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Das Elfen-Tor blieb ver"Hagel"t - klarer Sieg gegen Blomberg

Ohne die beiden Linkshänderinnen Marlene Zapf und Denisa Glancovicova, dafür mit einer überragenden Natalie Hagel im Tor haben die Elfen das letzte Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde

gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 26:15 (12:9) gewonnen und damit den fünften Tabellenplatz gefestigt. „Ich bin froh, dass wir in der zweiten Halbzeit die Partie recht schnell entschieden und so Kräfte für Samstag gespart haben", sagte Trainerin Heike Ahlgrimm und war in Gedanken schon beim Auswärtsspiel in Metzingen: "Ich freue mich darauf, die Halle wird voll sein, und es macht Spaß, in so einer Atmosphäre zu spielen."

Die Anfangsphase der Partie gegen Blomberg war recht hektisch. Die Abwehrreihen hatten zunächst so ihre Probleme, und obwohl die Tore hüben wie drüben zahlreich fielen (6:6, 12.), leisteten sich beide Mannschaften auch im Angriff den einen oder anderen überhasteten Abschluss. Die Elfen ohne Marlene Zapf (Oberschenkelprobleme) und Denisa Glankovicova (Wadenverletzung) schalteten aber schon bald einen Gang hoch. Natalie Hagel gab zudem mit zwei gehaltenen Strafwürfen die richtigen Impulse, so dass am Ende der ersten Halbzeit eine verdiente 12:9-Pausenführung zu Buche stand.

Die Zuschauer bekamen spektakuläre Tore zu sehen. Naiara Egozkue Extremado gab dem Ball beim 7:6 so viel Effet mit, dass er trotz des Eingreifens von Blombergs Keeperin Anna Monz noch ins andere Eck trudelte. Laura Steinbach hatte beim 12:9 dermaßen viel Präzision in ihrem Wurf, dass zwischen Ball und Tordreieck absolut kein Platz mehr war.

Dennoch war Heike Ahlgrimm mit der ersten Halbzeit "überhaupt nicht zufrieden. Da haben wir in der Abwehr zu passiv gestanden, und ohne Natalie Hagel hätte das ganz anders ausgesehen“, sagte sie und ließ ihrem Unmut eine klare Halbzeitansprache folgen. Die zeigte Wirkung, denn gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts sorgten die Elfen schnell für klare Verhältnisse. Die Abwehr im Zusammenspiel mit Natalie Hagel , die am Ende erneut eine Weltklassequote von über 50 Prozent gehaltener Bälle zu Buche stehen hatte, ließ in 15 Minuten lediglich das 12:10 von Hildur Thorgeirsdottir zu, die Offensive der Elfen zog Tor um Tor davon. Vor allem bei ihrem 18. Treffer glänzten die Elfen mit grandioser Passgenauigkeit: Ruta Latakaite-Willig spielte den öffnenden Pass vom rechten Rückraum auf Linksaußen Joyce Hilster, die gab schnell auf Kim Naidzinavicius weiter, die sich dann zum 18:10 durchkämpfte.

Heike Ahlgrimm konnte bedenkenlos durchwechseln und riskierte dadurch nur einen kurzen Einbruch. Als die Gäste mit drei Toren in Serie zum 20:14 (51.) verkürzten, nahm die Trainerin eine kurze Auszeit, gab den Youngstern die richtigen Anweisungen auf den Weg, und diese setzten nun endgültig nach. Unter anderem zwei Tore von Pia Adams, die im Vorfeld der Partie gemeinsam mit ihren Mitspielerinnen aus der A-Jugend für den Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft geehrt worden war, und ein Treffer von Mandy Münch brachten ein klares 26:14. Der Schlusspunkt war dann Blombergs Toptorschützin Xenia Smits mit ihrem sechsten Treffer vorbehalten. Für die Elfen, bei denen alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, trafen Kim Naidzinavicius (7/5) und Laura Steinbach (4) am häufigsten.

Für die Ausgangslage mit Blick auf die Play-offs herrscht zumindest schon einmal Klarheit, was den Spieltermin angeht. Durch Oldenburgs 31:26-Erfolg über Buxtehude kann der Pokalsieger nicht mehr vom vierten Platz verdrängt werden. Auch der Thüringer HC kommt nach dem 33:28-Sieg bei den Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern nicht mehr als Gegner in Betracht, da der Deutsche Meister nicht mehr auf den dritten Rang abrutschen kann und die Elfen durch das 25:30 des Frankfurter HC gegen Leipzig nicht mehr auf Rang sieben zurückfallen können. Somit wird am Sonntag, 07. April (Anwurf 16 Uhr) das Viertelfinal-Heimspiel stattfinden. Die noch möglichen Gegner – Leipzig, Buxtehude oder Oldenburg – versprechen in jedem Fall attraktiven Handball.

Es gab übrigens an diesem Abend noch mehr zu feiern: Die Cheerleader-Gruppe der Wildcats hatte bei den Regionalmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Bonn ordentlich abgeräumt und wurden für insgesamt vier Titel in den diversen Altersgruppen von Geschäftsführerin Renate Wolf geehrt. Stellvertretend für die Aktiven und die Trainer nahm Anette Schmitz die Auszeichnung und die Präsente entgegen.

Eine Überraschung hatten dann auch noch Elfen-Kreisläuferin Desiree Comans und ihr Lebensgefährte Nick Onink parat. Nick war bei einem Halbmarathon in den Niederlanden gestartet und hatte dabei von persönlichen Sponsoren 450 Euro gesammelt. Einen Scheck in dieser Höhe zugunsten der Deutschen Krebshilfe überreichten er und Desiree an Renate Wolf, die kaum Worte für diese große Geste fand: " Ich bin überwältigt." Übrigens: Nicks Zeit auf der halben Marathondistanz, immerhin 21 Kilometer, lag bei 2:05 Stunden. Für einen Amateur gar nicht mal so schlecht.

TSV Bayer 04 Leverkusen – HSG Blomberg-Lippe 26:15 (12:9)

Leverkusen: Hagel, Salamakha
Egger 3, Egozkue 2, Latakaite-Willig 2, Adams 2, Hilster 3, Naidzinavicius 7/5, Steinbach 4, Seidel 1, S. Münch, Comans 1, M. Münch 1

Blomberg: Monz, Roch
Piekhaar 1, Großheim, Müller, Smits 6, Thorgeirsdottir 1, Frey 1, Thomas 2, Pilmayer, Malestein 3/1, Wahle 1

Strafminuten: 6/4
Siebenmeter: 5/6 ; 1/3
Schiedsrichter: Immel/Klein