HBF

 

WM 2017

Aktion Goldtore

Banner

 

Förderer der Aktion Goldtore 

 Die Werkselfen als App

Newsletter

Wildcats

 

SEAT

 

Elfen nach Niederlage gegen Holstebro ausgeschieden

Akku schwach – bitte aufladen! Die Nachricht, die so manches Mobiltelefon gerne von sich gibt, war auch dem kleinen Kader der Elfen nach den anstrengenden letzten Wochen förmlich ins Gesicht geschrieben. So wurde es nichts mit der erhofften Aufholjagd und es heißt Abschied nehmen vom internationalen Parkett. Es war ein Tag, bei dem bei Holstebro viel und bei den Elfen eben nur wenig klappte. Symptomatisch die Schlussminute. Holstebros Spielmacherin Kristina Kristiansen verwandelt mit einer Pirouette den Strafwurf zum 26:27, während Anna Loerper ihre Siebenmeterchance zum möglichen Remis nach dem Schlusspfiff an die Latte setzte. „Bei vielen hat heute einfach die geistige Frisch und damit auch die nötige Konzentration gefehlt“, erklärte Elfen-Trainerin Renate Wolf nach dem Spiel.

Schon früh war klar, dass es heute einer enormen Kraftanstrengung bedürfte, um doch noch den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. Bereits nach zehn Minuten musste Trainerin Renate Wolf beim Stand von 1:6 eine Auszeit nehmen. Die Abstimmung in der Abwehr stimmte nicht, auch bedingt durch die Ausfälle unter der Woche der beiden Mittelblockspielerinnen Penda Bönighausen und Lyn Byl. Und im Angriff scheiterte man oft an der gut aufgelegten Sandra Toft. Lediglich einmal hatte sich Anna Loerper stark mit einer Eins-gegen-Eins-Situation an den Kreis durchgearbeitet und zum zwischenzeitlichen 1:3 getroffen. Doch in den verbleibenden 50 Minuten galt es nun schon in der Gesamtaddition bereits zehn Tore aufzuholen.

Clara Woltering hatte schon früh mit einigen gehaltenen freien Bällen einen noch größeren Rückstand verhindert und sollte auch im weiteren Spielverlauf mit ihren Paraden die Elfen im Spiel halten. Hinzu gesellten sich neben Loerper dann auch die nach gut einer Viertelstunde auf den rechten Flügel ausgewichene Lyn Byl sowie Kreisläuferin Stefanie Egger. Um jedoch der Partie eine Wendung geben zu können war aber die Fehlerquote zu hoch. Je 23 Fehlwürfe und 23 technische Fehler in der Vorwärtsbewegung hatte Renate Wolf nach der Partie bei ihren Schützlingen ausgemacht. „Da kann man ein Spiel nicht mit dem notwendigen Vorsprung gewinnen“, so die Elfentrainerin im Anschluss an die Partie.

Nach 18 Minuten stellte Wolf die Deckungsformation um. Elli Garcia kümmerte sich fortan mit einer Sonderbewachung um Spielmacherin Kristina Kristiansen. Aus dem 5:11 kämpfte man sich zumindest nun schon einmal bis auf drei Tore heran, doch mehr gelang nicht. Beim Stand von 11:14 wurden die Seiten gewechselt und zu Beginn des zweiten Durchgangs trafen Steinbach und Byl zum Anschlusstreffer. Aber Holstebro konnte sich immer wieder im richtigen Moment Luft zu schaffen. Die Aufholjagd wurde zur Sisyphos-Arbeit, kaum war man Auf Augenhöhe mit den Däninnen angekommen, konnten diese sich wieder ein kleines Polster erspielen. Ob Zapf beim Gegenstoß in Unterzahl zum 15:16 oder Steinbach mit einem Dreierpack in Serie zum 19:19.

Immer wenn die Partie zu kippen drohte, leisteten sich die Elfen überhastete Fehler und gerieten erneut in Rückstand. So dann auch in der Schlussminute, als Egger und Loerper noch einmal zum 26:26 ausglichen, aber Holstebro doch noch der Sieg gelang. „Wir haben beide Spiele verloren. Das bedeutet, dass die bessere Mannschaft weitergekommen ist“, fasst Renate Wolf den Vergleich zusammen. Nun heißt es am kommenden Mittwoch noch ein letztes Mal auf die Zähne beißen, bevor es in die EM-Pause geht. Gegner ist dann der VfL Oldenburg und unter allen zahlenden Zuschauern werden dann zwei „beautiful-sports-Kalender“ für das kommende Jahr verlost, die zu Gunsten des Projektes aclive auch in der Halle verkauft wird.

 

TSV Bayer 04 Leverkusen – Team Tvis Holstebro 26:27 (11:14)

Leverkusen: Woltering, Glaser
Byl 5, Zapf 2, Idelberger, Egger 4, Hambitzer, Garcia 2, Loerper 7/4, Bönighausen, Schriever, Steinbach 5, Jochin 1

Holstebro: Toft, Kongsgaard
Nielsen, Pedersen, Chemnitz, Gustafsson, Zeigermann 3, Jonsdottir 1, Seest 1, Gravholt 4, Groot 5, Östergaard, Nörgaard 9/4, Kristiansen 4/1

Strafminuten 4/6
Siebenmeter: 4/6 ; 5/5
Schiedsrichter: Skruzny (CZE)/Kavulic (SVK)
EHF-Delegierte: Mitrunen (FIN)
Zuschauer: 650


Autor: Christian Stein