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Elfen-Sieg im Saisonfinale besiegelt Triers Abstieg

Es war ein Abend der großen Gefühle, hüben wie drüben flossen viele Tränen. Valentyna Salamakha und Natalie Hagel standen zum letzten Mal im Tor der Elfen, und auch für Ruta Latakaite-Willig begann mit der Schlusssirene ein neues Leben, in dessen Mittelpunkt schon bald Söhnchen Joris stehen wird. Und weil Vala, Hagel und Ruti eben seit Jahren feste Größen im Team der Elfen sind, wurde es ein sehr emotionaler Abschied. „Vielen, vielen Dank, dass ich dreieinhalb Jahre für diesen großen Verein spielen durfte“, sagte Natalie Hagel, die ihre Rührung kaum verbergen konnte: „Das macht mich sehr, sehr stolz.“

Auch bei den Spielerinnen aus Trier flossen die Tränen, schließlich besiegelte die 29:32 (13:14)-Niederlage bei den Elfen den Abstieg der Miezen in die zweite Liga. Jahrelang hatte Trier immer wieder zum Teil in letzter Sekunde die Klasse erhalten, fast galten die Miezen als „unabsteigbar“, doch nun, zwölf Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, war das Glück aufgebraucht.

Dabei hatte es lange so ausgesehen, als könnte Trier das Unmögliche doch noch möglich machen und die dringend benötigten zwei Punkte aus Leverkusen entführen. Es war ein auf beiden Seiten hektisches und zerfahrenes Spiel, in dem es die Elfen nie schafften, sich entscheidend abzusetzen. Zwar lagen die Gastgeberinnen meistens in Führung, doch diese betrug nie mehr als zwei, höchstens drei Treffer, und immer wieder kamen die verbissen kämpfenden Miezen heran. „Ich bin sehr erleichtert, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, sagte Leverkusens Trainerin Renate Wolf, „ein Spiel, in dem es für Trier noch um alles ging und in dem für uns die Luft ein bisschen raus war.“

Und so war es wieder einmal vor allem Kim Naidzinavicius zu verdanken, dass auch diese beiden Punkte in der Smidt-Arena blieben. Die Nationalspielerin war als Denkerin und Lenkerin des Leverkusener Spiels in Abwehr und Angriff stets präsent und mit elf Toren außerdem einmal mehr eine sichere Vollstreckerin. Mit 181 Treffern, einem Schnitt von 6,9 pro Spiel, war Kim Naidzinavicius die erfolgreichste Werferin der Elfen in der abgelaufenen Saison und die Nummer drei der HBF-Torjägerliste. Die Elfen zementierten Platz sechs in der Tabelle und bleiben damit die Nummer eins in Nordrhein-Westfalen vor der HSG Blomberg-Lippe.