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Abschied von Joyce Hilster – doei en alle goede

Der Entschluss ist lange gereift, eine einfache Entscheidung war es ganz und gar nicht. „Aber irgendwann muss man den Knoten lösen“, sagt Joyce Hilster.

Sie hat ihn gelöst, mit dieser Saison beendet die langjährige niederländische Nationalspielerin ihre Karriere. „Ich habe immer gerne Handball gespielt, aber jetzt spüre ich, dass es einfach Zeit wird für andere Prioritäten in meinem Leben“, sagt sie. Am 1. Juni wird Joyce Hilster 30, und sie freut sich auf einen neuen Lebensabschnitt: „Auf mehr Freizeit mit meinem Lebensgefährten, meinen Freunden und meiner Familie, darauf, mich weiterzuentwickeln in meinem Job als Physiotherapeutin.“ Und einfach wieder nach Hause zurückzukehren: „Außerdem muss ich sagen, dass mein Körper auch langsam genug vom Leistungssport hat.“
 
2004 kam Linksaußen Joyce Hilster das erste Mal nach Leverkusen und gewann in der Saison auf Anhieb mit dem Team den EHF Challenge Cup. Für sie ist es im Rückblick der absolute Höhepunkt ihrer Zeit am Rhein, an die sie ausschließlich positive Erinnerungen hat: „Leverkusen war mein erster Klub im Ausland, und ich glaube, es sagt doch alles, dass ich gerne wieder hierher zurückgekommen bin.“ Im Sommer 2005 ging die trickreiche und pfeilschnelle Außenspielerin zunächst zurück in ihre niederländische Heimat und spielte ein Jahr in Amsterdam, ehe sie von 2006 bis 2010 im damaligen Frauenhandball-Paradies Dänemark für GOG Svendborg ihre Tore warf. Im Sommer 2010 gab sie dann ihr Comeback in der Bundesliga und spielte ein Jahr für Frisch Auf Göppingen, bis sie erneut der Ruf von Renate Wolf erreichte. 2011 kehrte Joyce Hilster nach Leverkusen zurück, zwei Jahre später bestreitet sie nun unter dem Bayer-Kreuz das letzte Spiel ihrer Profi-Karriere
 
Auch in der niederländischen Nationalmannschaft gehörte die blonde Joyce mit dem großen Wurfrepertoire jahrelang zur Stammbesetzung, in 120 Länderspielen erzielte sie 255 Tore. Als Oranje dann die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London knapp verpasste und der Verband die Ausrichtung der Europameisterschaft im Dezember desselben Jahres zurückgab, beendete sie ihre internationale Karriere. „Danach habe ich auch angefangen, mir generell Gedanken über meine sportliche Zukunft zu machen, und habe verschiedene Aspekte in die Waagschale geworfen. Mein Gefühl hat mich dabei geführt.“
 
Es hat sie genauer gesagt nach Weesp geführt, eine Gemeinde in der Provinz Nordholland, in der Joyce Hilster aufgewachsen ist und wo ihre Familie lebt. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten hat sie in Weesp eine Wohnung gekauft, dort will sie auch wieder in ihrem Beruf als Physiotherapeutin arbeiten. „Es war immer klar, dass ich irgendwann nach Weesp zurückkehre“, sagt sie. Stets hat sie mit ganzem Herzen für den Handball gelebt, ist dafür jahrelang im Ausland gewesen: „Meine Familie hat mich immer unterstützt und motiviert, aber toll fanden sie das natürlich nicht, dass ich immer so weit von zu Hause weg war. Sie freuen sich so richtig, dass mein Freund und ich jetzt wieder heimkommen.“
 
Den Elfen traut Joyce Hilster in den nächsten Jahren einiges zu: „Leverkusen hat im Moment guten Nachwuchs. Es braucht zwar Zeit, die Talente in Ruhe reifen zu lassen, aber mit ein bisschen Geduld glaube ich, dass es für die Zukunft positiv aussieht.“ Und sowieso soll und muss „Leverkusen immer oben mitspielen“. Ein riesengroßes Dankeschön geht zum Abschied an die vielen Fans und freiwilligen Helfer der Elfen: „Ich kann nur sagen: Vielen Dank für eure treue Unterstützung. Das habe ich immer sehr geschätzt.“ Geschäftsführerin Renate Wolf lässt die Stammspielerin nur ungern ziehen: „Vielen Dank, Joyce Hilster, für Deinen immer großen Einsatz für die Elfen. Wir wünschen Joyce alles Gute, sie wird immer ein gern gesehener Gast in Leverkusen sein.“

Tschüs Joyce und alles Gute – doei en alle goede. Man wird sich in Leverkusen immer gerne an Dich erinnern.