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Elfen wollen in Trier Auswärtsserie fortführen

Es war keine Glanzleistung, die die Handballerinnen von Bayer Leverkusen gegen Celle ablieferten. Die Rheinländerinnen blieben vor heimischer Kulisse erneut einiges schuldig und müssen sich die Frage gefallen lassen, warum man gegen einen Abstiegskandidaten erneut jegliche Souveränität vermissen ließ. Am Ende des Tages zählen allerdings nur die Punkte und die heimsten die Elfen beim glücklichen 27:23-Sieg ein. "Ich bin sehr froh über diese zwei Punkte, auch wenn wir nicht überzeugt haben. Aber wir haben das intern aufgearbeitet", sagte Trainerin Renate Wolf.

Mit Platz fünf liegen die Elfen weiter im Rennen um eine gute Play-off-Platzierung und sind im Jahr 2012 noch ungeschlagen. Vor allem die Auswärtsstärke lässt die Rheinländerinnen optimistisch an die nächsten Aufgaben gehen. In fremden Hallen ist Leverkusen noch ohne Niederlage und konnte vor allem in den Partien gegen die Top-Teams aus Leipzig (29:29), Frankfurt (22:22) und Buxtehude (21:21) überzeugen.

Von daher dürfte Wolf froh sein, dass ihre Mannschaft am Mittwoch (19.30 Uhr) wieder auswärts gefordert ist. Die Ausgangslage gegen die DJK/MJC Trier ist allerdings die gleiche wie gegen Celle. "Für uns ist ein Sieg Pflicht, wenn wir in dieser Saison höhere Ziele erreichen wollen", so die 54-jährige. Die ehemalige Nationalspielerin macht ihrer Mannschaft Druck und fordert gegen einen weiteren Abstiegskandidaten eine klare Leistungssteigerung. "Trier ist eine Mannschaft die jeden Punkt braucht. Sie werden hochmotiviert sein und um jeden Zentimeter Hallenboden kämpfen. Darauf müssen wir uns einstellen", sagte Wolf.

Wie man die Moselstädterinnen in die Schranken weisen kann, zeigte der deutsche Meister und Pokalsieger Thüringer HC am vergangenen Samstag. Mit 39:17 deklassierte der Doublesieger den ehemaligen deutschen Meister. Die glorreichen Zeiten der Miezen sucht man seit geraumer Zeit ohnehin vergebens. Seit der Meisterschaft 2003 geht es an der Mosel stetig bergab.

Sportlich kämpfen die Miezen immer wieder ums Überleben, wirtschaftlich gibt es eine Wasserstandsmeldung nach der anderen. Seit dem Rückzug des damaligen Mäzens Edmund Krix schleppt Trier die Altlasten von einer Saison in die andere, auch in dieser Spielzeit fehlen Medienberichten zufolge 150.000 Euro im Etat. Die Spielerinnen warten seit Monaten auf ihre Gehälter, Trainer Thomas Happe hat kurz vor dem Jahreswechsel die Reißleine gezogen und ist wegen ausbleibender Zahlungen zurückgetreten.

Der Moral im Team tut dies allerdings keinen Abbruch: Mit dem neuen Trainertrio Dago Leukefeld, Elena Vereschako und Igor Domaschenko will der Ex-Meister zumindest sportlich die Klasse halten. Mit dem 28:24-Sieg gegen Celle Ende Dezember haben die Miezen einen wichtigen Schritt in Richtung Ligaverbleib gemacht.

Das alles interessiert die Rheinländerinnen allerdings herzlich wenig. An der Mosel zählt nur ein Sieg. Glücklicherweise geht es in die Fremde - dort ist Leverkusen, mit den Ex-Miezen Laura Steinbach, Steffi Egger und Anne Jochin, noch ohne Niederlage und diese Serie soll auch nach Mittwoch weiter Bestand haben.

 

Autor: fga