das TSV-Trikot tragen dagegen Heike Ahlgrimm (Karriereende), Nationalspielerin Anne Müller (Leipzig), die Österreicherin Katrin Engel, Sara Walzik (beide Erfurt), Claudia Schückler sowie Torhüterin Lena Knipprath: „Eine dritte Torfrau war leider im Budget nicht mehr drin“, sagt Wolf mit ehrlichem Bedauern.

Derzeit kann die Trainerin allerdings noch nicht mit dem kompletten „Elfen“-Kader arbeiten, da das Nachwuchs-Trio Marlene Zapf, Penda Bönighausen sowie Torfrau Laura Glaser derzeit mit der deutschen Auswahl an der „U 20“-WM in Südkorea teilnimmt: „Wenn sie verletzungsfrei bleibt, erhoffe ich mir gerade von Penda in der neuen Saison eine deutlich stärkere Rolle in unserem Team. Marlene hat bereits in der letzten Saison ihr Potential aufgezeigt und Laura Glaser wird ebenfalls ihren Weg bei uns gehen!“

Auf dem Weg in die Champions League müssen die Leverkusenerinnen übrigens eine schwere Hürde meistern: Beim Vierer-Qualifikationsturnier Mitte September mit den Kontrahenten HC Smart Kriwoj Rog (Ukraine), Randers HK (Dänemark) sowie Milli Piyango (Türkei) kommt nur der Gruppensieger weiter - anderenfalls ist ein Platz im EHF-Pokalwettbewerb gesichert.
Autor: Frank-Michael Rall Originaltext