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WM 2017

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Eine Führung reicht zum 23:22 gegen China / Jensen: „So haben wir keine Chance gegen Island”

Als sich seine Mannschaft in einem jubelnden Kreis zusammenfand, ging Bundestrainer Heine Jensen mit einem Kopfschütteln über das Spielfeld der Arena Santos.

Am dritten Spieltag der WM-Vorrunde zeigte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die bisher schwächste Leistung, rettete sich aber mit großer Moral zu einem 23:22 (7:12) gegen China. Nadja Nadgornaja erzielte am Dienstagabend die letzten drei Tore der DHB-Auswahl - das entscheidende Tor zur ersten und einzigen deutschen Führung gelang der 23-Jährigen 31 Sekunden vor dem Abpfiff. Mit 4:2 Punkten liegt Deutschland weiter auf Kurs Achtelfinale.

„Wir haben gewonnen - das ist das einzig Positive”, sagte Jensen und setzte sein Kopfschütteln fort. „So eine Leistung... das geht gar nicht. Es ist unglaublich, dass wir es schaffen, dieses Spiel noch zu drehen. Aber so haben wir keine Chance gegen Island.” Am Mittwoch müssen sich Kapitänin Isabell Klein und ihre Team gegen die Nordeuropäerinnen behaupten, die Montenegro am Samstag sensationell mit 22:21 geschlagen hatten, aber gegen Angola (24:28) und Norwegen (14:27) verloren. Sport1 überträgt die Partie ab 22:30 Uhr live aus Brasilien.

Als Linksaußen Katja Langkeit gegen China nach 6:36 Minuten das erste deutsche Tor erzielte, hatte China schon dreimal getroffen. Der Vorsatz, mit dem Anpfiff Präsenz zu zeigen, blieb unerfüllt. Dass die Torfrauen Katja Schülke (mehrmals frei gegen die Chinesinnen parierend) und Clara Woltering (nahm Sun Laimiao in der 25. Minute einen Siebenmeter ab) immer wieder Initialzündungen lieferten, nahm der Angriff nicht auf.

Gegen die flinke chinesische Abwehr geriet das DHB-Team zum einen unter dauernden Druck und leistete sich Fehlpässe in Serie, zum anderen mangelte es an einer akzeptablen Trefferquote.

Die Pause verbrachte die Mannschaft nach einer kurzen Ansprache zur Hälfte auf dem Spielfeld und schwor sich noch einmal auf die zweiten 30 Minuten ei, doch das zeigte nur bedingt Wirkung: In der 38. Minute hätte Deutschland auf 11:12 verkürzen können, aber nach einem Fehlpass von Kerstin Wohlbold konterte China zum 10:13 - wenig später wuchs der Rückstand wieder auf vier Tore. Eigentlich waren alle Zutaten für eine Niederlage vorhanden...

Erst ein Kraftakt in den letzten Minuten und Nadja Nadgornajas Coolness bewahrten die deutschen Handballerinnen vor einer Blamage.

 

 

Deutschland - China 23:22 (7:12)

Deutschland: Englert, Schülke, Woltering; Klein (2), Mietzner (4/4), Augsburg (1), Müller (1), Loerper (1), Krause (1), Richter (2), Langkeit (4), Melbeck (2), Althaus (2), Nadgornaja (3), Wohlbold, Schulze

China: Xu Mo, Zhu Yun; Wei Qiuxiang (3), Liu Yun, Li Bing (1), Wang Chanchan, Luan Zheng, Li Yao (5), Lan Chunlei (3/3), Wang Shasha (1), Wu Nana, Sun Laimiao (3/3), Sha Zhengwen (2), Li Weiwei, Zhao Jiaqin (2), Wu Yin (2)

Schiedsrichter: Aparecido Pinto/Aires Menezes (Brasilien). - Zuschauer: 1000. - Siebenmeter: 5/4:8/6 (Mietzner scheitert an Zhu Yun - Woltering hält gegen Sun Laimiao und Li Weiwei). - Zeitstrafen: 12:10 Minuten (Augsburg, Wohlbold/je zwei, Mietzner, Althaus - Wang Shasha, Sun Laimiao, Zhao Jiaqin, Wu Jin, Wang Chanchan).

Spielfilm: 0:3 (6.), 2:4 (9.), 2:6 (12.), 4:8 (18.), 5:11 (28.), 7:11 (29.), 7:12 - 10:12 (36.), 12:16 (45.), 15:17 (52.), 17:18 (53.), 18:20 (55.), 20:20 (56.), 21:22 (58.), 23:22 (60.).


Autor: dhb