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Freud und Leid in Urach: Kims Handbruch überschattet die Final-Teilnahme

Nach einem ereignisreichen und nicht in jeder Hinsicht wunschgemäß verlaufenen Wochenende verabschiedeten sich die Elfen mit einem zweiten Platz vom Sika-Cup in Bad Urach. In neun Turnierspielen verlor die Mannschaft von Cheftrainerin Heike Ahlgrimm lediglich gegen den russischen Vertreter Dinamo Wolgograd – einmal in der Vorrunde und am Ende  im Finale. 15:15 hieß es Sekunden vor Schluss, dann gab ein Siebenmeter den Ausschlag zugunsten der Russinnen. Überschattet wurde das großartige Mannschaftsergebnis von der schweren Verletzung von Kim Naidzinavicius, die im Vorrundenspiel gegen den schwedischen Vertreter Skuru IK einen Bruch der linken Mittelhand erlitt und voraussichtlich zwei Monate ausfällt.

Heike Ahlgrimm war nach dem knapp verpassten Turniersieg „unglaublich stolz“ auf ihre Mannschaft, die nach dem Ausfall ihrer zentralen Spielerin mit einer „jetzt erst recht“-Mentalität beeindruckte. „Ruta, Joschi, Marli, die jungen Spielerinnen, unsere Torhüterinnen, alle sind über sich hinausgewachsen und haben Unglaubliches geleistet“, sagte „Ahli“, die zeitweise notgedrungen mit vier A-Jugendlichen gegen renommierte Gegner antreten musste. Außer Kim Naidzinavicius fehlten schließlich auch die angeschlagenen Naiara Extremado, Angie Geschke und Denisa Glankovicova – eine Menge Erfahrung, die durch jugendliche Unbekümmertheit und heiße Kämpferherzen glänzend kompensiert wurde.

Insgesamt gaben die Elfen bei der traditionsreichen Veranstaltung auf der Schwäbischen Alb eine sehr gute Figur ab. Die Bundesliga-Duelle gegen Frisch Auf Göppingen (Vorrunde und Halbfinale) und die TuSsies Metzingen wurden allesamt gewonnen, auch Zvenigorod/Russland, Skuru/Schweden, Kopenhagen Handball und Dalfsen/Niederlande zogen den Kürzeren. Bis zu ihrem Ausfall im Spiel gegen Skuru war Kim Naidzinavicius bei allen Einsätzen ein Aktivposten in der Mannschaft, umso schmerzlicher wiegt ihr Ausfall in den ersten beiden Monaten der Saison. Wie gut Kim drauf war, verdeutlicht die Tatsache, dass sie als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet wurde, obwohl sie drei Spiele weniger absolviert hatte. Den Pokal für die beste Torschützin bekam Anne Jochin.

Nach dem Ausfall von Naidzinavicius, der bis dahin erfolgreichsten Werferin des Turniers, ging ein Ruck durch die Leverkusener Mannschaft. Als müssten jetzt alle noch enger zusammenrücken, noch mehr füreinander kämpfen, präsentierte sich das Team als Einheit, die im Endspiel auch dem international erfahrenen Team aus Wolgograd erfolgreich Paroli bot. Angefangen bei Natalie Hagel und Valentyna Salamakha im Tor über Marlene Zapf auf Rechtsaußen und dem großartigen Rückraum mit Anne Jochin und Ruta Latakaite Willig bis hin zu dem erneut überzeugenden „Jungvolk“ mit Anna Seidel, Jojo Heldmann, Pia Adams und Anna-Maria Spielvogel beeindruckten die Elfen durch überragende mannschaftliche Geschlossenheit. „Wir haben uns hervorragend verkauft und müssen uns vor niemandem verstecken“, sagte Elfen-Geschäftsführerin Renate Wolf, die einmal mehr ein besonderes Lob für die junge Garde parat hatte: „Das war großer Sport.“