HBF

 

WM 2017

Aktion Goldtore

Banner

 

Förderer der Aktion Goldtore 

 Die Werkselfen als App

Newsletter

Wildcats

 

SEAT

 

"Ein attraktives und spannendes Spiel" - Elfen mit Sieg gegen den FHC

„Ich bin einfach etwas später als sonst losgesprungen“, blickte Penda Bönighausen nach der Partie auf den Beginn der zweiten Halbzeit zurück.

Ein ums andere Mal wollte Franziska Mietzner hochsteigen und im blieb dann doch im Block der Rückraumspielerin hängen. „Wir waren durch Zeitstrafen schon vorbelastet und wollten etwas defensiver stehen in der Hoffnung, dass Franziska Mietzner nicht ganz so gut trifft. Das war ein schmaler Grat, aber der ist uns über weite Strecken gut gelungen“, analysierte Elfen-Trainerin Renate Wolf die Phase nach dem Wiederanpfiff, in dem Frankfurt außer einem Gegenstoß von Mandy Hering acht Minuten lang kein Treffer gelingen sollte. Die Elfen zogen vom 15:12-Pausenstand, auf 20:13 davon und hatten den Grundstein zwölften Saisonsieg, der am Ende doch mit 26:24 recht knapp ausfiel, gelegt.

„Es war über weite Strecken ein spannendes und attraktives Spiel und das ist ja genau das, was wir sehen wollen“, so FHC-Trainer Dietmar Schmidt. Seine Mannschaft hatte den besseren Start erwischt und legte angeführt von Christine Beier und Franziska Mietzner den Spielstand zunächst vor. Doch Clara Woltering sollte dann die ersten Impulse setzen. Die Paraden der Handballerin des Jahres ermöglichten den Elfen die Partie mit vier Toren zum 7:5 (12.) an sich zu reißen. Gegen ihren ehemaligen Verein zog Anne Jochin geschickt die Fäden im Angriffsspiel und brachte gemeinsam mit Denisa Glankovicova und Lyn Byl immer wieder Laura Steinbach oder Marlene Zapf erfolgreich in eine gute Wurfposition.

Doch der FHC ließ sich nicht entscheidend distanzieren. Mehr als drei Tore, wie beim 11:8 (20.), gerieten die Brandenburgerinnen nicht in Rückstand. Ein weiterer Knackpunkt war dann die 25. Minute. Binnen weniger Sekunden wurde der Innenblock mit Zeitstrafen gegen Bönighausen und Byl gesprengt. Doch mit lediglich vier helfenden Abwehrspielerinnen ausgestattet konnte Clara Woltering sich mit zwei wichtigen Paraden auszeichnen und im Angriff kam Denisa Glankovicova frei zum Wurf und traf zum 13:10. „Da hat der FHC den Fehler gemacht und zu früh den Abschluss gesucht und meine Mädels haben dann einen Schub bekommen.“ Bis zur Halbzeit konnten die Oderstädterinnen erfolgreich auf Distanz gehalten werden, nach dem Seitenwechsel folgte die entscheidende Phase mit Abwehrblöcken für das Handballlehrbuch in Serie.

Die Elfen waren auf 20:13 enteilt, Dietmar Schmidt musste die Reißlinie ziehen und sein Team in einer Auszeit neu einstellen. Doch zunächst wuchs der Vorsprung noch einmal auf acht Tore (22:14) an und Renate Wolf begann nun nach und nach der einen oder anderen Stammspielerin eine Verschnaufpause zu gönnen. Frankfurt gab sich nicht auf und nutzte nun die Abschlussschwächen der Elfen, um sich Tor um Tor heranzukämpfen. „Da kam ein Bruch in unser Spiel und wir haben dann Standhandball gespielt“, so Renate Wolf. „Hut ab, wie sich meine Mannschaft noch einmal herangekämpft hat“, sah Dietmar Schmidt zumindest das Positive in der Schlussphase. Franziska Mietzner nahm noch einmal Fahrt auf, erzielte sechs ihrer zehn Tore erst in den letzten zehn Minuten, als der FHC von 23:16 auf zwei Tore (26:24) verkürzen konnte.

„Die Niederlage müssen wir aufgrund der schwachen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit akzeptieren“, so Schmidt. Auch Renate Wolf musste trotz des scheinbar komfortablen Vorsprungs noch einmal zittern und nahm vier Minuten vor Schluss nach Eickhoffs Treffer zum 24:21 noch einmal eine Auszeit. „Ich wollte in der Schlussphase dann auch kein Risiko mehr eingehen. Mit drei Toren ist im Handball zu diesem Zeitpunkt ein Spiel noch lange nicht entschieden“, so Wolf. Die Elfen suchten nun über den Kreis die Entscheidung, die Steffi Egger mit den Toren zum 25:21 und 26:22 sicherstellen sollte. Laura Steinbach (7/1) und Marlene Zapf (6/2) erzielten die meisten Tore auf Seiten der Elfen, während beim FHC neben Mietzner Nationalspielerin Mandy Hering (5) am häufigsten traf.

TSV Bayer 04 Leverkusen - FHC Frankfurt/Oder 26:24 (15:12)

Leverkusen: Glaser, Woltering
Byl 3, Zapf 6/2, Egger 4, Hambitzer, Krüger, Garcia 2, Bönighausen, Glankovicova 1, Schriever, Steinbach 7/1, Jochin 3

Frankfurt/Oder: Herrmann, Burrekers
Nega, Mietzner 10/3, Schneider, Wegner 1, Preis, Hering 5, Eickhoff 3, Gubernatis 2, Scheidemann, Kramer, Beier 3, Haase

Strafminuten: 6/10
Siebenmeter: 3/5 ; 3/4
Schiedsrichter: Moles/Pittner
Zuschauer: 950


Autor: Christian Stein