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Die Elfen bleiben auf Erfolgskurs - Sieg gegen die Vulkan-Ladies

Die schönste Szene des gesamten Spiels, das die Leverkusener Elfen am Ende souverän mit 32:24 (15:11) gewannen, ereignete sich in der 49. Minute. Kim Naidzinavicius stand am eigenen Kreis und spielte von dort aus Ruta Latakaite-Willig an. 

Die stand auf der anderen Seite des Feldes, nämlich am Kreis des Gegners, doch der Ball, wie von einem Katapult abgefeuert, schoss wie ein messerscharfer Strich quer durch die Halle und fand sein Ziel. Latakaite drehte sich auf der Stelle und versenkte die Kugel im Netz der Vulkan-Ladies zum Zwischenstand von 24:19. Die Zuschauer belohnten diese Aktion mit begeistertem Applaus.

Es war symptomatisch für das Spiel der Elfen, denen seit Wochen (fast) alles gelingt. "Wenn man oben steht, wenn man immer wieder Erfolgserlebnisse hat, dann hilft einem das natürlich gewaltig", sagte Trainerin Heike Ahlgrimm auf die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis der Elfen 2014: "Und wenn man dann erstmal auf so einer Welle schwimmt, dann hat man im wahrsten Sinne des Wortes Oberwasser."

Die Elfen übernahmen von Beginn an die Initiative, ohne sich aber früh entscheidend absetzen zu können. Nach dem schnellen 2:0 durch Naiara Extremado und Anne Jochin blieben die Elfen sechs Minuten ohne Torerfolg, sodass die Gäste Zeit genug hatten, um zum 2:2 auszugleichen. Der meiste Druck im Leverkusener Spiel kam von Linksaußen durch Naiara Extremado und von der rechten Seite, wo Linkshänderin Denisa Glankovicova stets torgefährlich war. Bis zur 17. Minute waren allein diese beiden Spielerinnen für die Leverkusener Torproduktion zuständig, sie schraubten den Zwischenstand auf 9:7. 

Die Vulkan-Ladies ließen sich aber nicht abschütteln, viele kleine Ungenauigkeiten, zwei verworfene Siebenmeter und eine ungenügende Chancenverwertung machten es den Gästen nicht allzu schwer, den Anschluss zu halten. Einige gute Paraden von Natalie Hagel im Tor der Elfen hielten in dieser Phase die Vulkan-Ladies auf Distanz. In der Endphase der ersten Halbzeit zogen die Elfen das Tempo an, zwischen der 27. und 30. Minute zogen die Gastgeberinnen auf 15:10 davon, ehe Hildur Thorgeirsdottir mit der Halbzeitsirene noch das 15:11gelang.

Nach der Pause bot sich den Zuschauern in der Smidt-Arena zunächst das gleiche Bild: Leverkusen legte vor, die Vulkan-Ladies zogen nach. "Wir sind immer mal wieder auf zwei rangekommen, abern mehr war irgendwie nicht drin", stellte Christoph Barthel, der Trainer der Vulkan-Ladies, ein bisschen ernüchtert fest. Ab Mitte der zweiten Halbzeit schien es ein wenig so, als hätten die Gäste resigniert. Jeder Schuss der Elfen saß, beim Gegner lief dagegen nicht mehr viel zusammen. 

Am kommenden Sonntag müssen die Elfen nach Göppingen, Heike Ahlgrimm spricht von einem "schweren Spiel gegen einen starken Gegner". Danach ist am 25. Februar um 19.30 Uhr Aufsteiger Bensheim/Auerbach zum Abschluss der Vorrunde in der Smidt-Arena zu Gast. Es gilt, so viele Punkte wie möglich mit in die Meisterrunde zu nehmen, um vielleicht "doch noch einen Schritt nach vorne zu machen", wie Heike Ahlgrimm sagt. Ein Schritt nach vorne, das wäre in der Tabelle von drei auf zwei. Denn die Meisterschaft, die hält Heike Ahlgrimm für entschieden: "Thüringen ist mit Sicherheit durch."

Bayer Leverkusen - Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern 32:24 (15:11)

  Tore für Leverkusen: Egozkue Extremado (7/2), Jochin (7/3), Latakaite-Willig (4), Glankovicova (4), Zapf (3), Verschuren (3), Naidzinavicius (3), Seidel (1)

  Tore für Koblenz/Weibern: Atanasoska (6/3), Thomas (4), Thorgeirsdottir (4), Prak (3), Zimmermann (2), Vollebregt (2), Frank (1), Schenk (1), Varga (1)