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28:27 in Trier – erster Saisonsieg für die Elfen

Die ersten beiden Punkte in dieser Saison sind endlich unter Dach und Fach, das 28:27 bei der DJK/MJC Trier war nach furiosem Beginn am Ende ein echter Arbeitssieg. „Wir sind alle sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Cheftrainerin Heike Ahlgrimm: „Der Anfang ist gemacht, wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, aber die Erleichterung ist dennoch riesengroß.“ Über den Kampf und die Moral hatten die Elfen auch in den hektischen Schlussminuten, in denen Trier noch zweimal der Ausgleich gelang, die Nerven behalten und den Sieg ins Ziel gerettet. In der vergangenen Saison waren sie sogar mit 0:8 Punkten in die Saison gestartet, hatten dann „nach einem echten Gewürge“ (Ahlgrimm) bei den Vulkan-Ladies in Koblenz die ersten beiden Punkte eingefahren und damit den Grundstein für eine letztlich sehr erfolgreiche Spielzeit gelegt.
 
In Trier legten die Elfen los wie die Feuerwehr und führten nach drei Toren von Desiree Comans, zwei Treffern von Marlene Zapf und einem Tor von Naiara Extremado nach zehn Minuten bereits mit 6:1. Danach kamen die Gastgeberinnen zunächst besser ins Spiel, nach 14 Minuten hatte sich Trier auf 5:7 herangekämpft. Doch anders als zuletzt gegen Buxtehude ließen die Elfen nicht nach und schafften es zumindest, den Gegner stets mit mindestens zwei Toren auf Distanz zu halten.
 
Zwei Treffer von Anne Jochin und Angie Geschke schraubten die Führung bis zum 13:9 in der 25. Minute noch einmal auf vier Tore, wiederum Geschke erzielte Sekunden vor der Pause den Halbzeitstand zum 14:12für die Elfen. Die Nervosität war trotz der Führung stets deutlich zu spüren, ging es doch für Leverkusen nach drei Niederlagen in den ersten drei Spielen darum, die Saison angesichts des neuen Modus mit Meister- und Abstiegsrunde nicht schon frühzeitig aus den Händen zu geben.
 
In der zweiten Halbzeit schien es zunächst, als sollten die Elfen relativ leichtes Spiel haben. Über 18:14 und 19:15 wurde die Vier-Tore-Führung gehalten, doch dann war er plötzlich wieder da, jener unerklärliche Knick im Spiel der Leverkusener Mannschaft, die ihren scheinbar komfortablen Vorsprung immer weiter schrumpfen sah – und in der 53. Minute auf einmal den Ausgleich zum 24:24 kassierte.
 
Danach blieb es ein Spiel auf Messers Schneide, in dem aber immer wieder die Elfen zur Führung vorlegen konnten, die Marlene Zapf in der 57. Minute noch einmal auf zwei Tore ausbaute. Als Anne Jochin schließlich 65 Sekunden vor dem Abpfiff das 28:26 erzielte, war das gleichbedeutend mit der Entscheidung. Trier konnte durch Marta Pilmayer nur noch zum 27:28 verkürzen. „Wir haben gekämpft ohne Ende“, sagte Heike Ahlgrimm: „Es war ein Sieg der gesamten Mannschaft, das zeigt sich auch daran, dass sich die Tore auf viele Spielerinnen verteilen.“ Am treffsichersten waren Nationalspielern Marlene Zapf mit acht und Anne Jochin mit sechs Toren.
 
Am Sonntag kommt nun der Thüringer HC in die Smidt-Arena, und dessen Trainer Herbert Müller staunte nach dem 27:27 seiner Mannschaft beim Buxtehuder SV nicht schlecht, als er von dem Ergebnis der Elfen in Trier erfuhr. „Unglaublich“ - das war aber schließlich alles, was Müller sich entlocken ließ. Er wird vermutlich in Leverkusen auf seine Spielführerin Kerstin Wohlbold verzichten müssen. Die 29 Jahre alte Regisseurin leistete sich in der hektischen Schlussphase beim BSV ein taktisches Foul, das mit einer Roten Karte mit Bericht geahndet wurde. Ein solcher Vorgang zieht zumeist eine Sperre nach sich.
 
DJK / MJC Trier – Bayer Leverkusen 27:28 (12:14)
 
Trier: Flöck, Kockler – Pötters, Sattler (2), Mohr, Schneider (4/1), Czanik (1), Vallet (3), Adeberg (9/3), Pilmayer (4), Kordel, Derbach, Solic (3/1), Cabeza Gutierrez (1)
 
Leverkusen: Hagel, Salamakha – Zapf (8), Seidel (1), Verschuren, Egozkue Extremado (3/1), Heldmann, Latakaite-Willig (2), Jochin (6/2), Jörgens, Sandra Münch, Comans (4), Geschke (4)
 
Schiedsrichter: Tanja Schilha / Maike Schilha