HBF

 

WM 2017

Aktion Goldtore

Banner

 

Förderer der Aktion Goldtore 

 Die Werkselfen als App

Newsletter

Wildcats

 

SEAT

 

Elfen nach Niederlage Vierter - Kinlend und Huckenbeck mit ersten Bundesligatoren

Trotz der 27:30-Niederlage beim VfL Oldenburg und dem damit verbundenen vierten Rang nach der Hauptrunde waren die Elfen nicht unzufrieden.

Neben den fünf verletzten Spielerinnen war auch Anna Loerper von einem grippalen Infekt geschwächt in die Partie gegangen – die knappe Niederlage gegen den voll besetzten Halbfinalisten im EHF-Pokal aller Ehren wert. Angie Geschke (7) war die erfolgreichste Oldenburger Torschützin, bei den Elfen, die eine starke Clara Woltering (20 Paraden) als Rückhalt im Tor hatten, trafen drei Spielerinnen je fünfmal, Leonie Huckenbeck und Prudence Kinlend konnten ihre ersten Bundesligatore erzielen.

„Der Sieg geht in Ordnung. Wie man sehen konnte, haben wir ohne gelernte Kreisläuferin und ohne Linksaußen gespielt. Dafür haben wir uns hier gut präsentiert“, fasste Renate Wolf die Partie zusammen. „Wir haben gegen eine super Mannschaft gewonnen. Ich bin zufrieden, aber auch überrascht. Wir haben in den letzten Tagen mehr geredet, als trainiert“, so VfL Trainer Leszkek Krowicki. Bei den Niedersächsinnen bestimmen nach der Insolvenz des Hauptsponsors Beluga-Shipping mehr die Zukunftsängste, als die Hoffnungen auf zwei mögliche Titel den Alltag. „Wenn Oldenburg nicht mehr in der Bundesliga spielt, dann wäre das eine Katastrophe für den Frauenhandball“, so Renate Wolf über den Traditionsverein, der immer im Rahmen seiner Möglichkeiten gewirtschaftet hat.

Dank einer starken Clara Woltering, die auch gleich den ersten Strafwurf von Abbingh parierte, und der nötigen Disziplin im Angriff erwischten die Elfen einen guten Start in die Partie und führten schnell mit 4:0. Erst mit der kurzen Deckung gegen Laura Steinbach streuten die Hausherrinnen ein wenig Sand ins Offensivgetriebe der Elfen. Der VfL fand seine Sicherheit wieder erkämpfte sich die Führung und beim Stand von 8:6 (14.) griff Renate Wolf zur grünen Karte. „Wir haben nach gutem Start dann den Faden verloren“, bekannte Laura Steinbach.

Die Elfen mussten gegen die nun gut stehende VfL-Abwehr andere Lösungsmöglichkeiten entwickeln und gleich nach der Auszeit konnte Prudence Kinlend von der ungewohnten Linksaußenposition mit dem Anschlusstreffer ein Zeichen setzen. Oldenburg kontrollierte zwar nun den Spielstand, doch die Elfen hielten dagegen und wollten mit einem Auswärtserfolg den dritten Rang verteidigen. „Wir haben versucht das Beste draus zu machen“, so Anne Jochin.

Zur Pause besaßen die Elfen beim einem Rückstand von zwei Toren (14:16) noch alle Chancen, nach dem Seitenwechsel setzte dann Tatiana Surkova mit einem parierten Loerper-Strafwurf, der das 17:17-Ausgleich verhinderte, einen wichtigen Impuls für den VfL. Denn im Anschluss folgte eine kurze Schwächephase der Elfen, Oldenburg setzte sich auf 20:16 ab und steuerte spätestens nach Geschkes Treffer zum 23:17 (43.) dem Heimerfolg entgegen. „Für diese zwischenzeitlichen Einbrüche habe ich noch keine Erklärung“, so Anne Jochin im Anschluss an die Partie. Die Mannschaft von Renate Wolf ließ aber die Köpfe nicht hängen und konnte in der Schlussphase noch einmal verkürzen. „Angesichts unserer kleinen Bank heute, müssen wir mit der knappen Niederlage zufrieden sein“, so Laura Steinbach.

Durch die Ergebnisse des 22. Spieltags treffen sich beide Teams im nun anstehenden Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft wieder. Das Hinspiel findet nächste Woche Sonntag (03. April, 16:30 Uhr) in Oldenburg statt. Zum Rückspiel kommt es aufgrund der internationalen Verpflichtungen der Niedersächsinnen bereits am darauf folgenden Mittwoch (06. April, 19:30 Uhr) in der Smidt ARENA. Wie schon gegen Göppingen setzen die Elfen auf ihr stimmungsvolles Publikum und rufen erneut zur Aktion Rot auf. Jeder Zuschauer mit einem roten Oberteil erhält die Karte zum reduzierten Eintrittspreis von 7 Euro (regulär 10 Euro). Die gleiche Ermäßigung gilt auch für die Dauerkartenbesitzer gegen Vorlage ihrer Hauptrundenkarte.

VFL OLDENBURG – TSV BAYER 04 LEVERKUSEN 30:27 (16:14)

Oldenburg: Renner, Surkova
Badenhop 2, Stefansdottir 2, Birke 3, Hetmanek 1, Schirmer, Wenzl 2, Abbingh 4, van der Heijden 5, Kethorn, Neuendorf, Geschke 7, Jakubisova 4
Leverkusen: Glaser, Woltering
Hambitzer 1, Loerper 5/1, Glankovicova 5, Huckenbeck 2, Kinlend 2, Steinbach 3, Jochin 5/1

Strafminuten: 6/8
Siebenmeter: 1/3 ; 2/3
Zuschauer: 850
Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic

Autor: Christian Stein