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Vier-Tore-Niederlage gegen den THC - "Da geht noch was"

Irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit hatte es den Anschein, als wollte Natalie Hagel aus ihrem Tor stürmen und sich vorne in den Angriff einschalten.

Hagel hielt, was zu halten war, sie hielt sogar noch ein bisschen mehr, aber der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Die 1100 Zuschauer in der Smidt-Arena hielt es kaum auf ihren Sitzen, doch am Ende trat der Thüringer HC mit einem 27:23-Sieg im Gepäck die Heimreise nach Bad Langensalza an. Dort wollen die Elfen am Sonntag(Anpfiff 15 Uhr) das Husarenstück schaffen und doch noch das Finale erreichen.

Es war eine hervorragende Kulisse in der Smidt-Arena, eines Halbfinales absolut würdig. Dennoch lief es in den ersten 15, 20, 30 Minuten so gar nicht für die Elfen, die seltsam leblos in die Partie starteten und schnell mit 0:4 zurücklagen. Es dauerte sieben Minuten, ehe Kim Naidzinavicius das erste Tor für die Gastgeberinnen gelang. Dann hielt Natalie Hagel ihren ersten Siebenmeter, Denisa Glancovicova kam aufs Parkett, und langsam war im Spiel der Elfen eine Linie zu erkennen. Nch 13 Minuten stand es 4:5 - doch der Ausgleichstreffer fiel nicht. Überhaupt waren Tore wegen der hervorragenden Leistung von Natalie Hagel und THC-Keeperin Maike März vor der Pause Mangelware, was der Habzeitstand von 7:9 dokumentierte.

Nach der Pause kam der THC-Express gegen eine zum Teil zu zaghafte Elfen-Deckung richtig in Fahrt, zwischenzeitlich gerieten die Gastgeberinnen mit sieben Toren in Rückstand. Dann drehte Naiara Extremado auf, und als die heißblütige Spanierin von Linksaußen waagerecht in der Luft liegend den Ball an Maike März vorbei zum 16:20 ins THC-Tor hämmerte, ging ein Ruck durch das Spiel der Elfen. Zudem war "Nai" vom Siebenmeterpunkt eine Bank, insgesamt sechs Strafwürfe verwandelte sie und hielt ihre Mannschaft damit immer in Schlagdistanz. In der 48. Minute, als Laura Steinbach eine Zwei-Minuten-Strafe absaß, gelang Denisa Glancovicova das Anschlusstreffer zum 19:20 - der THC wankte, die Halle kochte, doch wieder gelang der Ausgleich nicht.

Stattdessen setzte sich der THC erneut ab, obwohl Natalie Hagel wie ein Irrwisch durch ihr Tor fegte und auch noch einen Strafwurf gegen Nadja Nadgornaja parierte. Eine Verletzung von Denisa Glancovicova nahm endgültig den Schwung aus dem Spiel der Elfen, die schließlich in der Schlussminute noch das 23:27 durch Lydia Jakubisova kassierten. Nadgornaja und Jakubisova waren mit jeweils fünf Treffern die erfolgreichsten Werferinnen des THC, für die Elfen traf Naiara Extremado achtmal, davon sechsmal vom Punkt.

„Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Wir sind schlecht gestartet und haben uns dann herangekämpft. In der zweiten Halbzeit sind viel zu viele Tore gefallen, auch wenn Natalie Hagel gut gehalten hat. Vier Tore sind schwer, aber wir werden im Rückspiel alles geben“, sagte Trainerin Heike Ahlgrimm, und ihr THC-Kollege Herbert Müller gab ihr Recht: "Vier Tore sind im Handball gar nichts. Wir werden sicher nicht den Fehler machen, uns jetzt auf diesem Sieg auszuruhen." Naiara Extremado fasste die geballte Trainer-Kompetenz kurz zusammen: "Da geht noch was."

TSV Bayer 04 Leverkusen – Thüringer HC 23:27 (7:9)

Leverkusen: Hagel, Krückemeier
Zapf 2, Egger 3, Egozkue Extremado 8/6, Latakaite-Willig, Glankovicova 2, Adams, Hilster 1, Naidzinavicius 4, Steinbach 3, Seidel, Jörgens, S. Münch, Comans, M. Münch

Thüringer HC: Eckerle, März, Tomasevic
Nadgornaja 5/1, Frey 3/1, Gros, Minevskaja, Snelder 2, Popluharova, Augustesen 2, Engel 4, Althaus 3, Jakubisova 5, Wohlbold 3

Strafminuten: 12/10
Siebenmeter: 6/7 ; 2/5
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies
Zuschauer: 1100