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Bayer-Damen fordern den Meister

Die Zeit der Ausreden ist vorbei - die Handballerinnen von Bayer Leverkusen stehen am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den deutschen Meister und Pokalsieger Thüringer HC vor ihrer ersten echten Bewährungsprobe. In der laufenden Saison liegen die Elfen auf Rang drei, allerdings waren die Gegner aus Celle, Göppingen und Trier allesamt Mannschaften aus der unteren Tabellenregion.

Mit dem Doublesieger und Champions-League-Teilnehmer kommt nun ein echter Prüfstein in die Smidt ARENA, nach der Partie werden die Rheinländerinnen wissen wo sie in der Liga tatsächlich stehen. "Dieses Spiel ist ein Gradmesser und wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, wenn wir erfolgreich sein wollen", sagte Renate Wolf. Die Trainerin machte aber auch deutlich, dass ihre Mannschaft genügend Qualität besitze um die Thüringerinnen zu schlagen.

Davon ist auch THC-Trainer Herbert Müller überzeugt: "Leverkusen hat sich in der Breite sehr, sehr gut verstärkt und ist für mich ein absoluter Meisterschaftskandidat", sagte Müller. Auch dass die Elfen sich in den ersten Saisonspielen schwer getan haben, macht die Aufgabe aus Sicht des 49 Jahre alten Mathematikdozenten nicht einfacher. "Leverkusen tut sich zu Saisonbeginn immer schwer, aber dann kommen sie gewaltig und können jeden Gegner schlagen", so Müller.

Die Chance den Meister zu bezwingen, dürfte an diesem Mittwoch wohl ohnehin so groß wie nie sein, denn beim "Dominator" der vergangenen Saison läuft auch aufgrund von Verletzungen noch nicht alles rund. Mit Lydia Jakubisova und Shenia Minevskaja (beide Kreuzbandriss) muss Müller bereits jetzt schon auf zwei Spielerinnen für den Rest der Saison verzichten. Nationalspielerin Nadja Nadgornaja hat in dieser Saison wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade noch kein Pflichtspiel bestritten. Dass die Thüringerinnen dennoch genügend Durchschlagskraft und Erfahrung mitbringen, zeigt die Tabelle.

Platz eins mit nur einer knappen Niederlage in Buxtehude - am THC führt trotz Champions League auch in dieser Saison kein Weg vorbei. "Erfurt ist nicht umsonst Tabellenführer, aber wir müssen uns vor niemandem verstecken" sagte Wolf. Der souveräne Sieg gegen Trier (32:24) hat den Elfen neues Selbstbewusstsein gegeben, die Vorfreude auf das Spitzenspiel ist groß. "Für solche Spiele trainiert man jeden Tag. Es gibt nichts Besseres als sich mit den Top-Mannschaften zu messen", sagte Franziska Garcia Almendaris. Um erfolgreich zu sein, müssen die Elfen laut Wolf vor allem die Kreise von Spielmacherin Kerstin Wohlbold einschränken.

Die Nationalspielerin ist der verlängerte Arm von Müller auf dem Feld und setzt ihre Mitspielerinnen immer wieder glänzend in Szene. Vor allem Rückraumspielerin und Ex-Leverkusenerin Katrin Engel profitiert immer wieder von den Lücken die Wohlbold reißt und ist mit 43 Treffern derzeit Top-Torjägerin der Bundesliga. Bei aller Klasse die Erfurt zweifelsohne besitzt, wollen die Rheinländerinnen sich auf ihre Stärken besinnen und ihren Teil zu einem gelungenen Spitzenspiel beitragen. Ob Nadine Krause gegen den Meister aufläuft ist noch ungewiss, definitiv nicht dabei sind Anne Krüger und Marlene Zapf.

Präsentiert wird die Partie gegen den Spitzenreiter der Bundesliga von der Volksbank Rhein-Wupper. Die Zuschauer können zudem die neue CD mit der Hymne "Wir leben Leverkusen" erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf der CD, die einen wichtigen Beitrag zu einem neuen "Wir-Gefühl" in und um Leverkusen leisten soll, kommt einem musikalischen Projekt an Leverkusener Schulen zu Gute. Dazu können bei der schon traditionellen Verlosung in der Halbzeitpause wieder attraktive Preise gewonnen werden.

 

Autor: red