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Elfen unterliegen Bad Wildungen

Es war ein stimmungsvoller Handballabend, den die 1385 Zuschauer in der Smidt ARENA erlebten.

Um den Abend abzurunden, stimmte lediglich das Resultat nicht, denn nach einem furiosen Beginn und einer Führung mit bis zu sechs Toren Vorsprung, mussten die Elfen am Ende doch dem Aufsteiger HSG Bad Wildungen Vipers den Vorzug lassen und unterlagen mit 30:31 (16:13). „Aus dieser Niederlage gilt es zu lernen und das werden wir auch“, erklärte Trainerin Renate Wolf nach der Partie, in der Laura Steinbach (7) am Ende die meisten Tore für die Elfen erzielte. Bei den Gästen trafen Ruta Latakaite (11/4) und Cristina Mihai (10/6) am häufigsten.

Es dauerte ein wenig bis die Zuschauer in der Smidt ARENA den ersten Treffer des Abends bejubeln durften. Profitierend von einer frühen Zeitstrafe gegen Marinda van Cappelle (Gesichtstreffer bei Glankovicova) konnten die Elfen Elli Garcia auf dem linken Flügel freispielen und die nutzte den sich bietenden Raum, um den Ball an Petra Diener nach 4:14 Minuten zum 1:0 in die Maschen zu befördern. Doch einmal den Bann gebrochen, nahm die Partie Fahrt auf. Basierend auf einer gut stehenden, aggressiven Abwehr konnten die Elfen mit hohem Tempo nach vorne spielen.

Da die Hausherrinnen ihre nächsten Tore weitestgehend aus dem erweiterten Gegenstoß erzielten, war Gästetrainer Markus Berchten beim Stand von 8:4 (14.) bereits zu einer Auszeit gezwungen. Aber auch in der Folgezeit bestand das Erfolgsrezept vor allem durch das Herausarbeiten von Strafwürfen aus Nahkampfsituationen und die mitgereisten Gästefans auf den ersten Treffer, der nicht von Ruta Latakaite erzielt wurde, über 20 Minuten warten. Mihai war es letzlich, die zum 13:8 (21.) traf und eine kurze Schwächephase der Elfen einläutete. Ein paar überhastete Abschlüsse ließen Bad Wildungen auf drei Tore verkürzen und die Elfen mit einem 16:13 in die Pause gehen. „Leverkusen hat es verpasst den großen Vosprung zu wahren und wir haben dann noch einmal Lunte gerochen“, erklärte ein zufriedener Markus Berchten nach seinem Bundesligadebüt.

Im zweiten Spielabschnitt sollte sich eine ausgeglichene Partie entwickeln. Bei den Gästen fand nun Torhüterin Julia Gronemann besser ins Spiel und konnte sich mehrfach auszeichnen. Zudem ließ auf Seiten der Elfen mit zunehmender Spieldauer die Konzentration in der Abwehr nach. „Da haben wir die Anspiele an den Kreis nicht mehr so gut antizipiert, das ist bei einer offensiven Deckungsformation, wie unserer wichtig“, befand Wolf, deren Team beim 24:21 (44.) weiterhin drei Tore vorlegte.

Doch Bad Wildungen holte Tor um Tor auf und konnte mit vier Treffern in Serie gar beim 24:25 (48.) erstmals vorlegen. Dass die Elfen in der Schlussviertelstunde die Partie bis zum Ende offen halten konnte, hatten sie vor allem zwei Spielerinnen zu verdanken. Zum einen konnte sich Torhüterin Valentyna Salamakha mehrfach auszeichnen und vereitelte gar vier hundertprozentige, zum anderen übernahm nun Kapitänin Laura Steinbach die Verantwortung, steuerte fünf der letzten sechs Treffer selbst bei und eroberte auch den Ball, der den 29:29-Ausgleich im Gegenstoß herstellen sollte.

Mit dem Sieg wurde es nichts mehr, denn nach einer Auszeit kurz vor Schluss konnte Bad Wildungen durch Latakaite den letzten Angriff zum Auswärtserfolg nutzen. „Diese letzte Situation dürfen wir nicht mehr zulassen. Daraus müssen wir für die Zukunft lernen“, so Wolf, die nun der Auswärtsaufgabe in Leipzig nach dem Jahreswechsel (04.01.) freudig entgegenblickt.

TSV BAYER 04 LEVERKUSEN – HSG BAD WILDUNGEN VIPERS 30:31 (16:13)

Leverkusen: Glaser, Salamakha
Zapf 6/3, Egger, E. Garcia 3, Kinlend, Bovenberg, Glankovicova 5, Krause 4, Naidzinavicius 1, F. Garcia 2, Steinbach 7, Jochin 2

Bad Wildungen: Diener, Gronemann
Latakaite 11/4, Kleinmann 1, Heusdens 2, Cocx 3, Jovovic, van Cappelle, Robben 4, Mihai 10/6, Willimann, Raum

Strafminuten: 10/14
Siebenmeter: 3/3 ; 10/11
Schiedsrichter: Dinges/Kirsch
Zuschauer: 1.385

Autor: Christian Stein