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Dünnwald lehnt Spielverlegung ab – Juniorteam verliert in der Oberliga zwei Punkte am grünen Tisch

Der Dünnwalder TV lehnte eine Verlegung des am 22. März um 19.30 Uhrterminierten Oberliga-Spiels gegen Leverkusen ab und bekommt gemäß bestehender Regularien die beiden Zähler zugesprochen. Die Hintergründe dieses Falles sind bestenfalls mit dem Begriff „unsportlich“ zu beschreiben.

An diesem 22. März um 16.00 Uhr muss das Leverkusener Juniorteam, identisch mit der Oberliga-Mannschaft des Vereins, zum Viertelfinal-Rückspiel in der Jugend-Bundesliga beim HC Leipzig antreten. Nach dem 34:19-Sieg im Hinspiel hat Leverkusen beste Chancen, sich als Titelverteidiger erneut für das Final Four zu qualifizieren. Um diese sportliche Mission nicht zu gefährden, bat man den Dünnwalder TV um die Verlegung des am Abend desselben Tages angesetzten Oberliga-Spiels – im Handball ein alltäglicher Vorgang, eine Formsache sozusagen. „Wir sind nicht in der Lage, eine spielfähige Mannschaft nach Dünnwald zu schicken, da die Bundesliga am selben Tag bekanntermaßen in Buxtehude zum Meisterschaftsspiel antreten muss“, sagte Geschäftsführerin Renate Wolf: „Dadurch zwingt man uns zum Nichtantreten!“

In Dünnwald sperrte man sich gegen die Verlegung der Partie auf einen Wochentag („Nicht alle Spielerinnen verfügbar“) oder den darauffolgenden Sonntag („Trainer und Spielerinnen privat verhindert“). Auf die Entscheidung in der Oberliga Mittelrhein hat das keinen Einfluss, die ist längst zugunsten von Leverkusen gefallen. Verfolger Dünnwald hat mit neun Punkten Rückstand bei drei noch ausstehenden Spielen keine Chance mehr, den souveränen Tabellenführer noch abzufangen. Allerdings kostet die starre Haltung des Dünnwalder SV den Meister eine Strafe und eben die zwei Punkte. „Das ist ein einmaliger Fall von großer Unsportlichkeit“, sagte Leverkusens Handball-Geschäftsführerin Renate Wolf: „Ich bin sehr lange in diesem Geschäft, aber so etwas erlebe ich zum ersten Mal. Aber vielleicht ist der Frust, in  der Meisterschaft so deutlich gegen uns den Kürzeren gezogen zu haben, einfach zu groß.“

Nicht weniger deutlich formulierte es Leverkusens Handball-Abteilungsleiter Andreas Thiel. "So kann man innerhalb eines Verbandes einfach nicht miteinander umgehen", sagte der frühere Nationaltorwart.