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Die Elfen im EHF-Pokal – Höllentrip zum Viertelfinale nach Astrachan

In 84 Stunden einmal Astrachan und zurück, zwei Europapokalspiele inklusive: Am frühen Freitagmorgen um 3.30 Uhrbegann für die Leverkusener Handball-Elfen der Höllentrip ans Kaspische Meer. Nach der pünktlichen Abfahrt in Leverkusen ging es um 6.00 Uhr mit dem Flieger ab Düsseldorf nach Moskau, nach dreieinhalb Stunden Aufenthalt hob dortum 13.00 Uhr MEZ die Maschine nach Astrachan ab.

Ein erneut knapp dreistündiger Flug – und rechtzeitig zum Abendessen trafen die Elfen im 3500 Kilometer von Leverkusen entfernten Spielort ein. Zur ungewohnten Anwurfzeitum 12 Uhr mittags MEZ stehen dann am Samstag und Sonntag die beiden Viertelfinalspiele gegen Astranotschka auf dem Programm, ehe am Montag ebenfalls in aller Herrgottsfrühe die Heimreise beginnt. Am Montagmittag um 14.00 Uhrwird der Tross dann wieder in Düsseldorf landen. „Mein  Dank geht an unser Teammanagement, das diese Reise innerhalb von nur drei Wochen perfekt organisiert hat“, sagte Leverkusens Handball-Geschäftsführerin Renate Wolf: „Man vergisst oft, welcher immense logistische Aufwand hinter so einer Aktion steckt.“

Als die Elfen im Februar 2012 im Achtelfinale des EHF-Pokals ebenfalls beide Spiele in Astrachan bestritten und sich in der Endabrechnung durchsetzten, saß Renate Wolf noch auf der Trainerbank, nicht nur deshalb weiß sie um die Schwere der Aufgabe: „Damals hat uns Astrachan unterschätzt, diesen Fehler werden sie sicher nicht noch einmal machen“, sagt sie: „Aber wenn wir unser Spiel durchziehen und so auftreten wie in den letzten Wochen, sind wir durchaus nicht chancenlos.“

Auch Trainerin Heike Ahlgrimm sieht ihre Mannschaft keinesfalls in einer aussichtslosen Situation: "Wir haben uns intensiv auf diese Spiele vorbereitet. Wir wollen ins Halbfinale, auch wenn wir hier sicher kein Favorit sind."

Sollte es erneut in Astrachan klappen, wartet im Halbfinale der Sieger der Partie zwischen Kopenhagen HB und Lada/Russland der Gegner der Elfen. Ihren bis dato letzten internationalen Titel gewannen die Leverkusener Handballerinnen mit dem Challenge Cup 2005.