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Gegen Miezen Schwung aufnehmen und Selbstvertrauen tanken für den Hammermonat

Die Nationalmannschaftspause ist vorüber, mit einem Heimspiel gegen die DJK/MJC Trier starten die Bayer Handballerinnen als aktueller Tabellendritter in die Rückrunde. Anwurf in der Smidt-ARENA ist am Mittwochabend um 19.30 Uhr und die Elfen werden dabei unterstützt von den Teilnehmern am Leverkusener Handballcamp, das in dieser Woche durchgeführt wird.

Es ist eine schwierige Spielzeit für die Trierer Miezen. Der Meister von 2003 hat seinen Etat stark nach unten gefahren und versucht mit einem kleinen Kader die Klasse zu halten. Vom Ziel möglichst vorzeitig mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, ist man angesichts eines einzigen Saisonsieges weit entfernt. Zumal die Konkurrenz durchaus punkten konnte. Der Rückstand auf den zehnten Platz beträgt schon bedrohliche fünf Zähler. Eine schlechtere Bilanz kann nur Aufsteiger BBM Bietigheim aufweisen.

Dem Kader von Thomas Happe fehlt vor allem die Breite und auch nach dem Abgang von Anne Jochin eine gelernte Spielmacherin im zentralen Rückraum. Dort zieht mit Silvia Solic eine gelernte Kreisläuferin die Fäden. Zu selten entstehen so Lücken für Willemijn Karsten oder Jelena Popovic oder gelingen an den Kreis Anspiele zu Tessa Cocx. Auf der Außenbahn sind zwar mit Megane Vallet und Jana Arnosova in der ersten Sieben bundesligaerfahrene Spielerinnen, doch auch von dort wird zu wenig Torgefahr ausgestrahlt.

„Es war immer klar, dass es mit dem kleinen Kader, den uns die finanzielle Decke nunmal erlaubt, zu einer solchen Situation kommen kann, weil es schlichtweg seine Zeit braucht, Nachwuchsspielerinnen in eine Position zu bringen, in der sie in einem Bundesligaspiel den erfahrenen Kräften die nötigen Ruhepausen geben und gegebenenfalls auch eine einen schwachen Tag einer Leistungsträgerin ersetzen können“, erklärt Thomas Happe, der natürlich gerne schon den einen oder anderen Zähler mehr auf dem Konto hätte. „Es wäre völlig falsch, uns bei dieser Tabellensituation auf dem absolut richtigen Weg zu sehen. Ganz sicher haben wir zum jetzigen Zeitpunkt einen anderen Leistungsstand eingeplant.“

253 Tore haben die Moselstädterinnen nach zehn absolvierten Partien erzielt. 22 Tore weniger als Schlusslicht Bietigheim und rund 40 Tore weniger als die dann folgenden Teams. Allerdings steht für die Miezen noch ein Nachholspiel aus, doch Meister Leipzig verfügt über alles andere als eine löchrige Abwehr. „Wenn wir konzentriert weiterarbeiten und unbedingten Willen zeigen, können wir die nötigen Punkte holen. Es ist jetzt Halbzeit in der Saison und wir haben es noch immer selbst in der Hand“, erklärt der Silbermedaillengewinner von 1984, der insgeheim auf einen Überraschungscoup in Leverkusen hofft.

„Wir müssen von Beginn an konzentriert agieren und dürfen uns keine Nachlässigkeiten erlauben. Wir wollen nach der Pause wieder gut in Tritt kommen und auch Selbstvertrauen tanken, denn im Januar kommt dann ein Knallerspiel nach dem anderen“, gibt Renate Wolf die Marschrichtung vor und fordert von ihren Elfen die Fortführung der Serie von zuletzt acht Siegen in Folge. Im Hinspiel gelang ein überzeugender 31:22-Erfolg, bei dem sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

 

Autor: Christian Stein