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60 (fast) perfekte Minuten bringen Kantersieg über Göppingen

„So sehen Sieger aus“, schallte es aus den Lautsprechern der Smidt-Arena, während die Elfen unten auf dem Parkett ihren ganz eigenen "Gangnam Style" aufführten 

und sich geschlossen bei ihrer überragenden Torhüterin Natalie Hagel bedankten. Die Freude nach dem deutlichen 25:15 (14:7) gegen Frisch Auf Göppingen und dem damit vollzogenen Sprung auf den fünften Tabellenplatz war groß. „Das haben wir als Team geschafft“, sagte Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Sieg, durch den die beiden Mannschaften die Plätze in der Tabelle tauschten. Denisa Glankovicova (7), Marlene Zapf und Kim Naidzinavicius (je 6) erzielten die meisten Tore für die Elfen.

Natalie Hagel -Foto: Ralf KardesNatalie Hagel brillierte hinter einer aggressiven Abwehr mit einer Weltklassequote von 54 Prozent gehaltener Bälle. Göppingen, das in Birute Stellbrink (6/3) seine treffsicherste Spielerin hatte, wusste am Ende nicht mehr, wie denn wohl an Natalie Hagel vorbeizukommen war. Sinnbildlich für die wachsende Ratlosigkeit der Gäste war der letzte Siebenmeter, der völlig missglückte Versuch eines Hebers, den die Elfen-Torhüterin im Stand ohne große Anstrengung abfing - es war ihr vierter gehaltener Strafwurf.

Mit der Ehrung der weiblichen C-Jugend, die ungeschlagen die Meisterschaft in der Verbandsliga gewann, hatte der Sonntagnachmittag, erstmals präsentiert von einem "Sponsor of the Day", dem Elfen-Partner Premio Reifen + Autoservice Johann, stimmungsvoll begonnen. Die "großen" Elfen wollten den kleinen dann in nichts nachstehen und machten den Gästen aus Göppingen gleich von Beginn an klar, wessen Revier die Smidt-Arena ist. Mit einer aufmerksamen und gut verschiebenden Abwehr konnte man sich früh die ersten Konterchancen erarbeiten und trotz eines verworfenen Siebenmeters von Laura Steinbach schnell mit 2:0 (4.) in Führung gehen.

Auch dank der von Anfang an gut aufgelegten Natalie Hagel gelang es trotz Unterzahl, diese Führung auszubauen und zu stabilisieren. Dass die Frisch Auf Frauen grundsätzlich eine sehr physische Deckung spielen, bekamen die Zuschauer in der Smidt-Arena deutlich vorgeführt. Es wurde so die im Vorfeld erwartete intensive Partie, in der die Elfen aber gegenhielten und erstmals in der 13. Minute nach dem kraftvollen Durchbruch von Denisa Glankovicova zum 5:2 virtuell dank der besseren Tordifferenz auf dem fünften Tabellenplatz standen.

Grund genug für Gästetrainer Aleksandar Knezevic, erste Nachjustierungen vorzunehmen. Doch die Elfen bestimmten weiterhin die Partie, ließen hinten nur wenig gute Wurfchancen der Gäste zu, zeigten sich im Angriff konsequent und zogen auf 12:5 (24.) davon.

Grund zur Klage hatte Heike Ahlgrimm nicht, die Trainerin nutzte ihre Auszeit, um nach personellen Wechseln noch einmal die letzten Instruktionen für die Schlussphase zu geben. Konzentriert blieben die Elfen, und dank Natalie Hagel, die mit einer Siebenmeterparade nach dem Pausenpfiff ihre Fangquote zwischenzeitlich auf unglaubliche 60 Prozent steigerte, wurden beim Zwischenstand von 14:7 die Seiten gewechselt.
Denisa Glankovicova - Foto: Ralf Kardes
Aleksandar Knezevic wollte entweder den Elfen-Lauf taktisch stoppen oder hatte viel Gesprächsbedarf, jedenfalls schickte er seine Mannschaft erst mit minutenlanger Verzögerung schickte er seine Mannschaft zur zweiten Halbzeit auf das Parkett. Entsprechend zerfahren begannen die zweiten dreißig Minuten, doch die Elfen fanden aus einer stabilen Abwehr und mit einer nie nachlassenden Natalie Hagel wieder in ihren Rhythmus und führten beim 16:8 (37.) erstmals mit acht Toren.

Dabei blieb es zunächst, auch weil Heike Ahlgrimm bewusst der einen oder anderen Leistungsträgerin Zeit zum Verschnaufen gab und dafür einem Youngster wie Anna Seidel viel Spielpraxis einräumte. Während der letzten Minuten war dann die ganze Smidt-Arena eine einzige Stehtribüne, Joyce Hilster und Jenny Jörgens war es in der Schlussminute vergönnt, das Polster noch in den zweistelligen Bereich zu werfen.

Marlene Zapf - Foto: Ralf Kardes


TSV Bayer 04 Leverkusen – Frisch Auf Göppingen 25:15 (14:7)

Leverkusen: Hagel, Salamakha
Zapf 6, Egger, Egozkue Extremado, Latakaite-Willig, Glankovicova 7, Hilster 1, Naidzinavicius 6/3, Steinbach 4, Seidel, S. Münch, Comans, M. Münch

Göppingen: Hegemann, Jankovic
Brugger, Scheffknecht 1, Dolder 1, Stellbrink 6/3, Daniels 2, Weigelt 2, Karolius 1, Dinkel 1/1, Leppert, Vojtiskova 1, Janeckova

Strafminuten: 8/10
Siebenmeter: 3/4  ; 4/8
Schiedsrichter: Gerhard/Küsters
Zuschauer: 950