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Kampf gegen den Blutkrebs: Frauen-Nationalmannschaft unterstützt Aktion „Handballer für Handballer”

In seiner Karriere hat Arnulf Meffle (54) gegen viele Gegner auf dem Platz gekämpft und gewonnen. Doch nun kämpft er gegen einen noch unberechenbareren Gegner: die Leukämie.

Laura Steinbach, Kim Naidzinavicius und Marlene Zapf

Der 78er-Weltmeister braucht dringend einen Stammzellspender. Um einen passenden Spender zu finden, starten die damalige Weltmeistermannschaft sowie die gesamte Handballfamilie zusammen mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei (www.dkms.de) in der Zeit vom 2. bis zum 16. Dezember 2012 die Aktion „Handballer für Handballer“.

Zu dieser Zeit sind die Spielerinnen der Frauen-Nationalmannschaft bereits zur EURO in Serbien unterwegs - deshalb setzen sie bereits vor dem Turnier ein starkes Zeichen: Während des Vorbereitungslehrgangs im SportCentrum Kamen-Kaiserau lassen sie sich registrieren. „Wir sind froh, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben, hier aktiv zu werden”, sagt Kapitänin Isabell Klein. „Über die Registrierung bei der DKMS einen Treffer zu landen, wäre ein großartiger Erfolg.” Auch Bundestrainer Heine Jensen unterstützt das Engagement: „Jede zusätzliche Öffentlichkeit ist wichtig und kann Leben retten. Und dabei leisten wir selbstverständlich mit ganzem Herzen unseren Beitrag.”

Kim NaidzinaviciusEng eingebunden in die Aktion „Handballer für Handballer” sind die DKB Handball-Bundesliga sowie die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Zusammen mit der DKMS rufen sie mit der lebensrettenden Botschaft „Die Spende deines Lebens“ deutschlandweit die Zuschauer vor Ort auf, sich in der weltweit größten Datei registrieren zu lassen, um Arnulf Meffle oder anderen an Blutkrebs erkrankten Patienten eine Lebenschance zu geben. Zum Auftakt der Aktionswochen werden am 28. November in Ottersweier, dem Heimatort von Arnulf Meffle, Spiele zwischen den DHB-Traditionsmannschaften und Auswahlmannschaften aus dem südbadischen Raum stattfinden. Der Erlös dieser Veranstaltung wird der DKMS gespendet, denn jede einzelne Typisierung kostet die DKMS 50 Euro, die ausschließlich über Spendengelder finanziert wird.

Die Kontoverbindung lautet: Volksbank Bühl, Stichwort: Arnulf Meffle, Konto-Nr. 678 678, BLZ: 662 914 00

Die Leukämie wurde bei dem 71-maligen Nationalspieler erstmals vor drei Jahren festgestellt. Zwischenzeitlich hatten die behandelnden Ärzte die Erkrankung unter Kontrolle, im Frühsommer 2012 dann der Rückfall. Jetzt hilft nur noch eine Stammzelltransplantation. Der Vater dreier erwachsener Kinder muss wegen seiner Krankheit die Arbeit als Realschullehrer beenden und in den Vorruhestand gehen. Mit seiner Erkrankung geht er offensiv um. „Mir hat es sehr geholfen, dass sich meine ehemaligen Mannschaftskameraden immer wieder bei mir gemeldet haben. Wir waren damals nicht nur eine Interessengemeinschaft, es wird sich umeinander gekümmert“, so Meffle.

So ist es für seine ehemaligen Kollegen eine Selbstverständlichkeit, zu helfen und die Aktion „Handballer für Handballer“ zusammen mit der DKMS ins Leben zu rufen. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der DKMS und hoffen, möglichst viele Zuschauer auf deren lebenswichtige Arbeit aufmerksam zu machen. Es wäre schön, viele neue potenzielle Stammzellspender zu gewinnen“, sagt DHB-Sportmanager Heiner Brand.

Hintergrund:
Marlene ZapfAlle 45 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose „Leukämie“. Bezogen auf alle Blutkrebs-Erkrankungen vergehen sogar nur 16 Minuten zwischen zwei Diagnosen. Vielen Patienten kann nur durch eine Stammzellspende geholfen werden. Zwar vermittelt die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei als weltweit größte Datei täglich mindestens zwölf Stammzellspender, trotzdem findet sich in Deutschland immer noch für jeden fünften Patienten kein geeigneter „genetischer Zwilling“. Derzeit sind in Deutschland über 2,8 Millionen Menschen in der DKMS registriert, weit über 32000 von ihnen haben bereits Stammzellen oder Knochenmark für einen an Blutkrebs erkrankten Patienten weltweit gespendet.

Wer kann sich registrieren lassen? Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren als potenzieller Spender registrieren lassen.

Weitere Informationen: www.dkms.de