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Pudelwohl als Außenseiter ins Duell gegen Meister THC

Die Tränen sind getrocknet, die Enttäuschung weggesteckt - die Handballerinnen von Bayer Leverkusen wollen jetzt in der Meisterschaft für Furore sorgen.

Gegen den Thüringer HC, amtierender Titelträger, sind die Rheinländerinnen am morgigen Mittwoch (02.05., 19.30 Uhr) in der heimischen Smidt ARENA nur Außenseiter, in dieser Rolle fühlt man sich spätestens nach dem Sieg gegen den Buxtehuder SV im Halbfinale des DHB-Pokals aber pudelwohl.

Dass es am Ende nicht der ganz große Coup wurde, hat verschiedene Gründe: zu viele ausgelassene Chancen, das verlorene Torhüter-Duell, fehlende Kraft und eine hochmotivierte Oldenburger Mannschaft. Am Ende holten sich die Niedersachsen mit 35:30 absolut verdient den Pott - nach 1981 und 2009 zum dritten Mal - auf Leverkusener Seite geht der Blick aber trotzdem nach vorne. "Ich bin stolz auf das, was meine Mannschaft geleistet hat. Damit war im Vorfeld nicht zu rechnen", sagte Trainerin Renate Wolf.

Die 54 Jahre alte ehemalige Nationalspielerin, die nach 16 Jahren am Saisonende ihre Trainerkarriere auf der Bank von Bayer beendet, verspürt trotz der verpassten Chance Lust auf weitere Großtaten. "Wir haben bis jetzt eine wirklich ordentliche Saison hinter uns, aber sie ist noch nicht vorbei. Und meine Mannschaft hat gezeigt, was sie leisten kann", so Wolf.

Gegen den amtierenden Titelträger aus Thüringen sind die Elfen im Halbfinale klarer Außenseiter, zu deutlich gingen die Vergleiche in der Hauptrunde an das mit Nationalspielerinnen gespickte Starensemble von Trainer Herbert Müller. Und der Meister hat seine Qualitäten auch in dieser Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt und die Hauptrunde als Erster abgeschlossen. Die Leichtigkeit der vergangenen Spielzeit ist dem Titelverteidiger allerdings abhanden gekommen: Vier Niederlagen in der Hin- und Rückrunde sowie das Aus im Pokal zeigen, der THC hat an Dominanz eingebüßt.

An Selbstvertrauen mangelt es dem aktuellen Champion, der für die kommende Spielzeit mächtig aufgerüstet hat, aber dennoch nicht: "Ich will um den deutschen Meister spielen", formuliert Müller das klare Ziel. Der 49-Jährige fährt aber dennoch mit einer gehörigen Portion Respekt ins Rheinland, zu schwach war der eigene Auftritt im Viertelfinale gegen die HSG Blomberg-Lippe und zu stark die Leistung der Elfen im DHB-Pokal. "Leverkusen hat mit dem Sieg über Buxtehude ein Ausrufezeichen gesetzt. Sie haben einen phantastischen Ball gespielt. Wir wissen genau, dass wir besser sein müssen und besser sein können, als gegen Blomberg", sagte Müller.

Müller und Wolf sind sich indes einig, dass im Halbfinale Kleinigkeiten entscheiden und eine endgültige Entscheidung über Weiterkommen oder Ausscheiden am Samstag (15 Uhr) in Bad Langensalza fällt. Beide Mannschaften wollen sich Mittwochabend eine gute Ausgangsposition verschaffen, die Thüringerinnen gelten als Favorit. Leverkusen will dem Champion Paroli bieten: "Erfurt ist eine Top-Mannschaft und wir müssen, mit allem was wir haben, dagegenhalten. Warum soll uns nicht eine Überraschung gelingen?", sagte Wolf.