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Elfen nach Sieg gegen Koblenz nun Tabellensiebter

Renate Wolf war zufrieden. Damit, dass ihre Mannschaft den Zwei-Tore-Vorsprung in den letzten dreieinhalb Minuten eines kampfbetonten Spiels zum 31:29 (17:15)-Sieg gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern über die Zeit gerettet hatte. Mit mehr war die Trainerin Renate Wolf an diesem Tag nicht zufrieden - ganz und gar nicht.

"Einige haben haben gedacht, das wird heute eine Kafffeefahrt, und so haben sie über weite Strecken auch gespielt", sagte die Chefin, und ihre heisere Stimme ließ erahnen, wieviel Kraft diese Partie alle Beteiligten gekostet hat. Eine ganz wichtige Erkenntnis, so Wolf, sollte jede einzelne Spielerin nach den wechselvollen 60 Minuten gewonnen haben: "Dass wir um jeden Punkt hart kämpfen müssen und dass es keine leichten Gegner gibt."

Nach zehn Minuten hatte es wahrlich nicht so ausgesehen, als sollten die beiden Punkte am Sonntag in der Smidt-Arena bleiben.Da nämlich führten die Vulkan-Ladies, angereist mit drei Niederlagen aus den ersten drei Saisonspielen, mit 6:1 und wenig später noch mit 7:2. "Wir haben überhaupt nicht reingefunden", sagte Renate Wolf. Das lag nicht in erster Linie an der Abwehr, sondern wie schon in der Vorwoche in Oldenburg am Spiel vor dem gegnerischen Tor. "Der Angriff war drucklos, ohne Kopf, ohne Ideen, ich habe in der ersten Hälfte weit über 30 technische Fehler gezählt", sagte Wolf. Allein Anne Jochin hielt ihre Mannschaft im Spiel, sie übernahm vor dem Tor der Vulkan-Ladies immer wieder die Verantwortung und holte sich dafür auch ein Lob von der Chefin ab: "Joschi hat in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht." Und ebenso wie Valentyna Salamakha, die nach einer knappen Viertelstunde für die entnervte Natalie Hagel ins Tor kam, mit dafür gesorgt, dass es irgendwie doch noch zur 17:15-Pausenführung für die Werkselfen reichte.

Nach der Pause schienen die Gastgeberinnen die Partie dann endgültig unter Kontrolle zu bekommen. Aus den zwei Toren Vorsprung wurden bis zur 48. (29:22) und 50. Minute (30:23) sieben - und dann waren plötzlich wieder die Vulkan-Ladies am Zug.Tor um Tor schrumpfte das Polster der Elfen zusammen, es war keine klare Linie mehr erkennbar. "In so einer Situation erwarte ich vor allem von den gestandenen Spielerinnen, das der Baum brennt", sagte Renate Wolf, "da müssen wir dran arbeiten, und ich garantiere, da werden wir dran arbeiten." Christoph Barthel, Trainer der nach vier Spielen immer noch punkt- und sieglosen Vulkan-Ladies lag mit seiner Vermutung wahrscheinlich goldrichtig: "Wer weiß, wenn das Spiel fünf Minuten länger gedauert hätte, dann hätten wir sie vielleicht noch gepackt."