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Bayer-Elfen freuen sich auf den Hexenkessel Salza-Halle

Ungläubig schauten die Handballerinnen von Bayer Leverkusen nach dem Halbfinal-Hinspiel gegen den Thüringer HC auf die Anzeigetafel. Mit einem Tor plus, 26:25, hatten die Rheinländerinnen so eben den amtierenden deutschen Meister geschlagen und dem großen Favoriten aus Thüringen einen großen Kampf geliefert. Ein Sieg gegen den Champion, gegen den Dominator der vergangenen Saison - Spielerinnen und Trainerteam hätten allen Grund gehabt auszuflippen. Taten sie aber nicht, sondern gingen nach der Partie "ihren Pflichten" nach: VIP-Raum und Sponsorenpflege. Ein Lächeln huschte an diesem Abend aber allen Beteiligten hin und wieder über die Lippen.

"Ich denke, wir alle können stolz auf diese Leistung sein. An der Ausgangslage hat sich aber nichts geändert. Wir sind weiterhin der Underdog", sagte Trainerin Renate Wolf. Im Lager der der Elfen ist man keineswegs so vermessen, von einem möglichen Finale zu träumen. Die Spiele der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Konstanz Leverkusens größter Gegner ist. Beeindruckt haben die Bayer-Damen aber auch THC-Trainer Herbert Müller: "Leverkusen hat in der Saison nicht gut gespielt, aber in den Play-offs haben sie eine beachtliche Form", sagte Müller. Das Thüringer Starensemble ist und bleibt aber der Favorit, basta!

Und die Mannschaft von Müller nimmt diese Rolle gerne an: "Wir sind davon überzeugt, dass wir das drehen können und drehen werden. Wir wollen ins Finale und wieder deutscher Meister werden", lautet die klare Ansage. Die forschen Töne des 49-Jährigen kommen nicht von ungefähr, Müller weiß, wie er seine Mannschaft auf den Punkt genau motivieren muss. Er ist überzeugt von der Stärke seiner Damen, die zwar nicht mehr ganz die Dominanz der vergangenen Saison ausstrahlt, die Hauptrunde dennoch souverän als Erster abschloss. Über die Qualitäten des Meisters muss man nicht sprechen, am Samstag (15 Uhr) erwartet die Elfen nicht nur eine hochmotivierte Thüringer Mannschaft, sondern auch 1000 lautstarke Fans, die ihren Klub ins Finale peitschen wollen. Mit einem Scheitern beschäftigen sich die Thüringerinnen nicht.

Leverkusen baut wie auch schon im Hinspiel auf die Gelassenheit des Außenseiters. "Für uns ist ja nichts passiert, wir können befreit und ohne Druck aufspielen", erklärte Wolf. Die 54 Trainerin will eine ihren letzten Partien als Trainerin auf der Bayer-Bank "einfach nur genießen", die Devise lautet auch in Bad Langensalza: Dem THC alles abverlangen, Paroli bieten und am Ende schauen, was bei raus kommt. Vielleicht gibt es dann wieder ungläubige Blicke Richtung Ergebnistafel.