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Naiara Extremado vor dem Halbfinale: "Wir können den THC schlagen"

Naiara Egozkue Extremado gehört auf der Linksaußen-Position seit Wochen zu den Aktivposten der Elfen.

Mit ihrer emotionalen Spielweise und ihren Toren ist sie aus der Mannschaft von Heike Ahlgrimm nicht mehr wegzudenken. Vor dem Play-off-Halbfinale sprach "Nai" über ...

... Emotionen: "Ich bin immer ein sehr emotionaler Mensch. Es gibt aber auch Situationen, in denen zu viele Emotionen gar nicht so gut sind. Manchmal passiert es mir nämlich, dass ich aus einer kleinen Sache eine riesengroße Affäre mache. Es kommt schon mal vor, dass ich diese Seite an mir ganz und gar nicht mag."

... Erfolgsgeheimnisse: "Harte Arbeit und ein starker Wille. Der mentale Aspekt ist in jeder Sportart enorm wichtig. Im Laufe einer Saison gibt es Höhen und Tiefen, und man muss immer stark genug sein, um konsequent weiterzuarbeiten. Damit das funktioniert, ist es von großer Bedeutung, dass man ein gutes Team um sich hat. Das ist sogar im Training noch viel wichtiger als im Spiel."

... die Spiele gegen den Thüringer HC: "Gegen starke Gegner oder Favoriten zu spielen, ist immer sehr speziell. Jeder Sportler liebt diese großen Spiele, in denen es um alles geht. Die Motivation ist riesig, und das Gefühl, wenn man solche Spiele gewinnt, ist unbeschreiblich, das Beste überhaupt im Sport. Wir hatten dieses Gefühl nach unserem Sieg in Oldenburg, und wir wollen es wieder haben - und wieder und wieder bis zum Finale."

... den Verlauf des Halbfinales: "Ich glaube, es wird eine sehr enge Kiste. Sie haben drei Spiele mehr als wir in den Beinen und könnten ein bisschen müde sein. Wir haben sie in ihrer Halle geschlagen, aber daran dürfen wir nicht so oft denken. Wir müssen spielen wie in Oldenburg, mit einer starken Abwehr und einem schnellen und sicheren Angriff. Wir dürfen keinen Ball verlieren und müssen immer unsere Torchance suchen. Wenn wir alles geben, 120 oder sogar 150 Prozent, dann werden wir auch gewinnen. In engen Spielen gibt es oft diesen einen Moment, der über Sieg und Niederlage entscheidet. Wenn dieser Moment kommt, müssen wir die Chance nutzen."

... ihr neues Leben in Deutschland: "Mein Leben hat sich total verändert, ich bin alleine hier, ohne meine Familie, und in der ersten Zeit war das ganz schön schwer. Mittlerweile bin ich glücklich, ich lerne viel über mich selbst und mache viele neue Erfahrungen. Außerdem verstehe ich die Sprache schon viel besser und bin total happy, wenn ich was auf Deutsch sage und die Leute mich verstehen."

... ihre Familie: "Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meiner Familie und meinen Freunden und vermisse sie alle sehr. Wir umarmen und küssen uns immer alle, wenn wir uns sehen, und das hat mir hier in Deutschland zuerst sehr gefehlt. Aber dann habe ich es meinen Mitspielerinnen erzählt, und seitdem umarmen sie mich alle vor jedem Spiel."

... den Unterschied zwischen Spaniern und Deutschen: "Deutsche sind sehr viel zurückhaltender als Spanier, viel reservierter. Außerdem sind die Spanier bessere Köche, ich liebe das spanische Essen. An was ich mich überhaupt nicht gewöhnen kann, sind die Zeiten für das Mittag- und Abendessen in Deutschland. Die sind in Spanien ganz anders."