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Über enge Spiele, schwere Gegner und die Chancen im Halbfinale

Vor dem Halbfinale gegen den Thüringer HC am morgigen Mittwoch sprachen wir noch in einem Doppelinterview mit Geschäftsführerin Renate Wolf und Trainerin Heike Ahlgrimm.



Haben Spiele gegen den Thüringer HC einen besonderen Stellenwert für die Elfen?

Renate Wolf: „Es ist ein Halbfinale, und daher ist der Gegner grundsätzlich egal. Klar - Thüringen ist aktueller Deutscher Meister und somit klarer Favorit, aber das zählt nicht mehr, wenn man im Halbfinale steht.“

Heike Ahlgrimm: „Eigentlich sind die Spiele gegen den THC ganz normale Spiele für mich. Wir können uns mit dem Pokalsieger 2013 und im Moment der besten Mannschaft in Deutschland messen - was will man mehr? Das hat sich mein Team verdient, deshalb werden wir beide Spiele genießen.“

Leverkusen hat im Januar in Bad Langensalza gewonnen. Liegt der THC den Elfen?

RW: „Unsere Mannschaft hat in Bad Langensalza gewonnen, da sie eine hervorragende Leistung abgerufen und darum das Spiel von Anfang an bestimmt hat. Taktische Disziplin und die notwendige Kaltschnäuzigkeit waren der Garant für diesen Sieg im Januar.“

HA: „Das Spiel in Thüringen im Januar war ein gutes Spiel von uns, aber wir sollten den Sieg auch nicht überbewerten. Wir haben zu einer Zeit dort gewonnen, als der THC eine Schwächephase hatte und durch die EM Pause aus dem Rhythmus gekommen war. Jetzt sieht es alles wieder ganz anders aus, und der THC ist natürlich Topfavorit.“

Der THC hat in den zehn Tagen vor dem ersten Halbfinale drei Spiele mehr auf dem Buckel als die Elfen. Ist das ein Vorteil für Leverkusen?

RW: „Auf den ersten Blick bestimmt ein Vorteil, jedoch kann eine derartige Dauerbelastung für eine Mannschaft auch von Vorteil sein.“

HA: „Das werden wir nach den beiden Spielen sehen. Klar ist, das Thüringen im Moment ein großes Pensum geht, aber ich denke, um in ein Finale einzuziehen, werden sie alles geben, und da werden auch noch einmal neue Kräfte freigesetzt.“

Das Viertelfinale der Elfen in Oldenburg war großartig. Kann man eine solche Leistung konservieren und dann wieder abrufen?

RW: „Unsere Mannschaft hat wirklich toll gespielt und gezeigt, was in dieser Truppe steckt. Wenn alle wieder an die berühmte Schmerzgrenze gehen, kann es auch gegen den Meister funktionieren.“

HA: „Ach, wenn das so einfach wäre! Wir sind dieses Jahr eine Wundertüte. Das Spiel gegen Oldenburg war super, und wir haben uns das Halbfinale gegen Thüringen wirklich verdient. Aber jetzt geht es wieder bei null los. Wir werden hart arbeiten, wir werden versuchen, zwei tolle Spiele zu machen, dem THC alles abzuverlangen und sie zu ärgern. Alles andere wird sich zeigen.“

Platz fünf nach der Hauptrunde, Viertelfinale überstanden - ist alles, was jetzt noch kommt, Kür oder Pflicht?

RW: „Grundsätzlich ist jetzt alles Kür. Aber ich bin davon überzeugt, dass unsere Mannschaft die Kür exzellent ablegen möchte.“

HA: „Ich denke, mit dem Erreichen des Halbfinales haben wir unsere Pflicht erfüllt. Der vierte Platz war wichtig, um auch nächstes Jahr wieder international zu spielen. Alles, was jetzt noch kommt, ist Kür und der Lohn für eine anstrengende Saison.“

Erwartet ihr einen Sieg gegen den THC?

RW: „Ich erwarte ein offenes hart umkämpftes Spiel, in dem die Tagesform entscheidend sein wird.“

HA: „Wir haben schon gezeigt, dass wir den THC schlagen können, und natürlich sind wir Sportler, die gewinnen und den Favoriten ärgern wollen. Ein Sieg ist immer drin, und wenn wir alle daran glauben und unser Potenzial abrufen, vielleicht auch ein Wunder.“

Wie lautet eure Saisonbilanz?

RW: „Ich kann erst bilanzieren, wenn wir fertig sind …“

HA: „Diese Saison war sehr hart und anstrengend. Wir hatten nach unserem schweren Auftaktprogramm viele Hochs und Tiefs, waren nicht so konstant, wie wir es uns gewünscht und erhofft hatten. Leider sind wir die ganze Saison über nicht von Verletzungen verschont geblieben und mussten oft improvisieren und umstellen. Das Erreichen des Halbfinales hat uns ein wenig gerettet und gezeigt, dass wir es können, aber auch das Ausscheiden aus dem Pokal als Negativ-Erlebnis gehört dieses Jahr einfach zu uns. Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein, wissen aber auch, dass wir immer weiter hart arbeiten müssen.“