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Halbfinale - Elfen mit klarem Sieg in Oldenburg

Die Halle tobte, als Naiara Extremado betont lässig zum Siebenmeterpunkt ging. Das gellende Pfeifkonzert, die Buhrufe des Oldenburger Publikums – alles prallte an ihr ab.

Kühl bis ans Herz verwandelte die Spanierin den Strafwurf und brüllte der tobenden Kulisse ein langgezogenes „Vamos“ entgegen. Es war sinnbildlich für diesen Tag, für dieses Spiel: Nichts und niemand konnte die Leverkusener Elfen an diesem Tag stoppen. Halbfinale.

 

Oldenburg bleibt in den Play-offs ein gutes Pflaster für die Elfen. Nach einer „taktisch guten Leistung“ (Renate Wolf) gewannen die Gäste in der EWE-Arena souverän mit 29:23 (15:8). Die nervenstarke Naiara Egozkue Extremado (7/5) und die aus dem Rückraum eiskalten Laura Steinbach (6/1) und Marlene Zapf (5) sorgten für die meisten Tore. Der Einzug ins Play-off-Halbfinale ist geschafft, außerdem aus eigener Kraft die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb 2013/14.

 

„Wir sind wirklich eine Wundertüte“, sagte nach der Partie eine überglückliche Trainerin Heike Ahlgrimm: „Wir haben gegen Oldenburg in dieser Saison drei schlechte Spiele gemacht, aber heute war die entscheidende Partie.“ Und die war gut. Souverän. Einfach stark.

 

Ein einziges Mal, beim 1:0 von Lois Abbingh, lagen die Elfen zurück, dann übernahmen sie unwiderstehlich und unaufhaltsam das Kommando. Marlene Zapf und Laura Steinbach fackelten aus dem Rückraum nicht lange, und Kim Naidzinavicius konnte den ersten Kontertreffer setzen. Natalie Hagel parierte den Strafwurf gegen Sabrina Neuendorf, Marlene Zapf erhöhte auf 4:2. Die Elfen lagen früh in der Gesamtaddition vorne – und sie blieben vorne.

 

„Die Abwehr hat super gestanden, Oldenburg wusste nicht, was sie machen sollten“, sagte Anna Seidel, die auf der rechten Außenbahn ihre Chance erhielt und sie hundertprozentig nutzte. „Wir hatten im Angriff Probleme und sind nicht zu unserem schnellen Spiel gekommen“, stellte Oldenburgs Lois Abbingh sehr richtig fest.

 

Die Elfen dominierten die erste Halbzeit, zogen über 3:7 (12.) auf 6:14 (22.) davon und nahmen eine Sieben-Tore-Führung (8:15) mit in die Halbzeit! „Wir haben viel riskiert und sind belohnt worden“, so Heike Ahlgrimm: „Das ging an die Kraft, das wussten wir. Daher haben wir nachher umgestellt und das Spiel in Ruhe kontrolliert.“

 

In Schlagdistanz ließ man die Gastgeber die komplette zweite Halbzeit nicht mehr kommen. Der Vorsprung pendelte zwischen sechs und neun Toren, und am Ende stand ein klarer Erfolg mit sechs Toren zu Buche. „Da haben wir noch drei Tore kassiert, die wir nicht kassieren mussten“, sagte Heike Ahlgrimm, die einfach „stolz“ auf ihre Mannschaft war. Nicht nur Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki musste am Ende eines denkwürdigen Spiels anerkennen: „Leverkusen hat verdient gewonnen.“

 

VfL Oldenburg – TSV Bayer 04 Leverkusen 23:29 (8:15)

 

Oldenburg: Renner, Wester

Bitter, Birke 2, Hetmanek 1, Schirmer 2, Wenzl 2, Abbingh 10/6, van der Heijden 1, Kethorn 1, Neuendorf 3/1, Smit, Winter 1

 

Leverkusen: Hagel, Krückemeier

Zapf 5, Egger, Egozkue Extremado 7/5, Heldmann, Latakaite-Willig 3, Adams, Hilster 1, Naidzinavicius 3, Steinbach 6/1, Seidel 2, Jörgens, Comans 2

 

Strafminuten: 6/6

Siebenmeter: 7/8 ; 6/7

Schiedsrichter: Brauer/Holm

Zuschauer: 1518