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Nationalspielerin Steinbach ist gereift

Laura Steinbach weiß was sie will: „Man darf, wenn man ein Ziel hat, dieses niemals aus den Augen verlieren“, sagte Steinbach mal in einem Interview.

Und genau diese Zielstrebigkeit zeichnet die deutsche Nationalspielerin in Diensten von Frauenhandball-Bundesligist Bayer Leverkusen in dieser Saison aus. Steinbach ist gereift, hat sich entwickelt und ist im Spiel der Mannschaft von Trainerin Renate Wolf eine der zentralen Säulen.

Die 26 Jahre alte Rückraumspielerin spielt seit 2007 für die Elfen, ist in dieser Spielzeit aber wertvoll wie nie, und das liegt nicht nur an ihrer Torgefährlichkeit. Dank ihrer Wurfgewalt wird Steinbach oft an Toren gemessen, sie in dieser Saison allerdings darauf zu beschränken, würde ihr nicht gerecht werden. Mit 71 erzielten Treffern liegt die gebürtige Saarländerin erneut weit vorne in der Torschützenliste (Platz sechs), hat sogar die meisten Tore aus dem Feld erzielt (65) und kann sich auf ihre starken individuellen Fähigkeiten im Wurf verlassen.

Steinbach hat in dieser Saison aber auch bewiesen, dass sie in der Defensive einen großen Schritt nach vorne gemacht hat und spielt im Mittelblock zusammen mit Steffi Egger oder Kim Naidzinavicius auf einer zentralen Position. Viel wichtiger jedoch: In ihrer „neuen Rolle“ als Spielführerin übernimmt die 26-jährige auch in kritischen Situationen Verantwortung und marschiert vorne weg. „Ich habe diese Aufgabe angenommen und ich kann das Team führen“, sagt Steinbach selbstbewusst. Vorbei die Zeiten, als sich die Nummer 18 der Elfen hinter den langjährigen Führungskräften der Rheinländerinnen Heike Ahlgrimm, Lyn Byl oder Clara Woltering verstecken konnte.

Mit dem bisherigen Auftreten „ihrer Truppe“ ist die Studentin durchaus zufrieden. „Wir sind noch in allen drei Wettbewerben vertreten, haben vor allem auswärts gute Spiele gezeigt“, sagte Steinbach und ergänzte: „Allerdings ist es in diesem Jahr schwer einzuschätzen wo man steht. Die Liga ist sehr ausgeglichen und jeder kann jeden schlagen.“ Dass in der Liga immer wieder Überraschungen möglich sind, hat Frisch Auf Göppingen zuletzt gezeigt und den deutschen Meister Thüringer HC mit einer 25:26-Niederlage nach Hause geschickt.

Dieses Ergebnis sollte für die Wolf-Sieben Warnung genug sein, dass Heimspiel gegen Aufsteiger Celle am Samstag nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Elfen stehen in den kommenden drei Bundesligapartien ohnehin vor sogenannten „Pflichtaufgaben“ – gegen Celle, Trier und auch Göppingen zählen nichts außer drei Siege, will man in den Anschluss an einen günstige Play-off-Platzierung mit Platz drei oder vier nicht aus den Augen verlieren. „Das sind alles Stolpersteine, die wir mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen müssen. Ein Ausrutscher wie gegen Bad Wildungen darf uns nicht noch einmal passieren“, sagte Steinbach und fordert von ihren Kolleginnen ein hochkonzentriertes Auftreten. Gegen Celle müsse man hellwach sein und dürfe sich nicht dem Spiel des Gegners anpassen.

Um keinen Schlendrian einziehen zu lassen, will Steinbach ihre Mannschaft auch am Samstag wieder nach vorne treiben. Mit ihren knallharten Rückraumwürfen, aber auch mit ihren Führungsqualitäten. Die Rückraumspielerin ist zu einer kompletten Handballerin gereift – auf und neben dem Feld.

 

 

Autor: red