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Hagel beendet ihre Karriere: "Der Körper spielt nicht mehr mit"

Das Publikum liebt sie. Mit ihrem emotionalen, mitunter spektakulären Torwartspiel war Natalie Hagel dreieinhalb Jahre lang aus dem Team der Leverkusener Werks-Elfen nicht wegzudenken. Jetzt räumt die 29-Jährige den Platz zwischen den Pfosten - nicht ohne eine gehörige Portion Wehmut: "Ich hatte hier in Leverkusen eine sehr, sehr schöne Zeit, und ich hätte auch gerne noch mindestens drei Jahre Handball gespielt, aber der Körper macht nicht mehr mit."

Der Körper ist in diesem Fall vor allem das Knie, in dem ein massiver Knorpelschaden die Fortsetzung der Karriere verhindert. "Es geht einfach nicht mehr", sagt die extrovertierte Torhüterin, die alle nur "Hagel" nennen: "Nach starker Belastung im Training oder im Spiel habe ich danach Alltagsschmerz, das heißt, das Knie macht sich auch bemerkbar, wenn ich nur zu Hause auf der Couch sitze."

Hagel kam am 1. Januar 2012 nach Leverkusen, und sie hat, das verrät sie offen und ehrlich, "eine Weile kämpfen und an mir arbeiten müssen, bis ich bei den Elfen diesen Rundum-Wohlfühl-Zustand erreicht hatte". Nach der Insolvenz der Kickers Sindelfingen hatte sie der Ruf von Renate Wolf an den Rhein geholt, aber es wollte anfangs so gar nicht laufen. „Ich hatte eine harte Zeit“, sagt Hagel im Rückblick auf jene Monate: „Ich kam in eine gewachsene Mannschaft, hatte lange keinen Handball mehr gespielt, ich war nicht austrainiert, physisch und psychisch nicht auf der Höhe." Nachdem der Knoten aber dann geplatzt war, wuchs Natalie Hagel zu einer der Leistungsträgerinnen heran, deren Wort auch im Mannschaftsrat der Elfen Gewicht hat. Gemeinsam bildeten Natalie Hagel und Valentyna Salamakha eines der besten Torhüter-Gespanne in der Handball Bundesliga Frauen.

Als eine "ganz große Ehre" hat Natalie Hagel es stets empfunden, "für einen so großen Verein wie Bayer Leverkusen spielen zu dürfen". Und deshalb wird sie diesem Verein auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere erhalten bleiben. Als Trainerin soll sie künftig die Torhüterinnen der großen und kleinen Elfen fit machen und sie von ihrer reichhaltigen Erfahrung profitieren lassen. "Ich bin sehr stolz, dass Bayer Leverkusen mir dieses Angebot gemacht hat und ich auch weiterhin die Ehre haben werde, mit Andreas Thiel und Renate Wolf zusammenzuarbeiten", sagt Natalie Hagel. Ohnehin hat sie zu keinem Zeitpunkt darüber nachgedacht, Leverkusen zu verlassen. "Ich habe einen super Job beim Standesamt Leverkusen, und auch privat habe ich hier mein Glück gefunden." Dann kann sie ja weitergehen, die Erfolgsgeschichte mit Natalie Hagel und den Elfen.