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Handballkrimi mit Happy-End: Elfen holen acht Tore Rückstand auf und erreichen Achtelfinale

Es war ein echter Handballkrimi, der sich am Sonntagnachmittag in der Smidt ARENA abspielte. Wie eng das Duell verlief sah man nach dem Schlusspfiff, als nach dem 25:24-Endstand nicht nur die Leverkusenerinnen, sondern auch die unterlegenen Niederländerinnen jubelten.

Doch schon bald wurde den Gästen bewusst, dass die Auswärtstorregelung das Pendel zu ihren Ungunsten ausschlagen ließ und die Enttäuschung gewann die Oberhand. Laura Steinbachs direkt verwandelter Freiwurf in Amsterdam hatte sich am Ende noch mal als "Gold wert" bewiesen.

„Ihr habt es uns richtig, richtig schwer gemacht“, tröstete Renate Wolf auf der anschließenden Pressekonferenz VOC-Trainerin Nancy Breugem, die „natürlich sehr enttäuscht“ war. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt“, erklärte die Niederländerin und in der Tat, die ersten 30 Minuten sollten klar an die Gäste gehen.

Dabei fing es eigentlich vielversprechend für die Hausherrinnen an, Denisa Glankovicova und Joyce Hilster hatten mit den ersten beiden Toren der Partie die Elfen erstmals virtuell ins Achtelfinale geworfen. Doch dann sollte Amsterdam die Partie an sich reißen. Vor allem unplatzierte und überhastete Würfe sollten dafür sorgen, dass der Rückstand im ersten Spielabschnitt immer größer wurde.

Weder eine Auszeit von Renate Wolf, noch zahlreiche personelle Wechsel schienen die Rheinländerinnen in die Spur zu bringen. In Einzelaktionen rieb man sich auf, Amsterdam hingegen spielte diszipliniert seine Angriffe aus und hatte auch das notwendige Glück auf seiner Seite. Mehrfach trafen die Gäste unter angezeigten Passivvorwarnzeichen und nahmen so eine verdiente 14:7-Führung in die Pause.

„Wir wussten, dass Leverkusen so eine Halbzeit nicht noch einmal spielen würde“, erklärte Breugem. Und in der Tat, die niederländische Trainerin musste nach nicht enmal neun gespielten Minuten den Grünen Karton am Kampfgericht niederlegen. Die Elfen kamen nun im zweiten Spielabschnitt endlich zu den einfachen Toren aus dem Rückraum und witterten beim 14:18 (39.) bereits ihre Chance.

„Franziska Garcia hat das Team heute mitgerissen“, hatte Renate Wolf im Nachgang der Partie erklärt. Die Allzweckwaffe sollte eigentlich nur von der Seitenlinie moralische Unterstützung bieten, beschäftigte dann aber vor allem in der zweiten Halbzeit die gegnerische Abwehr derartig, dass Laura Steinbach, Anne Jochin und Denisa Glankovicova eine enorme Durchschlagskraft entwickelten.

Ein weiterer Punkt war die Leistung zwischen den Pfosten, wo die zum Ende der ersten Halbzeit ins Tor gerückte Larissa van Dorst mit zehn Paraden in Durchgang zwei für wichtige Impulse sorgte und auch Valentina Salamakha mit einem gehaltenen Strafwurf beim Stand von 16:18 (42.) die Smidt ARENA zum Kochen brachte.

Bei Amsterdam lagen die Nerven blank, die im ersten Durchgang noch klug spielende Rachel de Haze ließ ihren Frust während einer Zeitstrafe nach Foul an Laura Steinbach an einer Wasserflasche aus und auch vorne schien Fortuna nun das Elfen-Trikot sich übergestreift zu haben. Pfostentreffer Hilster, doch der Abpraller landet bei Elli Garcia, die von rechtsaußen zum 18:19 (46.) traf. Das Momentum lag offensichtlich auf Seiten der Hausherrinnen, die nach der furiosen Aufholjagd Mühe hatten den Sack zuzumachen. Der durchaus früher mögliche Ausgleichstreffer stellte sich erst beim 20:20 (49.) ein, die erste Führung gar beim 24:23 (57.). Beides Mal hatte sich Denisa Glankovicova erfolgreich durchgetankt.

Amsterdam hatte noch einmal alles versucht, um das Ausscheiden zu verhindern, auch die eigentlich nur noch im Trainerstab arbeitende Natasja Burgers sollte mit ihrer Erfahrung das Team führen. Ihr Wurf beim Stand von 25:25 landete jedoch an der Unterkante der Latte und von dort an zurück in den Leverkusener Torraum. „Wer weiß, wie diese Partie ausgegangen wäre, wenn dieser Wurf gesessen hätte?“, so Renate Wolf.

Denn es blieb beim 25:24, weder die Elfen, noch die Gäste konnten ihren letzten noch verbleibenden Angriff erfolgreich abschließen. Doch die Elfen waren sich bereits sicher, dass wenige Sekunden vor dem Ende die Auswärtstore nun für sie sprechen und spielten souverän die Uhr herunter. „Wir waren heute einfach der glücklichere Sieger“, so Wolf.