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Die Elfen verlieren beim Thüringer HC - "Willkommen in der Bundesliga"

Am Ende war der Deutsche Meister einfach eine Spur routinierter, erfahrener, abgekochter. "Wir haben mit sieben Toren beim Thüringer HC verloren, das ist jetzt kein Grund, in Panik auszubrechen", sagte Cheftrainerin Renate Wolf nach dem 23:30 (9:14) ihrer Leverkusener Werks-Elfen beim Saisonauftakt in der Handball Bundesliga Frauen 2015/16. Einige ihrer Spielerinnen hätten zu viel Respekt vor dem namhaften Gegner in dessen eigener Halle gehabt. "Willkommen in der Bundesliga", hat Renate Wolf ihren jungen Leuten deshalb zugerufen: "Mit zaghaftem Spiel und Angst vor der Verantwortung kann man seine Leistung nicht abrufen. Mannschaften von der Klasse des THC nutzen das sofort gnadenlos aus."

Die Elfen hielten in der ersten Viertelstunde unter anderem durch drei Treffer von Kim Naidzinavicius gut mit und gingen durch Nina Schilk in der zwölften Minute mit 6:5 in Führung. Danach allerdings gelang den Gästen gegen eine enorm aggressive THC-Abwehr 15 Minuten lang kein Feldtor mehr, ein 7:12-Rückstand in der 25. Minute war die Folge. Zwar konnten Anna Seidel und Kim Berndt das Ergebnis zwischenzeitlich etwas freundlicher gestalten (9:12 in der 28. Minute), doch die beiden Linkshänderinnen Katrin Engel und Lydia Jakubisova erhöhten zum 14:9-Halbzeitstand für die Gastgeber.

In der zweiten Hälfte zog der THC zunächst Tor um Tor davon, die Elfen schoben die Verantwortung mehr und mehr auf Kim Naidzinavicius ab, die gegen die kompromisslose THC-Abwehr aber nicht wie gewohnt zum Zuge kam. Beim 20:17 eine Viertelstunde vor Schluss keimte bei den Elfen noch einmal Hoffnung auf, die Katrin Engel mit einem Dreierpack innerhalb weniger Minuten zunichte machte. Fortan ging es für die Gäste nur noch darum, den zwischenzeitlich auf elf Tore angewachsenen Rückstand in Grenzen zu halten. Das gelang dann auch unter anderem durch eine doppelte Manndeckung in den letzten fünf Spielminuten gegen Engel und Kerstin Wohlbold.

Trotz der Niederlage wollte die Chefin ihre junge Truppe nicht über Gebühr kritisieren. In der Abwehr bescheinigte Renate Wolf den Elfen im Vergleich zur Vorsaison eine sichtbare Leistungssteigerung, auf den Außenpositionen ist die Mannschaft mit Michaela Janouskova auf der rechten und Nina Schilk auf der linken Seite nun deutlich flexibler, und im Tor deutete Vanessa Fehr einen Tag vor ihrem 18. Geburtstag mehr als einmal ihr großes Potenzial an. "Wir haben dieses Spiel nicht in der Abwehr, sondern im Angriff verloren", sagte Wolf.

Im Angriff, in dem auch Linkshänderin Jennifer Rode, der Wolf "eine ordentliche Leistung in der Deckung" attestierte, immer wieder an den dicht gestaffelten Reihen des THC oder an der guten Torhüterin Dinah Eckerle scheiterte. Rückkehrerin Denisa Glankovicova und Johanna Heldmann hatten im rechten Rückraum nicht ihren allerbesten Tag erwischt und rannten sich ebenfalls oft in der THC-Mauer fest. Solide und verlässlich wie immer agierte Anna Seidel, die zwischenzeitlich auf Mitte und auf halblinks spielte, um vor allem Kim Naidzinavicius zu entlasten. Auch Neuzugang Kim Berndt hatte ihre guten Szenen, wichtig bei ihr war vor allem die Erkenntnis, dass ihre Knie und die Oberschenkelmuskulatur der Belastung eines Bundesligaspiels wieder problemlos standhalten.

Beste Werferin der Elfen war Kim Naidzinavicius, die acht Tore erzielte und dabei ihre sechs Siebenmeter souverän verwandelte. Viermal traf Michaela Janouskova, je dreimal waren Nina Schilk und Anna Seidel erfolgreich. Am kommenden Sonntag (20. September/16.00 Uhr) empfangen die Elfen in ihrem ersten Heimspiel der Saison die Füchse Berlin in der Smidt-Arena.

Thüringer HC - Bayer Leverkusen 30:23 (14:9).
Tore für Leverkusen: Naidzinavicius 8/6, Janouskova 4, Seidel 3,
Schilk 3, Berndt 2, Adams 1, Karolius 1, Ruthenbeck 1