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Elfen erkämpfen Punktgewinn in Buxtehude, im Pokal nach Neckarsulm

Am Ende der hart umkämpften 60 Minuten stand ein leistungsgerechtes 21:21-Unentschieden für die Elfen beim Deutschen Vizemeister und Pokalfinalisten Buxtehuder SV zu Buche.

Mit acht Toren war Laura Steinbach treffsicherste Leverkusenerin, für den BSV traf mit Jana Stapelfeldt (6) ebenfalls eine Rückraumspielerin am besten.

In der Anfangsphase drückte Laura Steinbach dem Spiel ihren Stempel auf. Nicht nur aufgrund der zwei Tore zum Beginn der Partie, sondern auch in der Abwehr konnte die Nationalspielerin mit einer Balleroberung für einen perfekten Start sorgen. Der Defensivverbund der Elfen war aggressiv, ließ erst in der fünften Minute den ersten Gegentreffer zu – Techert hatte sich an den Kreis abgesetzt und zum 1:3 getroffen. Die Bayer-Handballerinnen konnten in der Folgezeit vor allem aus dem Rückraum Torgefahr ausstrahlen, auch weil Steffi Egger am Kreis entsprechend ackerte und die gegnerischen Abwehrspielerinnen binden konnte.

Das Kontertor von Joyce Hilster zum 3:6 sollte in den ersten zehn Minuten der einzige Elfentreffer sein, der nicht aus der Distanz fiel. Buxtehude hingegen musste sich gegen das Leverkusener Deckungsbollwerk immer wieder in die Nahdistanz kämpfen. Die Fernwürfe waren sichere Beute für Valentyna Salamakha. Dirk Leun musste früh mit einer Auszeit gegensteuern. Laura Steinbach hatte beim 4:8 (14.) bereits zum fünften Mal getroffen und die Elfen hatten zuvor beim 4:7 durch Egger gezeigt, dass sie bei einer offensiveren Deckungsformation durchaus Alternativen blitzschnell erkennen.

Dass der BSV anschließend besser ins Spiel fand, hing nur bedingt mit der nun aggressiveren Abwehr der Neidersächsinnen zusammen. Die Anspiele an den Kreis waren teilweise einfach zu risikoreich und die Angriffe nicht bis zum Ende ausgespielt, trotzdem konnte man zunächst weiter den Spielstand vorlegen. Erst als Antje Lenz einen Strafwurf von Jochin parierte und später die wie Lenz ebenfalls zur Auszeit eingewechselte Jana Stapelfeldt zum 10:10 (24.) traf, musste Renate Wolf selbst mit einer Auszeit gegensteuern. Es war nun ein knappes Duell auf Augenhöhe, in das Buxtehude eine knappe 12:11-Halbzeitführung mitnahm.

In den zweiten dreißig Minuten sollte vor allem Handball gearbeitet werden. Auch Buxtehude nahm sich teilweise zu früh die Würfe, keine Mannschaft sollte sich so absetzen können. Eine durchaus erneut mögliche Elfen-Führung sollte Antje Lenz zu verhindern wissen. In der Offensive hatten der BSV auch das Glück scheinbar auf seiner Seite - ein von Salamakha parierter Stapelfeldt-Wurf, drehte sich doch noch glücklich zum 16:14 (45.) ins Tor. Doch die Elfen stemmten sich gegen die drohende Niederlage und Nadine Krause konnte einmal mehr ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Nachdem die ehemalige Welthandballerin in der ersten Halbzeit noch im rechten Rückraum agierte, entlastete sie nun Steffi Egger am Kreis.

Hinten vernagelte nun Valentyna Salamakha ihren Kasten, auch wenn Glankovicovas Führungstor (17:18) zehn Minuten vor dem Ende eine Balleroberung von Krause vorausging. Die Elfen witterten nun die Chance auf den doppelten Punktgewinn. Als Laura Steinbach zum 18:20 (54.) getroffen hatte, rückte noch einmal Jana Krause zwischen die Pfosten. Es war aber auch nun wieder die eigene Fehlerquote, die Renate Wolf zwei Minuten vor dem Ende zur Auszeit zwangen. Ein Strafwurf am Tor vorbei und ein leichter Fehlpass wurden vom BSV gnadenlos bestraft. Doch den Matchball konnte Buxtehude dann nicht verwandeln. Anne Jochin antizipierte einen Passweg der BSV-Offensive und traf im Konter zum 21:21. Im nächsten Angriff verkürzte Salamakha den Winkel für Lone Fischer derart, dass die Linksaußen nur den Pfosten traf und sich beide Teams am Ende mit einem leistungsgerechten Remis trennten.

„Ich freue mich sehr über den Punktgewinn“, erklärte Renate Wolf, die „ein kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe“ gesehen hat. „Wenn beide Mannschaften, die für ein hohes Temp bekannt sind, nur 21 Tore werfen, dann spricht das für gute Abwehrarbeit und viel taktische Disziplin“, so die Leverkusener Trainerin, die „über weite Strecken“ mit der Leistung ihrer Schützlinge zufrieden war. „Das Unentschieden entspricht den Leistungen beider Mannschaften“, so Dirk Leun. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit durch technische Fehler und das Auslassen klarer Torchancen verpasst das Spiel zu gewinnen.“

Pokal: Viertligist mit Erstligaerfahrung

Im Anschluss an die Partie fand auch noch die Auslosung zur 3. Runde im DHB-Pokal statt. Die Elfenfans konnten zunächst noch auf ein Heimspiel hoffen, als die einstige Leverkusenerin Debbie Klijn die Loskugel der Bayer-Handballerinnen zog. Dies hätte jedoch ein reines Erstliga-Duell bedeutet. So heißt es nun Reisen und zwar zur Neckarsulmer Sport-Union. Trainerin Renate Wolf war zufrieden mit dem Los, auch wenn der Klub nicht zu unterschätzen ist. Trainer Emir Hadzimuhamedovic trainierte früher unter anderem in der 1. Bundesliga Frisch Auf Göppingen und den VfL Sindelfingen und hat aus dieser Zeit Nicola Freudemann (Sindelfingen), Martina Fritz und Hannah Breitinger (beide Göppingen) zu sich geholt. Zudem laufen die Nachwuchs-Nationalspielerinnen Helena Odenwald und Isabel Tisseker für die NSU auf.