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Elfen-Pleite im ersten Heimspiel - 25:33 gegen Oldenburg

Nach zehn Minuten, das stellte Cheftrainerin Heike Ahlgrimm sehr nüchtern fest, "haben wir aufgehört, Handball zu spielen". Da stand es 5:3 für die Elfen. Zwei Minuten später stand es noch einmal 6:5, danach spielte und führte in der Smidt-Arena nur noch eine Mannschaft: der VfL Oldenburg, der diese Partie mit 25:33 (15:12) gewann.

Angeführt von einer brillanten Anna Loerper, die sich als Nachfolgerin der zurückgetretenen Sabrina Neuendorf an ihrer alten Wirkungsstätte in bestechender Form präsentierte und sich dafür ein Extralob von Trainer Leszek Krowicki abholte: "Sie bereichert unsere Mannschaft sportlich und menschlich enorm."

Für die Elfen lief es im ersten Spiel der neuen Saison alle andere als wunschgemäß. Das Fehlen der verletzten Kim Naidzinavicius, die mit einem Gipsverband am linken Arm das Geschehen tatenlos mitansehen musste, machte sich an allen Ecken und Enden schmerzlich bemerkbar. Die Abwehr wirkte phasenweise seltsam passiv, und vor der Oldenburger Deckung kam einfach keine Ordnung in das Spiel der Elfen. Ob Rückkehrerin Anne Jochin, Ruta Latakaite-Willig oder in der Schlussphase Marlene Zapf auf der Spielmacher-Position agierte, es fehlte die Linie.

Heike Ahlgrimm hatte zu Beginn auf die Jugend gesetzt, auf der rechten Seite bekam Johanna "Jojo" Heldmann einen Tag nach ihrem 18. Geburtstag in der Startformation eine Chance. "Wir werden diesen Weg auch weiterhin gehen", sagte sie nach dem Spiel: "Die jungen Mädels spielen einen tollen Handball, sie dürfen aber auch noch Fehler machen. Der Sprung von der A-Jugend in die Bundesliga ist eben ein großer." Dass es den Elfen um den Nachwuchs nicht bange sein muss, wurde vor dem Anpfiff deutlich, als Handball-Abteilungsleiter Andreas Thiel und Geschäftsführerin Renate Wolf das Juniorteam für den Gewinn der Deutschen A-Jugendmeisterschaft ehrten.

An diesem Tag in der Smidt-Arena konnten Jojo Heldmann, Anna Seidel und Pia Adams allerdings keine Akzente setzen, das traf aber auf alle Spielerinnen der Elfen zu. Lediglich Naiara Egozkue-Extremado kämpfte von der ersten Minute an wie gewohnt mit Herz und Leidenschaft, konnte aber die Niederlage ebenso wenig verhindern wie die neue Spielführerin Dees Comans am Kreis, Marlene Zapf auf Rechtsaußen oder Anne Jochin, die immerhin in einigen Situationen andeutete, dass ihre Rückkehr aus Frankfurt/Oder ein Gewinn für die Elfen ist und mit acht Toren die erfolgreichste Werferin des gesamten Spiels war.

Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki konnte sein Erstaunen über den deutlichen Sieg seiner Mannschaft kaum verbergen. "Man kann nicht erwarten, in Leverkusen zu gewinnen, und dass wir dann noch so deutlich gewonnen haben, überrascht mich sehr, das gebe ich zu." Und dabei musste auch Oldenburg auf eine etablierte Leistungsträgerin verzichten, Torjägerin Lois Abbingh fällt nach einer Knie-OP in der vergangenen Woche für drei Monate aus.

Die Niederlage der Elfen ist umso schmerzlicher, da diese Saison nicht wie zuletzt mit einer Play-off-Runde endete, sondern die nach der Hautrunde besten sechs Mannschaften die Meisterrunde spielen. Die Punkte aus der Hauptrunde zählen in dieser Meisterrunde mit, das bedeutet, dass von Beginn an jeder Punkt zählt. Dennoch hat Heike Ahlgrimm vor den beiden nächsten schweren Spielen am Donnerstag in Leipzig und am kommenden Sonntag (8. September/16.00 Uhr) in der Smidt-Arena gegen den Buxtehuder SV keine Angst: "Meine Mannschaft kann viel mehr, als sie heute gezeigt hat."

TSV Bayer 04 Leverkusen - VfL Oldenburg 25:33 (12:15)

Leverkusen: Hagel, Salamakha - Zapf (5/1), Seidel (1), Egozkue Extremado (4/3), Verschuren (1), Heldmann, Latakaite Willig (2), Jochin (8/1), Comans (4), Geschke

Oldenburg: Renner, Wester - Bitter, Wenzl (6), Loerper (7/4), van der Hejden (5), Otto (1), Birke (5), Schirmer (5), Kethorn (4), Schnack, Meyer

Schiedsrichter: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel

Zuschauer: 800