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Renate Wolf: "Auf dem richtigen Weg ein gutes Stück vorwärts gegangen"

Ungeschlagen gegen Spanien, Frankreich und Norwegen. Welches Fazit kann man vom Turnier ziehen, auch in der Entwicklung von Spiel zu Spiel?

Wir sind auf dem richtigen Weg und ein gutes Stück vorwärts gegangen. Wir haben uns im Abwehrverhalten enorm gesteigert. Die Mannschaft ist von Beginn an anders aufgetreten und hat hoch motiviert um jeden Zentimeter gekämpft.

Wie haben sich die Elfen-Spielerinnen geschlagen?

Die haben sich in die Leistung nahtlos eingefügt, aber sowohl Clara, Laura und Anna sind ja schon länger bei der Nationalmannschaft dabei. Sie haben sich nahtlos der Mannschaftsleistung angepasst und gut gespielt. Aus Leverkusener Sicht haben alle drei einen sehr guten Job gemacht.

Wie hat Zusammenarbeit im Trainerteam funktioniert?

Das hat sehr gut gepasst. Wir haben nicht hur sportlich sehr gut miteinander harmoniert sondern sind uns auch menschlich näher gekommen. Diese Woche war für mich eine große Bereicherung. Jeder von uns Vieren hat vertrauensvoll seine Fähigkeiten und Erfahrungen dem Ziel der Qualifikation zur Verfügung gestellt und somit konnte Heine sehr effektiv das Beste aus allem herausholen.

Wie war es für dich plötzlich an der Seitenlinie nicht selbst Chef zu sein?

Was mir am Schwersten fiel, ist, dass ich nicht stehen durfte – es darf ja immer nur ein Offizieller stehen. Ansonsten hat man als Co-Trainerin einen ganz anderen Fokus auf Aktionen im Spiel. Man steht nicht ganz so unter Strom und hat ein Auge für Aktionen auf dem Spielfeld, die einem als Chef-Trainer nicht unbedingt auffallen. Somit können wertvolle Tipps weitergeben werden.

Wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Schulterschluss?

Initiator dieser Idee war der Ligaausschuss, nachdem feststand, dass Rainer Osmann aufgrund seiner Erkrankung den ersten Lehrgang ausfallen ließ und an eine Analyse der verkorksten EM in weite Ferne gerückt war. Die Zeit drängte, denn uns allen war wichtig, die Vorbereitung auf die Qualifikation gegen Ungarn anzugehen, es durfte nicht noch mehr Zeit verloren gehen. Diese Konstellation ist innovativ und es hat im Vorfeld keiner gedacht, dass es so gut funktionieren würde. Die geballte Kompetenz aus der Frauenbundesliga hat sich zusammengetan. Dass Heine Jensen ab 1. Juli neuer Bundestrainer sein wird, daran hat zu Beginn keiner gedacht. Jetzt finde ich diese Entwicklung total klasse, Heine ist der richtige Mann dafür.

Was bedeuten diese Partien für die wichtigen Qualifikationsspiele gegen Ungarn im Juni?

Man darf dieses Vier-Länder-Turnier nicht überbewerten, obwohl wir gegen „Hochkaräter“ wie Frankreich, Spanien und Olympiasieger Norwegen gespielt haben. Trotzdem, das Auftreten dieser Mannschaft ist überhaupt nicht mehr zu vergleichen mit dem, was wir bei der EM im vergangenen Dezember gesehen haben. Dies war wirklich eine enorme Steigerung und hat uns allen viel Spaß gemacht. Jetzt muss man auf dem Boden bleiben, weiter hart an sich arbeiten, denn die Spiele gegen Ungarn werden uns alles abverlangen. Es gibt also noch viel zu tun.

Wie sieht der weitere Fahrplan bis dahin aus?

Die Mannschaft trifft sich bereits am 24. Mai zu einem Kurzlehrgang. Am 29. Mai beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Play-offs gegen Ungarn, wo das erste Spiel am 5. Juni in Balingen gespielt wird. Eine Woche später wird in Györ die Entscheidung fallen.



Autor: Christian Stein