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Volle Kraft im Rückraum – Angie Geschke kommt nach Leverkusen

Sie war Deutsche Meisterin, DHB-Pokalsiegerin, Torschützenkönigin der Bundesliga, sie stand in Dänemark und Norwegen unter Vertrag,

sie gehört zur Stammbesetzung der deutschen Nationalmannschaft – und sie trägt ab dem 1. Juli das Elfen-Trikot. „Ich hatte einige Angebote aus der Bundesliga“, sagt Angie Geschke: „Aber Renate Wolf hat sich echt um mich bemüht, und außerdem finde ich es sehr spannend, was da in Leverkusen passiert. Ich möchte Teil dieses erfolgreichen Projektes sein.“

Angie Geschke kommt vom norwegischen Spitzenklub Vag Vipers HK Kristiansand an den Rhein. Bei den Vipers wollte die 27 Jahre alte Rückraumspielerin eigentlich noch ein weiteres Jahr bleiben, aber das Heimweh und der Wunsch, in Deutschland die berufliche Karriere auf den Weg zu bringen, waren stärker. Zwischenzeitlich hatte die gebürtige Lübeckerin sogar mit dem Gedanken gespielt, ein Jahr ganz auszusetzen, aber „wenn Renate Wolf ruft, dann sagt man nicht nein“.

Ihre Karriere begann die enorm torgefährliche Rechtshänderin einst als Mini beim TuS Lübeck und dem Nachbarverein Buntekuh, ehe sie 2000 in die Bundesliga zum Frankfurter HC wechselte. Mit dem Team des damaligen Trainers Dietmar Rösicke gewann sie 2003 den DHB-Pokal und 2004 die Deutsche Meisterschaft. In der Saison 2006/2007 wurde sie mit 210 (!) Treffern Torschützenkönigin der Handball Bundesliga Frauen.

Nach der Saison ging sie im Sommer 2007 erstmals nach Skandinavien, damals war der dänische Spitzenklub Randers HK ihr Ziel. Ein Jahr später wechselte Angie Geschke dann zum VfL Oldenburg, wo sie in den folgenden vier Jahren eine echte Institution wurde. 2009 und 2012 holte sie mit dem VfL den DHB-Pokal – im vergangenen Jahr bekanntlich mit einem Finalsieg gegen die Elfen. Oldenburg soll auch irgendwann ihr Lebensmittelpunkt werden, nach der Karriere wird sie sich dort gemeinsam mit ihrem Freund Tino und den beiden Möpsen Artur und Paula niederlassen.

In der Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes ist Angie Geschke seit ihrem Debüt im April 2006 gegen Kroatien eine feste Größe. In bisher 43 Länderspielen erzielte sie 49 Treffer für Deutschland und belegte mit der DHB-Auswahl bei der EM 2006 den vierten Platz.

Ihre Tore haben schon oft Spiele entschieden, dennoch will der nach eigener Aussage „bodenständige Familienmensch“ Angie Geschke in Leverkusen keinen Sonderstatus. „Für mich gilt immer, dass die Mannschaft der Star ist“, sagt sie: „Es reicht mir nicht, wenn die Leute sagen: Die Angie hat aber viele Tore geworfen. Sie sollen sagen: Die Angie hat ein tolles Spiel gemacht, sie hat ihre Nebenleute in Szene gesetzt, sie war Teil eines großartigen Kollektivs.“ Geradezu ins Schwärmen gerät Angie Geschke, wenn sie über die Mischung aus Alt und Jung in Leverkusen spricht: „Es ist großartig, junge Spielerinnen wie Kim Naidzinavicius oder jetzt Anna Seidel neben gestandenen Leuten heranwachsen zu sehen. Da will ich unbedingt dabei sein.“

„Das ist eine richtig gute Spielerin, sie wird die Lücke schließen, die Laura Steinbach hinterlassen hat. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mir ihr“, sagt Trainerin Heike Ahlgrimm über den Vertragsabschluss mit Angie Geschke. Gschäftsführerin Renate Wolf freut sich ebenfalls sehr auf den Neuzugang: „Da Laura uns schon sehr früh in ihre Planungen involviert hatte, konnten wir rechtzeitig mit Angie verhandeln. Ich wollte sie schon früher nach Leverkusen holen, jetzt hat es funktioniert, und darüber bin ich sehr froh."

Im Gegensatz zu vielen Sportlern hat Angie Geschke keinerlei Marotten oder Rituale, die es vor einem Spiel zu befolgen gilt. „Um Gottes Willen, nein“, sagt sie und lacht: „Ich bin ja froh, dass ich organisiert genug war, um mein Abitur zu schaffen, wenn ich jetzt noch jedes Mal irgendwelche Regeln beachten müsste, wäre ich hoffnungslos überfordert.“ Immerhin war sie organisiert genug, um ihre Ausbildung zur Sport- und Fitnessökonomin erfolgreich abzuschließen: „Ich hätte ja früher nie gedacht, dass ich das mal sage, aber Fitness ist ein echtes Hobby von mir.“ In Leverkusen wird man es mit großer Freude zur Kenntnis nehmen.