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"Richtig gut gespielt", aber am Ende knapp verloren

Bis kurz vor Schluss konnten die Elfen beim HC Leipzig auf etwas Zählbares hoffen, doch vor 2.396 Zuschauern in der Leipziger Arena waren die letztlich größeren Reserven auf Seiten der Hausherrinnen. Mit einem 3:0-Zwischensprint sorgten die personell breiter aufgestellten Hausherrinnen in den letzten drei Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung der Partie. Marlene Zapf blieb mit ihrem achten Treffer zum 29:27-Endstand nur noch ein wenig Ergebniskosmetik. Bei Leipzig traf Karolina Kudlacz (8/2) am häufigsten.

 

Das erste Pflichtspiel der Saison war für beide Mannschaften eine Standortbestimmung. Sowohl Leipzig, wie auch die Bayer-Handballerinnen hatten Mühe in die Partie zu finden. Ganze vier Minuten dauerte es, ehe Karolina Kudlacz den ersten Treffer erzielte. Die Elfen taten sich schwer die Abwehr und Torhüterin Katja Schülke zu überwinden, doch innerhalb von nur zwei Minuten sollten Kim Naidzinavicius und Marlene Zapf mit ihren Treffern zum 3:3-Ausgleich das Ahlgrimm-Team ins Spiel bringen und fortan agierte man mit dem HCL auf  Augenhöhe.

 

Vor allem Naidzinavicius, die auch beim 4:5 (12.) die Bayer-Handballerinnen erstmalig in Front warf, war im ersten Spielabschnitt nicht zu stoppen und konnte vor dem Seitenwechsel bereits fünf ihrer insgesamt sieben Tore erzielen. Absetzen sollte sich in der Folgezeit keine Mannschaft mehr und mit einem leistungsgerechten 13:13-Unentschieden, bei dem auf beiden Seiten auch die Torhüterinnen die Akzente setzten, wurden die Seiten gewechselt. „Natalie hat richtig gut gehalten und Valentyna war bei den Siebenmetern richtig stark. Die beiden haben sich super ergänzt“, so Trainerin Heike Ahlgrimm.

 

Mit dem ersten ihrer insgesamt sechs Treffer sollte Laura Steinbach dann den zweiten Durchgang eröffnen. Die Führung wechselte weiterhin zwischen beiden Teams munter hin und her, ehe Mitte der zweiten Halbzeit die Elfen mit einem 3:0-Zwischensprint zum 17:19 (42.) sich erstmals ein wenig absetzen konnten. Doch Leipzig hielt den Anschluss, verkürzte immer wieder auf ein Tor und bei den Elfen verletzte sich während einer Finte noch Ruta Latakaite-Willig an der Wade und fiel für den Rest der Partie aus.

 

Allerdings wurde es in der hochklassigen Partie nun auch eine Kraftfrage, in der auch die drei mehr zur Verfügung stehenden Feldspielerinnen das Pendel zu Gunsten der Hausherrinnen ausschlagen ließen. Vor allem Laura Steinbach übernahm nun in der Offensive die Verantwortung und konnte ihr Team auf Kurs halten. Als jedoch ausgerechnet die ehemalige Elfe Anne Müller einen Konter zum 28:26 (58.) verwandelte und dann in der Schlussminute Karolina Kudlacz auf drei Tore erhöhte, war die Partie zu Gunsten des HCL entschieden.

 

„Wir haben 56 Minuten richtig gut gespielt und gesehen, dass wir mit den Spitzenteams mithalten können“, zeigte sich Trainerin Heike Ahlgrimm zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge. „Es ist am Ende ärgerlich, dass wir keine Punkte mitnehmen, aber durch den Ausfall von Ruta fehlten dann auch gerade in der Schlussphase die Alternativen.“ Die Litauerin konnte nur auf Krücken die Heimreise antreten, wie lange die Elfen auf die variable Rückraumspielerin verzichten müssen, werden die medizinischen Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen.

 

HC Leipzig – Bayer Leverkusen 29:27 (13:13)

 

Leipzig: Schülke, Plöger

Visser 5/4, Augsburg 2, Müller 3, Reiche 2, Kramer 1, Bont, Schulze 2, Kudlacz 8/2, Lang 3, Hubinger 2, Mazzucco 1, Windisch

 

Leverkusen: Hagel, Salamakha

Zapf 8/3, Egger, Latakaite-Willig, Glankovicova 3, Hilster 3, Naidzinavicius 7, Steinbach 6, Jörgens, Comans

 

Strafminuten: 2/2

Siebenmeter: 6/10 ; 3/5

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider

Zuschauer: 2396