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Thüringen gewinnt in Leverkusen - doch diese Elfen lassen hoffen

Nein, es hat nicht gereicht gegen den Deutschen Meister, obwohl die Elfen in den ersten 15 und den zweiten 30 Minuten der Partie gegen das Starensemble aus Thüringen hervorragend mithielten. Am Ende hieß es 22:34 (10:21), und wenn da nicht diese verschenkte Viertelstunde vor der Pause gewesen wäre, wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre.

"Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit zufrieden", sagte THC-Trainer Herber Müller, der genau gesehen hatte, dass sein Team erst nach einer langen Anlaufphase und begünstigt durch besagte Schwächeperiode der Elfen seine gewohnten Qualitäten zeigen konnte: Sicher in der Abwehr, blitzschnell im Spiel nach vorne.

Bis zur 13. Minute hielten die Elfen hervorragend mit, dann kam die Tormaschine des THC ins Rollen. Vor dem Tor der überragenden Elfen-Torfrau Valentyna Salamakha, die vor der Pause hielt, was zu halten war, wirbelte vor allem die pfeilschnelle spanische Nationalspielerin Alex Barbosa im Trikot des THC. Auf ihr Konto gingen bis zur Halbzeit allein acht der 21 THC-Treffer, doch auch ihre Nebenleute wie Kreisläuferin Danick Snelder und Mittelspielerin Iveta Luzumova zeigten Handball vom Feinsten.

Dennoch war THC-Trainer Herbert Müller nicht ganz zufrieden. "Ihr müsst aggressiver decken", herrschte er seine Spielerinnen in der Auszeit an, und Linksaußen Sonja Frey holte sich wenig später nach einem technischen Fehler ihren ganz persönlichen Rüffel vom Coach ab: "Sonja, du musst konzentrierter sein."

Nach dem 8:9 Anschlusstreffer der Elfen durch Marlene Zapf in der 16. Minute schien ein Ruck durch die Reihen des THC zu gehen. Nun stand die Deckung um Nationalspielerin Anja Althaus wie eine Wand am eigenen Kreis, und kamen die Elfen doch einmal durch, war THC-Torfrau Jana Krause Endstation. Von der 16. bis zur 23. Minute blieben die Elfen ohne Torerfolg, in dieser Zeit zog der THC auf 15:9 davon. Ein Hattrick von Barbosa innerhalb von zwei Minuten schraubte das Ergebnis auf 18:9 für die Gäste, der Halbzeitstand von 21:10 verhieß nichts Gutes. "Wir hatten da eine rabenschwarze Viertelstunde", sagte Heike Ahlgrimm, und das hat sie dann auch in der Halbzeit in der Kabine sehr deutlich angesprochen: "Ich habe an Kampfkraft, an Willen und Moral appelliert."

Die klaren Worte trugen Früchte, die Elfen kamen mit frischer Motivation aus der Kabine, und im Tor stand nun Natalie Hagel, die bis zur 43. Minute nur drei THC-Treffer zuließ. Zudem zeigte das Abwehr-Bollwerk des THC ein paar kleine Lücken, die vor allem Anne Jochin und Marlene Zapf nutzten, um bis zum 15:24 ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben. Es blieb erträglich, und das war nun in erster Linie das Verdienst der überragend haltenden Natalie Hagel, die sich zwischendurch ein Extra-Lob von Torwarttrainer Andreas Thiel abholte. Hagel flog durch ihr Tor, sie warf sich den scharf geschossenen Bällen von Nadja Nadgornaja, Franziska Mietzner und Anja Althaus wie ein Gladiator entgegen und hielt damit ihre Mannschaft so gut es ging im Spiel.

Herbert Müller sah sich sogar noch einmal veranlasst, das Spiel mit der grünen Karte zu unterbrechen und seiner Mannschaft die Leviten zu lesen. Es lief nicht mehr rund im erfolgreichsten Angriff der Liga, und vor der Abwehr des THC kämpften die Elfen aufopferungsvoll um jeden Zentimeter, um jedes Tor. "Wenn wir spielen, was wir können und was wir in der ersten Viertelstunde gezeigt haben, dann werden wir bald auch so ein Bollwerk knacken", sagte Heike Ahlgrimm. Immerhin, so stellte die Cheftrainerin fest, "haben wir die zweite Halbzeit nur mit einem Tor verloren. Das stimmt mich optimistisch."

Bayer Leverkusen - Thüringer HC

Leverkusen: Hagel, Salamakha - Zapf (4), Seidel, Extremado (2/2), Verschuren (1), Heldmann (1), Latakaite-Willig (4), Adams, Jochin (7/1), Jörgens, S. Münch, Comans (3), M. Münch

Thüringen: März, Krause - Frey (1), Smeets, Nadgornaja (4), Blase, Mietzner, Barbosa (10), Luzumova (4/1), Gros (2), Engel (6/3), Snelder (3), Althaus (4)

Schiedsrichter: Fabian Baumgart / Sascha Wild