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Heimniederlage gegen Oldenburg bedeutet Meisterschaftsaus

Die Saison ist für die Elfen vorbei. Nach einer 24:27-Niederlage vor heimischer Kulisse gegen den VfL Oldenburg ereilte die Bayer Handballerinnen in der ersten Play-off-Runde das Aus.

 

Mit 54:53 in der Gesamtaddition setzten sich die Niedersächsinnen in diesem Vergleich durch, das Polster aus dem 29:27-Hinspielsieg hatte nicht Bestand. Oldenburg trifft nun im Halbfinale auf den Sieger der Partie zwischen dem Thüringer HC und der HSG Blomberg-Lippe. Das Ergebnis gilt jedoch nur unter Vorbehalt, denn die Elfen haben aufgrund der letzten Aktion der Partie einen Einspruch gegen die Spielwertung angekündigt.

Die letzte Szene der Partie, sie sorgte für Diskussionsstoff. Unter Passivwarnzeichen musste Laura van der Heijden abschließen, Clara Woltering parierte und Marlene Zapf war zum Gegenstoß bereit. Oldenburgs Torfrau Tatiana Surkova setzte alles auf eine Karte, kam der Flügelspielerin entgegen, doch Zapf konnte reaktionsschnell noch den gesundheitsgefährdenden Zusammenstoß verhindern und versuchte den Ball ins verwaiste Tor zu werfen. Angie Geschke eilte herbei, sprang in den Wurfkreis hinein und parierte ins Toraus. Angesichts der Dramatik dieses hochklassigen Vergleiches gab es auf der Oldenburger Bank kein Halten mehr, diese stürmte auf das Parkett. Ob „zu früh gejubelt wurde“, das muss nun im Nachgang geklärt werden.

Doch Trainerin Renate Wolf wollte auf der Pressekonferenz nach der Partie dieses Duell zweier Topmannschaften auf Augenhöhe nicht auf diese Szene reduziert wissen, haderte mehr mit der Gesamtleistung ihres Teams. „Die letzte Szene gilt es aufzuarbeiten, aber wir haben sowohl in der Defensive, wie in der Offensive Szenen gehabt, wo man nachher in den Spiegel schaut und sagen muss ‚Wir sind selber schuld.’“, so Wolf, die erläutert: „Wir sind von Beginn an nicht ins Spiel gekommen – in der Defensive gab es Absprachefehler und keine Aggressivität, wie sich das für eine Bundesligamannschaft gehört. Vorne haben wir ohne den nötigen Druck gespielt und nicht wie gewohnt unsere Chancen genutzt.“

Entsprechend zufrieden war Leszek Krowicki. „Wenn man den Spielverlauf betrachtet, dann waren wir ständig vorne. Insofern glaube ich, dass wir verdient gewonnen haben.“ Eine gut aufgelegte Tatiana Surkova, eine starke Abwehr, aber auch einmal der rettende Pfosten sorgten dafür, dass Oldenburg bereits nach fünf Minuten die Chance hatte in der Gesamtaddition vorzulegen. Doch Clara Woltering, die zuvor schon einmal bei einem Gegenstoß von Angie Geschke sensationell pariert hatte, konnte auch von Lois Abbingh von der Siebenmeterlinie nicht bezwungen werden. Laura Steinbach mit dem Hammer aus dem Rückraum und nach Stürmerfoul van der Heijdens auch Anna Loerper stellten schnell den 3:3-Ausgleich her.

Die Anfangsphase stellte einmal mehr unter Beweis, was das Hinspiel bereits gezeigt hat. In diesem Duell auf Augenhöhe werden Nachlässigkeiten in der Konzentration des Gegners werden von beiden Teams konsequent bestraft. Der VfL legte dabei zunächst weiter vor, die Elfen kämpften verbissen darum ihr Polster aus dem 29:27-Auswärtserfolg zu verteidigen. Hatte Kenneth Jensen, Trainer von Oldenburgs Europapokalgegner FC Midtjylland, den ersten Vergleich noch als „keine dankbare Partie für die Torfrauen“ bezeichnet, so drückten heute Surkova und Woltering dem Spiel ganz klar ihren Stempel auf.