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Elfen müssen sich knapp geschlagen geben, Steinbach verlängert

„Es ist wichtig, dass die Mitte und der Kreis viel Platz für mich schaffen und wir haben mit Steffi Egger eine richtig gute Kreisläuferin, die den Platz für mich freischirmt und dann habe ich so gut wie freie Bahn“, wollte die mit 10 Toren erfolgreichste Torschützin nicht nur alleine die Lorbeeren für ihre gute Leistung einheimsen.

Die Rückraumspielerin sorgte dann auch trotz der am Ende unglücklichen 26:27-Niederlage gegen den HC Leipzig für freudige Gesichter der 1.100 Zuschauer in der Smidt ARENA. „Ich habe mich entschieden auch in den nächsten zwei Jahren in Leverkusen zu bleiben.“

Die Partie war das erwartete Duell auf Augenhöhe, große Vorteile sollte sich im Laufe der Partie keine Mannschaft erarbeiten. Die Führung sollte in der Partie gleich mehrfach hin und her wechseln, wenngleich die Gäste insgesamt über weite Strecken den Spielstand vorlegen sollten. Von Beginn an waren die Elfen da, die Angriffe wurden diszipliniert ausgespielt und auch die Abwehr und Clara Woltering sollten sich früh auszeichnen können. Leipzig brauchte rund vier Minuten um in Fahrt zu kommen. Mit einem Schlagwurf von Kudlacz und einer ersten Parade von Schülke kam der HCL ins Rollen.

Dass Leipzig in der gesamten Partie nie weiter als drei Tore Vorsprung sich erarbeiten sollte, das lag dann vor allem an Laura Steinbach, die nicht zur beim 3:5 und dem 8:10 sondern kurz vor der Pause auch mit einem Doppelpack den 12:13-Pausenstand herstellte. Auch Denisa Glankovicova übernahm viel Verantwortung und erwies sich treffsicher. Bis zum 16:16 (37.) hatten beide Spielerinnen bereits jeweils siebenmal getroffen. Renate Wolf versuchte das Offensivspiel der Gäste mit einer kurzen Deckung gegen Kudlacz zu unterbinden, doch Leipzig sollte auch auf diesen Schachzug die richtigen Lösungen finden.

Mit seinem Rückzugsverhalten und der Qualität im eigenen Gegenstoßspiel demonstrierten die Gäste, warum sie es einmal mehr unter die acht besten Mannschaften in Europa geschafft hatten. Doch die Elfen steckten zu keinem Zeitpunkt auf, kämpften einmal mehr gegen den eintretenden Substanzverlust bravourös an. Da Anna Loerper weiterhin verletzt zuschauen musste, übernahm Garcia als Entlastung für Jochin die Spielgestaltung. Einmal mehr konnte Steinbach mit dem Treffer zum 22:23 in Unterzahl eine Vorentscheidung verhindern und auch beim 25:25 noch mal ausgleichen.

Leipzig wankte, fiel aber nicht. Lyksborg und Augsburg trafen von den Flügelpositionen ebenso wie Marlene Zapf. Doch in der Schlussminute ließ Leipzig sich die Führung nicht mehr nehmen, zerstörte die Angriffsbemühungen der Elfen schon im Ansatz und ließ nur noch einen direkt auszuführenden Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit zu. Diesen blockte dann die Abwehrmauer und sorgte so für Jubel beim Gästeanhang.

„Gefühlt wäre ein Unentschieden vielleicht etwas gerechter gewesen. Mein Mannschaft hat gut gekämpft und alles gegeben. Im Vergleich zum Hinspiel sind wir ein ganzes Stück weiter“, war Renate Wolf trotz der Niederlage sichtlich zufrieden mit der Vorstellung ihrer Schützlinge. „Es sind gegen Leverkusen immer enge Spiele. Ich bin froh, dass wir am Ende Laura nicht zum Wurf aus dem Feld kommen lassen“, freute sich Heine Jensen. „Das hätte auch anders herum ausgehen können“, gestand Anne Müller, die erstmals in Leverkusen auf der Gästeseite auflief.

TSV BAYER 04 LEVERKUSEN – HC LEIPZIG 26:27 (12:13)

Leverkusen: Glaser, Woltering
Byl 2, Zapf 2, Egger 2, Hambitzer, Krüger, Garcia 2, Bönighausen, Glankovicova 8/4, Schriever, Steinbach 10, Jochin

Leipzig: Schülke, Plöger
Lyksborg 6, Augsburg 4, Daniels 6/3, Hellriegel, Eriksson, Schulze, Kudlacz 4/2, Rösler 6/1, Müller 1, Kiedrowski

Siebenmeter: 4/6, 6/9
Strafminuten: 2/6
Zuschauer: 1.100


Autor: Christian Stein