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Dritter Meistertitel für Leverkusens Juniorteam – ein Finale auf Messers Schneide

Am Ende war es Luisa Knippert, die im Finale der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft  den entscheidenden Siebenmeter zum 33:32 gegen die HSG Blomberg-Lippe verwandelte und dem Juniorteam von Bayer Leverkusen damit den dritten Titel nacheinander bescherte. Aber das hochklassige, spannende und nervenaufreibende Endspiel der beiden besten deutschen Nachwuchsteams auf diesen einen Strafwurf zu reduzieren, würde dem Ereignis bei weitem nicht gerecht. Leverkusen und Blomberg boten in Hamburg allerbeste sportliche Unterhaltung auf hohem Niveau und dokumentierten eindrucksvoll, dass die Zukunft des Frauenhandballs in Deutschland auf einem sicheren Fundament steht.

„Ich freue mich sehr für die Mannschaft“, sagte Leverkusens Geschäftsführerin und Cheftrainerin Renate Wolf, die in Hamburg live vor Ort war: „Dieser Titel ist das Ergebnis einer ganzen Saison und vor allem das Ergebnis unserer exzellenten Jugendarbeit. Die Mädels können stolz auf sich sein.“

„Das war ein unglaublich geiles Spiel“, sagte Leverkusens Trainer Christian Hentschel, und Torjägerin Pia Adams, die ebenso wie Ramona Ruthenbeck, Anna-Maria Spielvogel und Vanessa Gerken bei allen drei Meisterschaften dabei war, versicherte, dass „es noch eine ganze Weile dauern wird, bis wir wirklich begriffen haben, was uns hier und in den letzten drei Jahren überhaupt gelungen ist“.

Das Leverkusener Juniorteam musste bereits vor der Abreise nach Hamburg einen personellen Rückschlag verkraften, die ebenfalls bereits bundesligaerprobte Juniorinnen-Nationalspielerin Elisa Burkholder stand ihrer Mannschaft wegen eines Syndesmoseanrisses im Sprunggelenk nicht zur Verfügung. Im Halbfinale gegen den TV Aldekerk reichte es für den Titelverteidiger dennoch zu einem ungefährdeten 28:16. Deutlich spannender machte es die HSG Blomberg-Lippe, die gegen den Buxtehuder SV nur knapp mit 20:19 gewann.

Das Finale entwickelte sich dann von der ersten Minute an zu einem Duell auf Augenhöhe. Bis zur Halbzeit verlief das Spiel absolut ausgeglichen, in der zweiten Hälfte nahm es an Spannung und Dramatik gewaltig Fahrt auf. Die Manndeckung gegen Pia Adams und die dritte Zeitstrafe gegen Regisseurin Mia Zschocke sorgten für reichlich Verwirrung im Team der Juniorelfen. In dieser Phase war es vor allem der durchweg starken Kim Braun und Ramona Ruthenbeck zu verdanken, dass Leverkusen im Spiel blieb und sich zwischenzeitlich sogar auf 18:14 absetzen konnte. Doch auch Blomberg mit den beiden Bundesligaspielerinnen Alicia Stolle und Gordana Mitrovic ließ nie nach, das Siebenmeterwerfen musste entscheiden. Es hieß 32:32, als Aaricia Smits, die jüngere Schwester von Nationalspielerin Xenia Smits, den Ball im Duell mit Leverkusens Torhüterin Vanessa Fehr ans linke Lattenkreuz setzte. Anschließend behielt Luisa Knippert die Nerven und stürzte Blomberg ins Tal der Tränen.

Das Leverkusener Juniorteam wird in der kommenden Saison ein etwas anderes Gesicht haben. Die Leistungsträgerinnen Pia Adams und Ramona Ruthenbeck bestritten ihr letztes Spiel in der A-Jugend und gehören seit der letzten Saison dem Bundesligakader der Elfen an, Torhüterin Gerken wird den Verein verlassen. Allerdings gibt auch die Mannschaft der Zukunft Anlass zu einigem Optimismus. Neben festen Größen wie Elisa Burkholder, Kim Braun, Anna-Maria Spielvogel, Mia Zschocke oder Torhüterin Vanessa Fehr haben Spielerinnen wie Amelie und Luisa Knippert und die mit Spannung erwartete neue Flügelzange Jennifer Souza und Amelie Berger einiges an Potenzial zu bieten. „Es spricht für die Kontinuität unserer Jugendarbeit, dass wir von Jahr zu Jahr neue Gesichter integrieren und nun schon zum dritten Mal nacheinander mit dem Titel des Deutschen A-Jugend Meisters belohnt werden“, sagte Renate Wolf. Sie darf sich freuen, der Fundus für ihr Bundesligateam ist reich an jungen und vielversprechenden Namen.