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Kim Naidzinavicius: Erfolgreich auch ohne Palmarsson

Nein, Aron Palmarsson ist schon lange nicht mehr dabei, wenn Kim Naidzinavicius Handball spielt.

Früher ist die blonde Kim nicht ohne Aron aufs Feld gegangen, ein vom Rückraumspieler des THW Kiel handsigniertes T-Shirt trug die torgefährliche Rückraumspielerin der Elfen stets als Glücksbringer unter ihrem Trikot. Die Zeiten sind vorbei, sagt Kim: „Das T-Shirt hatte ich schon lange nicht mehr an. Ich dachte, mit dem Wechsel nach Leverkusen wäre es mal Zeit, einige der alten Rituale zu streichen, da sich ja doch einige angesammelt hatten.“ Geblieben ist die Vorliebe für ungerade Zahlen: Eine gerade Rückennummer auf dem Trikot käme für Kim absolut nicht in Frage.

Der Wechsel von der HSG Bensheim-Auerbach an den Rhein hat im Sommer 2011 im Handballer-Leben von Kim Naidzinavicius nicht nur Aron Palmarsson verdrängt. Auch sonst hat sich eine ganze Menge geändert. Im April wird Kim 22 Jahre alt, doch trotz ihrer Jugend gehört sie spätestens seit dieser Saison zu den absoluten Leistungsträgerinnen der Elfen. Sie erzielt Tore am Fließband, führt mit 96 Treffern die Torjägerliste der Bundesliga an und bietet am Siebenmeterpunkt eine fast 100-prozentige Treffer-Garantie. „Ich versuche mich einfach vor jedem Siebenmeter richtig zu konzentrieren und nicht zu viel nachzudenken“, erzählt sie: „Damit fahre ich in letzter Zeit ganz gut.“ In der Tat, immerhin hat sie in dieser Saison schon 37-mal vom Punkt getroffen. Sie wirft meistens „ganz spontan, da ich weiß, dass es schwierig wird, wenn man erst mal anfängt, zu überlegen, was die Torfrau denken könnte.“

Seit Mai 2012 ist Kim Naidzinavicius Nationalspielerin, gemeinsam mit Laura Steinbach und Marlene Zapf bildete sie das überaus erfolgreiche Elfen-Trio bei der Europameisterschaft im Dezember in Serbien. Ein bisschen überrascht ist Kim von der eigenen sportlichen Entwicklung. „Wenn ich zurückschaue auf die letzten Jahre, ging das alles doch sehr rasant“, sagt sie. Der Wechsel an den Rhein sei im Nachhinein betrachtet genau die richtige Entscheidung gewesen: „Ich denke ich habe gerade in Bezug auf Leverkusen alles richtig gemacht.“

Gegen Buxtehude möchte Kim Naidzinavicius am Sonntag in der Smidt-Arena (Anwurf 16 Uhr) gerne ihr 100. Tor in der laufenden Saison erzielen. Das sollte machbar sein, vier Treffer fehlen ihr dafür noch. Trotz der aktuellen Erfolgsserie der Elfen tippt Kim Naidzinavicius auf die Meisterschaft für den Buxtehuder SV: „Wenn sie ihre Ausfälle weiterhin so gut kompensieren können und nach und nach wieder vollzählig werden, sehe ich sie dieses Jahr ganz oben. Zu gönnen wäre es ihnen allemal.“