HBF

 

WM 2017

Aktion Goldtore

Banner

 

Förderer der Aktion Goldtore 

 Die Werkselfen als App

Newsletter

Wildcats

 

SEAT

 

Tabellenführer stoppt Siegesserie

Nach neun Siegen in Serie wurde der Elfen-Expess vom Tabellenführer Buxtehuder SV gestoppt. Mit 28:33 (14:15) unterlag Leverkusen dem deutschen Vizemeister und bleibt damit weiterhin Tabellenfünfter.

Viel mehr als die Niederlage trübte jedoch die Sprunggelenksverletzung von Kim Naidzinavicius nach rund 20 Minuten die Stimmung der Gastgeberinnen. Wie lange Heike Ahlgrimm auf die beste Torschützin der Liga verzichten muss, wird erst nach den medizinischen Untersuchungen feststehen. Laura Steinbach (11/5) und Marlene Zapf (5/1) waren die erfolgreichsten Werferinnen der Elfen, für Buxtehude traf Friederike Lütz achtmal.

Mit jeder Menge Selbstbewusstsein startete Leverkusen nach den jüngsten Siegen über Leipzig und den Thüringer HC in die Partie. Die Abwehr stand zunächst gut, lediglich im Angriff hatte man Mühe gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste zurechtzukommen. Bereits nach drei Minuten musste BSV-Trainer Dirk Leun per Auszeit die ersten Nachjustierungen vornehmen, doch die Elfen hatten die Partie zunächst weiter im Griff und zogen auf 5:2 (8.) davon. Doch dann nahm der Tabellenführer Fahrt auf, und es entwickelte sich das erwartete Spitzenspiel.

Buxtehude gewann mehr und mehr durch seine aggressive Abwehrarbeit die Kontrolle über die Partie, doch die Elfen ließen sich nicht abschütteln. Dann der Schock, in der 20. Minute verletzte sich Kim Naidzinavicius nach einer Kreuzbewegung am gegnerischen Kreis am linken Sprunggelenk. Nach der minutenlangen Behandlungspause konnte „Buxte“ dank eines von Antje Lenz parierten Strafwurfes erstmals mit zwei Toren vorlegen, doch die Elfen bäumten sich noch einmal auf und glichen prompt zum 10:10 aus.

Kurz vor der Pause dann eine der Szenen, die Heike Ahlgrimm besonders ärgern sollten. Anstatt erneut auszugleichen, ließ man Katja Langkeit im Konter unbedrängt zum 13:15 treffen. „Man kann Fehler machen, aber es muss dann auch die Bereitschaft da sein zurückzulaufen“, sagte Ahlgrimm. Laura Steinbach konnte vor dem Seitenwechsel noch einmal den Anschluss herstellen, das 14:15 ließ eigentlich alle Möglichkeiten offen.

Doch Buxtehude agierte auch in Halbzeit zwei in der Deckung kompromisslos, das machte Jessica Oldenburg früh mit einem Gesichtstreffer gegen Marlene Zapf deutlich. Die Elfen agierten nun mit zu großem Respekt vor der BSV-Abwehr und leisteten sich zahlreiche Fehler. „Wir haben unsere Linie verloren“, bemängelte Ahlgrimm, die nach dem 17:22 (38.) mit einer kurzen Deckung durch Mandy Münch gegen Friederike Lütz zumindest phasenweise den Spielrhythmus des Tabellenführers stören konnte.

Doch auch dieser taktische Schachzug reichte nicht aus, weil Buxtehude seine Überzahlsituationen besser nutzte und der Anschlusstreffer nie fiel. Letztmalig in Schlagdistanz waren die Elfen beim 23:25 (50.) und dem 27:30 (56.) von Youngster Anna Seidel. In den letzten Minuten schraubten dann die Gäste das Ergebnis noch einmal in die Höhe und gewannen klar mit fünf Toren Vorsprung.

„Der Sieg von Buxte geht auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Heike Ahlgrimm: „Wir haben den Kampf nicht angenommen. Wenn wir nicht unsere Leistung abrufen und nicht alles geben, dann verlieren wir gegen so ein Spitzenteam.“ Gästetrainer Dirk Leun verteilte ein Sonderlob an seine Abwehrchefin Janne Wode und sah in dem Sieg einen „positiven Impuls“ für seine Mannschaft. Ganz besonders "herzliche" Grüße richtete der Coach an THC-Coach Herbert Müller, der im Vorfeld mit einer Niederlage der Niedersachsen gerechnet hatte ("Buxte fällt in Leverkusen"). „Wir stehen noch“, sagte Leun mit einem leicht sarkastischen Unterton.

TSV Bayer 04 Leverkusen – Buxtehuder SV 28:33 (14:15)

Leverkusen: Hagel, Salamakha
Zapf 5/1, Egger, Egozkue, Latakaite-Willig 3, Glankovicova 1, Hilster 2, Naidizinavicius 2, Steinbach 11/5, Seidel 1, Jörgens, S. Münch, Comans 2, M. Münch 1, Loncar

Buxtehude: Lenz, Krause
Deen 3, Wode, Lütz 8, Ficsher 4/3, Kaiser, Kohler, Stapelfeldt 5, Lamp 1, Langkeit 5, Oldenburg 6, Hayn 1

Strafminuten: 6/10
Siebenmeter: 6/7 ; 3/3
Schiedsrichter: Berning/Thiemann
Zuschauer: 1.200