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In der Ruhe liegt die Kraft – Valentyna Salamakha bleibt bei den Elfen


Sie ist der Gegenentwurf zu der impulsiven Natalie Hagel: Ruhig, unaufgeregt, fast schon stoisch macht Valentyna Salamakha im Tor der Elfen ihren Job – und sie macht ihn sehr gut.

Das wird auch in der nächsten Saison nicht anders sein, denn „Vala“ bleibt mindestens ein weiteres Jahr in Leverkusen. „Ich mag die Kommunikation und den Zusammenhalt im Team und den offenen Umgang mit Problemen“, sagt die sympathische Torhüterin, die am 23. April ihren 27. Geburtstag feiert. Sternzeichen Stier – das passt auf den ersten Blick so gar nicht zu Salamakhas ausgeglichener Art.

Als „Vala“ im Frühjahr 2011 nach Leverkusen kam, da geschah das zunächst in der Absicht, sich durch regelmäßiges Training bei den Elfen fit zu halten. Bis dahin hatte sie beim ukrainischen Spitzenklub Saporosche gespielt und war auf der Suche nach einem neuen Verein. „Leverkusen hat international einen guten sehr Ruf und war mir schon lange ein Begriff“, sagt sie. Deshalb lag es auf der Hand, mit Renate Wolf Kontakt aufzunehmen. Zunächst war „Vala“ im Training hinter Laura Glaser und Larissa van Dorst die Nummer drei, doch mit ihrem grundsoliden und effektiven Torwartspiel hatte sie es schon bald in die erste Reihe geschafft und bekam fast folgerichtig einen Vertrag. Mittlerweile bildet sie zusammen mit Natalie Hagel eines der besten Torhüter-Gespanne der Liga, die beiden so unterschiedlichen Spielertypen ergänzen sich perfekt.

Mit acht Jahren wurde Valentyna Salamakha von ihrer Mutter zum Handballtraining geschickt, die ersten Ballkontakte hatte sie in einem Verein in ihrer ukrainischen Heimatstadt Kirowograd. Schnell erkannte die Trainerin, wo die Stärken des ruhigen Mädchens lagen, sie stellte die kleine Valentyna ins Tor. Von 2003 bis 2007 und dann wieder von 2008 bis 2011 spielte Salamakha in Saporosche, unterbrochen nur von einer Saison in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. International tritt sie für Aserbaidschan an, in der dortigen Nationalmannschaft ist sie die unumstrittene Nummer eins.

Als sie vor zwei Jahren nach Deutschland kam, blieb ihr Sohn Daniel zunächst bei der Oma in der Ukraine. Seit Oktober 2012 ist der mittlerweile Achtjährige bei seiner Mama in Düsseldorf, und die Familienzusammenführung hat Valentyna Salamakha sichtlich gut getan. Ob ihr Sohn in ihre sportlichen Fußstapfen treten wird, ist im Moment noch nicht absehbar. „Er besucht regelmäßig Trainingseinheiten in Düsseldorf, aber ein richtiges Interesse ist noch nicht zu erkennen“, sagt Valentyna über ihren kleinen Prinzen: „Ihm machen einfach die Bewegung und der Kontakt mit anderen Kindern Spaß. Aber vielleicht ändert sich das ja noch.“ Wenn die Mama spielt, ist Daniel jedenfalls immer live dabei.

Zur Zeit ist Valentyna Salamakha wegen eines im Training erlittenen Handbruchs zum Zuschauen verurteilt, die Saison wird aller Voraussicht nach ohne ihre Beteiligung zu Ende gehen. Deshalb hat sie auch schon mal ihre Ziele für die kommende Spielzeit formuliert: „Ich möchte mit meinen Leistungen zu vielen Siegen beitragen und immer mit Spaß bei der Sache nach vorne schauen.“ Die Elfen werden ihrerseits noch viel Freude an Valentyna Salamakha haben.