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WM-Pause beendet: Elfen am Freitag gegen Bad Wildungen

Die Handballerinnen von Bayer Leverkusen wollen nach der WM-Pause da weiter machen, wo sie gegen Oldenburg im November aufhört haben. Die Spielerinnen von Trainerin Renate Wolf wollen gewinnen, und sich gleichzeitig mit einem Sieg aus dem Jahr 2011 verabschieden.

Gegen die Bad Wildungen Vipers steht den Elfen allerdings ein harter Brocken ins Haus. Die Hessen sind kein gewöhnlicher Aufsteiger und sorgen auch außerhalb des Feldes für mächtig Zündstoff. Als Neuling in der Liga sitzt das Geld gewöhnlich nicht so locker, bei Bad Wildungen scheinen die Uhren da allerdings anders zu ticken. Neun Neuzugänge, darunter zahlreiche Nationalspielerinnen, sowie einen neuen Trainer haben die Verantwortlichen der Vipers vor der Saison verpflichtet, und damit in der Liga für einiges Erstaunen gesorgt. Der Trainer Søren Jeppesen, eigentlich mit einem Vertrag bis zum Sommer 2013 ausgestattet, ist mittlerweile nicht mehr da. Experten vermuten, dass er dem Sparkurs der Hessen zum Opfer gefallen ist.

Der wurde nötig, nachdem der Klub Anfang Oktober mit finanziellen Problemen auf sich aufmerksam machte. Medienberichten zufolge fehlen Bad Wildungen, wohl auch begründet durch die große Einkaufstour im Sommer, 200.000 Euro im Etat. Indem alle Angestellten des Klubs auf zehn Prozent ihres Gehalt verzichten und mit weiteren Sparmaßnahmen soll der Etat konsolidiert werden. Laut Liga-Chef Bernd Dugall haben die Hessen, um Geschäftsführer Dirk Ex und Sportchef Markus Berchten, ein Konzept vorgelegt, mit dem die Lücke geschlossen werden soll.

Apropos Berchten: Der feiert in der heutigen Partie sein Debüt als Chef-Trainer auf der Vipers-Bank und will den Elfen einen heißen Fight liefern. Bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft die Unruhen und den Trainerwechsel verkraftet hat. Bisher ist der sportliche Erfolg in der Saison überschaubar: Mit nur zwei Siegen und einem Remis konnten die Vipers bisher nicht den gewünschten Erfolg erzielen und liegen auf Platz neun.

Das die Mannschaft von Berchten genügend Qualität besitzt, um in der Liga eine gute Rolle zu spielen, steht außer Frage. Mit Christina Mihai, Ruta Latakaite und Sabine Heusdens haben die Hessen mit den torgefährlichsten Rückraum der Liga. Das Trio erzielte bisher 124 der 198 erzielten Treffer und zeichnet sich damit für 62 Prozent der Bad Wildunger Tore verantwortlich. "Der Rückraum ist extrem gefährlich. Da müssen wir sehr aggressiv verteidigen, ansonsten kriegen wir Probleme", so Bayer-Trainiern Renate Wolf. Aus einer starken Defensive wollen die Rheinländerinnen dann, wie auch schon gegen Oldenburg, mit Tempo zum Erfolg kommen. "Die einfachen Tore sind wichtig für unser Spiel. Ich erwarte, dass wir ein hohes Tempo gehen" sagte Wolf und ergänzte: "Wir wollen das Jahr mit einem Sieg abschließen, dass muss unser Anspruch sein."

Personell kann die 54 Jahre alte ehemalige Nationalspielerin erneut nicht aus dem Vollen schöpfen. Linksaußen Joyxe Hilster erlitt am Dienstag im Training einen Bruch des Fingers und fällt einige Wochen aus. Neuzugang Natalie Hagel ist erst ab dem 1. Januar für die Elfen spielberechtigt.